Kulinarik & Genuss

Lesezeit: 2 Minuten

Wermut – Die Renaissance eines Klassikers

Text: Astrid Schraffl

Fotos: Kolarik Andreas, mizina - stock.adobe.com

Rutsch rüber, Gin – hier kommt der Wermut! DAS Trendgetränk der Saison.

In den letzten Jahren hatte der Gin die Szene fest im Griff und viele Laien wurden zu absoluten Gin-Profis. Jetzt bekommt er Konkurrenz von etwas, das über die Jahrhunderte immer wieder Renaissance feierte. Die Rede ist vom Wermut – einem mit Kräutern und Gewürzen aromatisierten Wein, veredelt mit hochprozentigen Bränden.

Seinen Namen hat der Wermut vom Wermutkraut, auch „Bitterer Beifuß“ genannt, dessen Aromastoffe maßgeblich für die intensive Geschmacksprägung sind. Angesetzt mit zahlreichen Kräutern mutet der Wermut schon fast gesund an. Und tatsächlich galt er in der Antike als bekanntes Heilmittel, das Verdauung und Appetit anregt. Im 18. Jahrhundert gelangte der Wermut im heutigen Sinn durch den Destillateur Antonio Benedetto Carpano in Turin zu großer Bekanntheit und avancierte zum weitverbreiteten Trendgetränk.

Warum nicht pur?
Als Bestandteil von vielen klassischen Cocktails wie Negroni oder Martini trocken hatten die wenigsten Wermut als eigenständiges Getränk am Radar. Grob fahrlässig könnten wir das nennen, denn Wermut schmeckt ganz hervorragend, am besten gekühlt
serviert in Weinglas oder Cocktailschale.

Auch in der Salzburger Sporer Likör- & Punschmanufaktur gibt es seit drei Jahren einen trockenen Wermut, der mit über 20 natürlichen Kräutern, Gewürzen und Zitrusfrüchten angesetzt wird und darin eine Woche lang seinen frischen und fruchtigen Geschmack annehmen darf.

Michael Sporers persönliche Servierempfehlung: pur mit Eiswürfeln und einer Orangenzeste oder als Wermut-Tonic.