Auto & Motorrad

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SUV Herbst

Text: Stephan Kaindl-Hönig

Fotos: Hersteller, Auto Höller, Mazda Kriechbaum, Porsche Alpenstraße

Es „herbstelt“ ordentlich und gerade in dieser Jahreszeit denkt man wieder vermehrt über das nächste halbe Jahr nach: Schnee, Kälte und Eis und einen womöglich harten Winter. Gerade SUVs mit der nötigen „Beinfreiheit“ zur Straße im städtischen Verkehr oder 4x4 in ländlicheren bzw. exponierteren Lagen rücken in den Fokus. Wir haben für Sie vier Möglichkeiten getestet, die unterschiedlicher und eigenständiger nicht sein könnten.

Defender 2.0 – ein neues Statement für Generationen

Was sollte man beim nächsten noch draufsetzen, das wird nämlich die spannende Frage, wenn in vielen Jahren wieder einmal die Idee auftaucht, sich mit dem Defender nochmals neu zu erfinden. Unzweifelhaft ist der Defender seit 1948 das Maß aller Dinge, was das Ur-Geländefahrzeug betrifft (über zwei Millionen Stück von 1948–2016) und er hat dies über Jahrzehnte wie kein anderer auf der ganzen Welt und in allen Klimazonen bewiesen. Ich hatte vorerst meine Zweifel, als der Neue angekündigt wurde und dies noch dazu als kompletter Neuaufbau und mit zusätzlich völlig neuem Design. Das, was dann gekommen ist, hat einen völlig umgehauen, denn wie konnte man es fertigbringen, eine solch faktisch unlösbare Aufgabe (immerhin ist der Defender das Vorbild), ihn neu zu erschaffen und damit nicht in die Neuzeit zu transferieren, sondern völlig neu zu schöpfen. Kein Zweifel, warum er der Gewinner des 2021 World Car Design Award wurde. Die Designer haben es geschafft, die Gene trotz dieser Neuentwicklung in dieses Fahrzeug zu implementieren und die Ingenieure haben es geschafft, dieses Fahrzeug auch technisch weiterzuentwickeln und den Maßstab für unsere Generationen neu festzulegen.

Jene Tester, die dachten es würde womöglich ein Rückschritt werden, wurden eines Besseren belehrt, obwohl eines neu ist: Trotz aller Funktionalität und Weiterentwicklung des Defender, hat man im Bereich Offroad-Abenteuer fast Skrupel, dieses „Monument“ im extremen Gelände zu bewegen, da es sowohl außen als auch innen einen Quantensprung im Design erlebt hat. Da macht es auch keinen Unterschied, ob man sich mit einem Explorer Pack oder Urban Pack bewegt.

Es stehen bisher 6-Zylinder Diesel- und Benzinmotoren von 147 kW (200 PS) bis 294 kW (400 PS) zur Verfügung, als auch ein V8 Kompressor mit bis 405 kW (525 PS). Nunmehr folgt ein Plug-in-Hybrid, der P400e mit bis 297 kW (404 PS).

Sebastian Arbeiter, Markenleiter Jaguar Land Rover, Auto Frey

Der Land Rover Defender ist als Ur-Vater aller Allrad-Modelle die Ikone unter den SUVs. Und er dient mit seiner DNA als Vorbild für sämtliche Modelle von Land Rover, die angetreten sind, um sich im Gelände zu behaupten.

Sebastian Arbeiter, Markenleiter Jaguar Land Rover, Auto Frey

VW Taigo, Knackiges Design, Coupè und SUV zugleich Markteinführung 1. Quartal 2022

Der VW Taigo als erstes SUV-Coupè von VW ist die ideale Ergänzung in unserer 4er- Testrunde. Wer es gerne etwas weniger klobig hätte, auf Wendigkeit zählt und trotzdem die Sitzposition eines SUV genießen möchte, findet mit dem neuen Taigo ein vielfältig individualisierbares Highlight im Kleinwagensegment. Dabei muss man keinesfalls auf die bekannten technischen Features aus den höheren VW-Klassen, wie IQ-Drive, pACC, IQ-Light LED, … verzichten. Beispielsweise gibt es serienmäßig in der Basisausführung bereits das Spurhalteassistenzsystem, einen Center Airbag zwischen den Vordersitzen, einen Kollisionswarner und ein Beobachtungssystem für das Umfeld. Die expressionistische Karosserieform mit dem auffälligen Frontschürzen-Design und den vier Sicken in der Motorhaube muten spritzig und frisch an. Dabei sind bereits serienmäßig LED-Scheinwerfer und Rückleuchten verbaut. Auch das Lichtband am Heck, das sich weit in die Seitenwand zieht, wirkt stylisch und gibt dem Taigo sein eigenes Flair. VW zeigt, wie man auch im Einstiegssegment gut angezogen unterwegs sein kann und wird damit sicher punkten können.

Spaß macht ein Füllhorn an Individualisierungsmöglichkeiten, wie das Black Style Package, eine große Farbpalette bis zu den Roof Pack Zweifarb-Individualisierungen, sowie die Ausstattungslinien von Basis „Taigo“ bis hin zur „R-Line“ mit besonders sportlichem Auftritt, wie den Kühlöffnungen der vorderen Stoßfängerstreben in schwarzer Hochglanzoptik und ausgeprägtem Heckdiffusor. Das Innendesign ist auf-geräumt, wertig und ansprechend (in der R-Line übrigens optional mit Karo Sitzbezug wie früher im 1er Golf GTI). Trotz der stark abfallenden Dachlinie ist dank abgesenkter Sitzbank im Fond mehr Platz als erwartet.

Es gibt beim Taigo vorerst keine E- oder Hybridmodelle und auch keinen Allrad, dafür aber ein gutes kompaktes Einstiegsmodell beim Premiumhersteller VW. Angeboten werden Drei- und Vierzylindermodelle mit Frontantrieb in Leistungsstufen von 70 kW (95 PS), 81 kW (110 PS) und 110 kW (150 PS). Die stärkste Motorisierung erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 212 km/h.

Markus Rauchenzauner
VW-PKW Markenleiter Porsche Alpenstraße

Der neue VW Taigo begeistert mit trendigem Crossover-Bodystyle, erhöhter Sitzposition, wegweisender Konnektivität und uneingeschränkter Alltagstauglichkeit.

Markus Rauchenzauner, VW-PKW Markenleiter Porsche Alpenstraße

Kia Sportage, ein Unikat Markteinführung Jahreswechsel 2021/2022

Wow, die fünfte Generation des Kia Sportage spricht mit ihrem neuen Gesicht und Auftritt eine unverwechselbare Sprache. Erstmals präsentiert sich der Kia Sportage mit einer eigenen Europaversion und bildet damit das Verständnis für unseren Kontinent im neuen Modell ab. Die markante Front mit ihren weit nach hinten gezogenen LED-Augenbrauen und den weit aufgerissenen klüftigen Kühlern zeigt einem markant, wer da daherkommt und ist dennoch stimmig.

Der neue Kia Sportage fällt richtig auf und wirkt rundum kraftvoll. Trotz dieses Designs, das sich von vorne harmonisch über die Felgen- und Schweller zum Heck zieht und die Elemente erneut in der Heckschürze und im Lichtband aufgreift, mutet er nicht übertrieben oder gar anbiedernd an, sondern beweist damit sogar Eleganz. Auch die möglichen Farbkombinationen betonen in den dunklen Optionen mehr die metallische Schraffur und Linienführung und in den helleren Tönen den wuchtigen Körper.

Der neue Kia Sportage ist vor allem in der Länge deutlich gewachsen, was sich insbesondere im geräumigen Innenraum bemerkbar macht. Auch dort werden übrigens das kantige Außendesign und die metallische Linie souverän aufgenommen. Die gerade aufragende große Displayfront im Fahrerbereich bietet einen guten Kontrast zwischen Komfort und technischem Chic.

Das neue Modell ermöglicht Hightech-Optionen wohin man schaut, von umfangreichen Konnektivitätsoptionen, adaptivem Fahrwerk, bis hin zu einem „All Terrain Mode“. Erstmals wird eine Plug-in-Hybridversion angeboten, die zugleich die Topmotorisierung des neuen Kia Sportage darstellt. Sie kombiniert einen 132 kW (180 PS) starken 1,6-Liter-Turbobenziner mit einem 66,9- kW-Permanentmagnet-Elektromotor und einem 13,8-kWh-Lithium-Ionen-Polymer-Akku und hat eine Gesamtleistung von 195 kW (265 PS). Weiters gibt es einen Hybrid mit einer Gesamtleistung von 169 kW (230 PS), zwei Mildhybrid mit 110 kW (150 PS) und 132 kW (180 PS), sowie zwei Diesel mit 85 kW (115 PS) oder 100 kW (136 PS).

Manuel Dubsky, Markenleiter KIA,
Auto Höller Eugendorf | Salzburg

Wir freuen uns schon riesig auf die fünfte Version vom Kia Sportage, mit seinem zukunftsweisenden Design und seinem bahnbrechenden Innenraum verbindet er einen dynamischen Auftritt mit einem auf den Fahrer fokussierten Premium-Interieur inklusive neuester Technologien. Und mit dem neuen Plug-in-Hybrid, der ein rein elektrisches Fahren ermöglicht, unterstreicht Kia sein Ziel, nachhaltige Mobilität in Europa zu fördern.

Manuel Dubsky, Markenleiter KIA, Auto Höller Eugendorf | Salzburg

Mazda CX-5, der Dauerbrenner nachgeschliffen mit bewährtem Front- oder Allradantrieb wählbar

Mazda startet mit einem überarbeiteten CX-5 in den Autoherbst und hat um einige Features erweitert sowie Feinheiten optimiert. Außen ändert sich beim Facelift nicht allzu viel, aber diese kleinen Adaptionen sind meist jene Feinheiten am Design, die für Freude sorgen – und das spürt man beim CX-5. Dabei darf natürlich die Front mit der Lichtsignatur und dem dazu angepassten Grill nicht fehlen, um die visuelle Identität ins kommende Jahr zu transportieren. Die Änderungen am Heck sind nur geringfügig, aber bilden ein rundes und geschärftes Gesamtbild des neuen Mazda. Innen gibt es einige Neuerungen und vorrangig auch eine neue Top-Ausstattung für noch mehr Wohlfühleffekt und Anspruch. Nicht nur praktische Features wie der variable Kofferraumboden, sondern auch technisch essentielle Helfer wie der erweiterte Stauassistent runden die Ausstattungsvielfalt ab.

Die speziellen neuen Ausstattungsvarianten sind u. a. das Modell „Homura“, das mit schwarzen Glanzakzenten außen, schwarzen Alufelgen, Kunstledersitzen und roten Ziernähten im Innenraum auftritt, bis hin zum „Takumi Plus“ Modell mit Nappaleder bzw. Echtholzeinlagen im Innenraum, sowie fast allen Extras bereits inklusive. Kleiner Tipp: Die neue Farboption „Zircon Sand Metallic“ sollten Sie sich auch unbedingt ansehen. Der CX-5 bietet zwei Benziner und zwei Diesel, wobei die Skyaktiv-G Benziner mit 121 kW (165 PS) beziehungsweise 143 kW (194 PS) bieten und die Dieselmodelle Sky-aktiv-D 110 kW (150 PS) sowie 135 kW (184 PS). Man ist also jedenfalls leistungsmäßig gut versorgt und kann jeweils zwischen Front- und Allradantrieb wählen.

Christian Kriechbaum, GF Mazda Kriechbaum

Zu Jahresbeginn 2022 steht unser geräumiger Allround-SUV am Start. Der neue Mazda CX-5 überzeugt mit frischer Optik, verbesserter Fahrdynamik und innovativen Assistenzsystemen.

Christian Kriechbaum, GF Mazda Kriechbaum