Gesellschaft & Kultur

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Nur Meinereiner meint:

Text: Meinereiner

Fotos: Nur Meinereiner

Eine Kolumne von Nur Meinereiner, Autor, Mentalcoach SQ

Fragen oder nicht fragen, das ist die Frage!

Haben wir verlernt zu fragen? Sind Fragen aus der Mode gekommen? Werden Fragen nicht mehr zugelassen? Will
man keine Fragen mehr stellen, weil man blindlings vertraut oder hat man Angst, Fragen zu stellen, weil man womöglich dann nicht mehr gesellschaftlich entspricht? Sind die Fragen heutzutage nicht doch ehrlicher als die zu erwartenden Antworten? Selbstverständlich ist es viel leichter, alles zu glauben, als Fragen zu stellen. Fragen zu stellen heißt, seinen Horizont zu erweitern, ohne Fragen verbleibt man lediglich in einer sehr engen Blase. Wer Fragen stellt, verändert die Welt – durchaus auch seine eigene. Es soll ja Tage geben, an denen kleine Fragen die großen auffressen, an anderen Tagen fressen die großen die kleinen Fragen auf, doch hinterher stellt sich oft heraus, dass die kleinen ganz große, die großen ganz kleine Fragen waren. Nur Dogmen sind Antworten auf verloren gegangene Fragen! Alle politischen Fragen, alle Fragen des Rechts sind in Wahrheit nur Machtfragen und gerade da sollten die Fragezeichen als Enterhaken genutzt werden. Fragen sind das Eintrittsportal in die Welt des Wissens.
Es ist ein gewaltiger Irrtum, dass die, die viel fragen, wenig wissen würden, und viel, die wenig fragen. Besserwisser stellen einfach keine Fragen, sie glauben gerne.

Zur Erinnerung, Fragen beginnen mit den Wörtern: wer, wie, was, warum, wo, wieso, worum, weshalb, weswegen, …! Manchmal ist es unabdingbar, auch Fragen auf die zuvor unzureichenden Antworten zu stellen, denn einzelne Puzzleteile ergeben auch ein Bild. Zu Risiken und Nebenwirkungen der Wahrheit fragen Sie die Geschichte! Beachten Sie die Art und Weise!