Gartenparty & Picknick-Feeling

Sommerliche Gartenpartys und Picknicks leben von Leichtigkeit, frischen Aromen und schönen Details. Wer bunte Sommerdesserts, erfrischende Drinks und kleine Styling-Tricks kombiniert, macht jeden lauen Sommerabend zum Genussmoment.
Text: Susanne Rosenberger
Fotos: Daniela Haug, Jelena Maier, Vanessa Maas

Der Sommer ist da, die Sonne lacht – und es gibt kaum etwas Schöneres, als draußen zu genießen. Ob im eigenen Garten, am See oder auf einer grünen Wiese: Picknick- und Gartenpartys verbinden Genuss, Geselligkeit und Urlaubsstimmung.

Viele kleine, raffinierte Häppchen, in Mini-Gläsern angerichtete Sommersalate und Desserts, feine Tartes oder schmackhaftes Fingerfood lassen sich unkompliziert greifen und sauber genießen – das sorgt nicht nur für Abwechslung, sondern auch für echtes Urlaubsflair auf dem Teller. Ein Bissen – und der Sommer fühlt sich plötzlich wie Urlaub an!

Tomatentarte

Diese Tomatentarte ist schnell gemacht, sieht hübsch aus und begeistert einfach immer – ein echtes Wohlfühlgericht, das nach Sommer schmeckt. Tipp: Besonders schön wird die Tarte, wenn du verschiedenfarbige Tomaten verwendest.

Zutaten:

  • 2 Pkg. Blätterteig
  • 300 g Feta
  • 160 g Naturjoghurt
  • schwarzer Pfeffer
  • ca. 400 g bunte Tomaten
  • 1 Handvoll frischer Basilikum
  • 1/2 Bund Schnittlauch
  • etwas Olivenöl zum Beträufeln
  • Salzflocken
  • Chiliflocken, optional

Zubereitung:

Backofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Blätterteig auf zwei mit Backpapier belegten Blechen ausrollen und die Ränder am Backblech leicht umklappen, damit die Tarte hier etwas höher wird. Den Teig mehrmals mit einer Gabel einstechen und im heißen Ofen ca. 15 Minuten goldbraun und knusprig backen, dann abkühlen lassen. Währenddessen den Feta mit Joghurt in einem Mixer oder mit einem Pürierstab cremig mixen und mit Pfeffer abschmecken. Tomaten in ca. 0,5 cm dicke Scheiben oder kleine Hälften schneiden. Basilikum und Schnittlauch waschen, trocken schütteln und zerkleinern. Den Blätterteig mit der Fetacreme bestreichen und die Tomaten darauf verteilen. Mit etwas Olivenöl beträufeln. Mit den Kräutern, den Salzflocken und optional mit Chiliflocken toppen. Warm oder kalt genießen.

Ein Rezept von Jelena Maier aus ihrem Buch “Prep it like Jelena“ (Brandstätter Verlag)

Devils on Horseback

Portwein-Backpflaumen mit Blauschimmelkäse im Speckmantel – die würzigen Häppchen schmecken himmlisch. Apropos himmlisch: Auch „Angels on Horseback“ kennt man in den USA (und Großbritannien!), das sind dann Austern im knusprigen Speckmantel.

So geht’s! (für 12 Stück)

12 Backpflaumen ohne Stein über Nacht in 3 EL Wasser mit 4 EL rotem Portwein einlegen. Anderntags die Pflaumen abtupfen und mit jeweils einem kleinen Stückchen von 100 g Blauschimmelkäse füllen. 6 Scheiben Speck halbieren und jede Pflaume mit einem Speckstreifen umwickeln und auf ein Blech mit Backpapier setzen. Im heißen Ofen bei 180 Grad Umluft (200 Grad Ober-/Unterhitze) 15–20 Minuten rösten, bis der Speck schön gebräunt ist.

Ein Rezept von Stevan Paul aus dem Buch “Blaue Stunde. Rezepte, die den Abend feiern“ (Brandstätter Verlag)

Heiße Ziege

Chèvre chaud (heiße Ziege) ist ein französischer Klassiker. Im Hochsommer ist die Kombi aus heißen Käsebroten und knackigem Salat besonders überzeugend, weil sowohl leicht und saftig als auch nahrhaft.

Zutaten für 2 Portionen

  • knackiger Blattsalat, z.B. Römersalat, Salatherzen, Bittersalat wie Radicchio
  • 1 kleine Handvoll frische Walnusskerne
  • 1 Baguette
  • 2–3 EL kräftiges Olivenöl nativ extra
  • ca. 200 g Ziegenrolle (klassisch mit Weißschimmel oder frisch)
  • 1 Handvoll kleine aromatische Trauben (oder 1 Sommerbirne, z.B. Williams)
  • 6–8 zarte Thymianzweige
  • 1–2 EL Bitterorangenmarmelade (ersatzweise kräftiger Honig, z.B. Kastanienhonig)
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Vinaigrette:

  • 1 gehäufter TL Dijonsenf
  • feines Salz
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • 2 EL Rotweinessig (oder Himbeeressig)
  • 4 EL kräftiges Olivenöl nativ extra

Zubereitung

Ofen auf Grillfunktion (ca. 240 °C) vorheizen. Salat in breite Streifen schneiden oder in grobe Stücke zupfen, waschen, trockenschleudern, in eine Schüssel geben.

Walnüsse auf einem Blech mit Backpapier ausbreiten und während des Vorheizens auf mittlerer Schiene rösten. Je nachdem, wie schnell der Ofen heiß wird, dauert das nur wenige Minuten. Die Nüsse sollen nur hell bräunen und duften. Herausnehmen, auf einem Teller abkühlen lassen.

Baguette schräg in ca. 8 Scheiben von 1–2 cm Dicke schneiden, auf das Blech legen, beidseitig dünn mit Olivenöl bepinseln. Auf mittlerer Schiene nur auf einer Seite rösten, bis das Brot zart bräunt. Herausnehmen, Scheiben wenden. Käse in Scheiben schneiden und auf den Broten verteilen. Noch nicht in den Ofen schieben.

Für die Vinaigrette Senf mit einem kleinen Schneebesen in einer kleinen Schüssel gründlich mit Salz, Pfeffer und Essig verrühren. Mit Öl energisch zu einer dickcremigen Emulsion schlagen. Kräftig abschmecken. Trauben waschen, abtupfen, zum Salat geben.

Käsebrote auf mittlerer Schiene gratinieren, bis der Käse zerläuft. Thymian waschen, trockentupfen und auf dem Käse verteilen. Weiter gratinieren, bis der Käse leicht bräunt und der Thymian duftet. Brote herausnehmen, wenig Marmelade auf den Broten verteilen, großzügig pfeffern.

Salat mit Vinaigrette gründlich mischen, auf Teller verteilen. Walnüsse grob darüberbrechen. Mit heißer Ziege servieren.

Ein Rezept von Katharina Seiser aus dem Buch “Gut bei Hitze“ (Brandstätter Verlag)

Zitronen-Tiramisu

Dieses Zitronen-Tiramisu ist der Inbegriff von Sommer im Dessertglas. Diese Kombination aus Mascarpone, Limoncello und Lemon Curd ist nicht nur cremig, sondern auch erfrischend. Es ist schnell gemacht und lässt sich super vorbereiten.

Tipp: Für eine alkoholfreie Variante Zitronensirup statt Limoncello verwenden.

Zutaten:

  • 2 Eier
  • 1 Eigelb
  • 210 g Zucker
  • Abrieb von 2 Bio-Zitronen
  • 500 g Mascarpone
  • 75 g Limoncello oder Zitronensirup
  • 300 g Löffelbiskuits
  • Lemon Curd (gekauft oder selbstgemacht) als Topping
  • Zitronenscheiben, optional

Zubereitung:

Eier, Eigelb, Zucker und Zitronenabrieb mit einem Handrührgerät 4–5 Minuten cremig aufschlagen. Den Mascarpone portionsweise unterrühren, bis eine glatte Creme entsteht. Den Limoncello oder Zitronensirup in eine flache, tiefere Schale geben und die Löffelbiskuits kurz darin wenden. In 4 Gläser (à ca. 300 ml) abwechselnd die getränkten Löffelbiskuits und die Mascarponecreme schichten. Mit Lemon Curd toppen und mindestens 2 Stunden kaltstellen. Nach Belieben mit einer Zitronenscheibe garnieren.

Ein Rezept von Jelena Maier aus ihrem Buch “Prep it like Jelena“ (Brandstätter Verlag)

No Bake Schoko-Dessert im Glas

Diese kleinen Gläser vereinen alles, was man an einer Schokotarte so liebt – und das ganz ohne Backen: ein knackiger Keksboden, darauf Schokoladencreme, getoppt mit luftiger Sahne und feinen Schokosplittern. Das Dessert lässt sich wunderbar vorbereiten und benötigt kaum Zeit in der Küche.

Zutaten:

Für den Boden:

  • 50 g Butter
  • 120 g Butterkekse

Für die Schokocreme:

  • 300 g Zartbitterschokolade
  • 60–70 % Kakaogehalt
  • 400 ml pflanzliche Sahne
  • 1–2 EL Ahornsirup oder Zucker
  • 1 Prise Salz
  • ½ TL Vanilleextrakt, optional

Zum Toppen:

  • 100 ml Sahne
  • 1 TL Puderzucker
  • geraspelte Schokolade

Zubereitung:

Für den Boden die Butter in einem kleinen Topf schmelzen. Die Kekse in einer Schüssel fein zerbröseln und mit der geschmolzenen Butter vermengen. Die Mischung auf sechs Gläser à 120 ml verteilen und den Boden mit einem Teelöffel leicht andrücken. Kalt stellen.

Für die Schokocreme die Schokolade hacken. Die Sahne mit Ahornsirup, Salz und Vanille bei geringer Temperatur langsam erwärmen (nicht kochen), vom Herd nehmen und die Schokolade einrühren, bis sie vollständig geschmolzen und glatt ist. Auf die vorbereiteten Gläser verteilen und zugedeckt mindestens 3–4 Stunden oder über Nacht kühl stellen. Vor dem Servieren die Sahne mit Puderzucker steif schlagen, auf die Schokocreme geben und mit geraspelter Schokolade bestreuen.

Ein Rezept von Jelena Maier aus ihrem Buch “Prep it like Jelena“ (Brandstätter Verlag)