Gesellschaft & Kultur

Lesezeit: 17 Minuten

Und jetzt noch mal von vorne

Text: Doris Thallinger

Fotos: Sylvia Spitzbart; fotomek, cirquedesprit, alfa27, Blue Planet Studio - stock.adobe.com; Buchcover: Verlag; Daniela Haag

Sich verändern, einen Neubeginn wagen, ob beruflich oder privat. Wenn der Traum danach im Inneren schlummert, ist genau jetzt die richtige Zeit dafür. Denn, um Visionen wahr zu machen, Träume zu leben, die Erfüllung zu finden, ist es nie zu spät. Und nur selten zu früh.

Corona hat uns deutlich vor Augen geführt, wie schnell das Leben sich verändern kann und wie Unvorhergesehenes uns aus der Bahn werfen oder auch weiterbringen kann. Nicht zuletzt kann man dieser Zeit den positiven Aspekt abgewinnen, dass unser Leben sich in den vergangenen Monaten entschleunigt hat. Selbst wer beruflich nicht kürzertreten musste, spürte die Auswirkungen: Jede Ablenkung durch außen blieb versagt, viele Menschen standen vor einer völlig neuen Herausforderung: sich mit sich selbst beschäftigen zu dürfen! „Corona lehrt uns eines: Wir sind eine Ablenkungsgesellschaft!“, bestätigt auch Gabriele Wimmler, Mentaltrainerin Coach und Autorin. „Wir waren gewohnt, uns immer abzulenken. Plötzlich waren wir gezwungen, nach innen zu gehen, wieder zu lernen, es mit uns selbst auszuhalten. Das war für viele eine Herausforderung, weil sie die Beziehung zum wichtigsten Menschen – zu sich – verloren haben.“


Auch der Salzburger Coach, Trainer und Unternehmensberater Bernd Eder (Upzone Coaching) sieht in der Krise die Chance, zu sich selbst zu finden: „Es kommen im Moment viele Fragen auf, die man sich sonst nur im Rahmen eines Neubeginns stellt. Oft ist ein externer Impuls notwendig, wobei die Anzeichen meist schon davor gegeben sind. Man kann die Weichen auch früher stellen und muss nicht jeden Schicksalsschlag erleben, um etwas zu ändern. Schön ist, wenn auch aus einer positiven Situation heraus etwas noch Besseres entstehen kann.“ Solche Anzeichen finden sich meist in Form einer sehr leisen, inneren Stimme der Unzufriedenheit. Ausschlaggebend ist schließlich das Bewusstwerden: „Ich kann nur dann etwas verändern, wenn ich eine gewisse Einsicht habe, was ich eigentlich möchte. Es hilft wenig, wenn jemand anderer sagt, du solltest, du musst. Die Veränderung muss aus der Eigeninitiative kommen!“

Zwei Arten der Veränderung unterscheidet auch Maria Embacher, Psychotherapeutin und Coach: „Es gibt die Druckveränderung, dass eine Situation entstanden ist, die ich nicht mehr ertrage, und die Zugveränderung, dass es mich zu etwas Neuem zieht, das ausgesprochen attraktiv ist. Manchmal weiß man aber nur, dass das Alte nicht mehr passt und noch gar nicht, wo es stattdessen hingehen soll. Aber das ist schon ein guter Anfang.“

Wer bin ich und was will ich?
Jede Veränderung im Leben ist mit Unsicherheit verbunden und braucht Mut und Vertrauen. Vertrauen in sich selbst und das Urvertrauen, dass alles seinen richtigen Weg geht. Die erste Frage, die sich meist stellt, sobald eine Unzufriedenheit erkannt wird, lautet: Was will ich eigentlich, in welche Richtung soll mein Leben gehen? „Ich glaube, die ursprüngliche Idee, wer wir sein könnten, wenn alle Talente sich entfaltet haben und alle Gefühle sein dürfen, ist in jedem von uns vorhanden, die muss nicht neu erfunden werden“, so Maria Embacher. Dieses Bild von früh auferlegten Verboten und negativen Glaubenssätzen freizulegen, ist nun die Aufgabe. „Für jeden Menschen gibt es Momente, die er als unglaublich stimmig erlebt. Diese geben oft schon Hinweise auf die wahren Talente. Auch Menschen, die mich anziehen, sind ein guter Wegweiser, im Guten wie im Schlechten. Manche inspirieren, manche lösen Neidgefühle aus – beides sind hilfreiche, kennzeichnende Gefühle.“

Wer sich seiner Berufung nicht sicher ist, sollte an seine Kindheit denken oder die Eltern befragen: Was habe ich schon als Kind – gänzlich freiwillig – gerne gemacht? Bei welchen Tätigkeiten geht mir das Herz auf und vergesse ich Zeit und Raum? „Deine Talente und Leidenschaften können dir einen klaren Hinweis auf deine Lebensbestimmung geben“, ist Gabriele Wimmler überzeugt: „Du wirst immer dann die besten Leistungen erbringen, wenn du etwas tust, das dich vollkommen fasziniert.“ Auch sie rät, in der Vergangenheit zu forschen: „In welchen Situationen warst du richtig stolz auf dich? Andererseits können auch besonders herausfordernde Zeiten versteckte Fähigkeiten hervorbringen!“

Bernd Eder arbeitet mit seinen Klienten gerne auf spielerische, kreative Art und Weise, um deren Vision vom Leben klar zu machen: „Wir Erwachsene sind meist zu kognitiv und analytisch, jedoch ist es in diesem Zusammenhang wichtig, zu spüren, emotional wahrzunehmen, was eine Erinnerung oder eine Vision bei mir auslöst.“ Gute Hilfsmittel am Weg zur klaren Vision seien kreative Tätigkeiten, wie das Gestalten eines Bildertagebuchs oder eines persönlichen Szenenbuchs (Storyboard). „Auch inspirierende Umgebungen, beispielsweise in der Natur, helfen, sich auf den Moment und sich selbst zu konzentrieren und so das Bild eines idealen Ichs zu kreieren.“

Die Vision vom optimalen ICH
„Visualisieren ist ein starkes Hilfsmittel im Mentaltraining. Das Unterbewusstsein kann nicht zwischen Realität und Vorstellung unterscheiden – alles, was du für möglich hältst, ist für dein Unterbewusstsein Realität!“, unterstreicht Gabriele Wimmler. Unterstützend wirkt das Gestalten eines Vision Boards, auf das man Bilder von all jenen Dingen aufklebt, die man sich wünscht. Je klarer, je konkreter, umso besser. „Du kannst nur erreichen, was du auch glauben kannst“, so Wimmler, „was du selbst nicht glauben kannst, weist auf ein unrealistisches Ziel hin und wird eine Illusion bleiben. Keine Frage ist es wichtig, Ziele zu haben – doch wenn eine Tür partout nicht aufgehen will, ist es vielleicht die falsche Tür und dann sollte man weitergehen zur nächsten, die sich oft wie von selbst öffnet! Wenn du kämpfst und immer wieder scheiterst, ist es an der Zeit für eine Kurskorrektur.“

Eine starke Vision, die Zugkraft hat, ist jedenfalls DER Motor für Entwicklung. Allerdings: „Man braucht schon eine gewisse Stärke, um Visionen zu entwickeln. Menschen, die sich stark fühlen, fällt dies leichter als jenen, die deprimiert oder gekränkt sind“, so Embacher. „Hier hilft es, sich mit Menschen zu umgeben, die mich stärken, an mich und meine Ideen glauben.“ Diese zu finden, ist nicht immer einfach – denn jede Veränderung bedeutet auch eine Veränderung für das Umfeld, und mancher Mitmensch versucht, dies zu verhindern. „Man sollte gut hinfühlen: Fühle ich mich in Gegenwart eines Menschen groß oder klein, stark oder schwach? Diese Resonanz ist sehr ernst zu nehmen!“

Love it, leave it, change it – or stay unhappy with it.
Eine klare Vision zu haben, ist also ein guter Anfang – doch nur vom Wünschen und Träumen hat sich noch nichts verändert. „Die Erfolgsreise beginnt mit einer machtvollen, verbindlichen Entscheidung!“, konstatiert Gabriele Wimmler. Und mit dieser Entscheidung beginnt auch der unbequeme Teil. „Neben Offenheit für Neues und Neugierde sind im gesamten Veränderungsprozess viel Geduld und Beharrlichkeit vonnöten, um das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren oder vorschnell bei den ersten Hürden aufzugeben“, warnt Bernd Eder.
Auch, wenn das Leben stetig Veränderung und Weiterentwicklung mit sich bringt, sperrt sich der innere Schweinehund gerne gegen genau diese: „Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und jede Veränderung bedeutet eine Form der Destabilisierung“, so Maria Embacher. „Destabilisierung wiederum bedeutet, dass eine Gefahr lauern könnte. Das ist der Grund, warum Menschen oft in schwierigen Situationen ausharren – obwohl im Neuen, Unbekannten die große Chance liegen könnte.“

Raus aus der Komfortzone!
Veränderung und Weiterentwicklung finden außerhalb der Komfort- oder Wohlfühlzone statt! Wer erfolgreich sein will, ist also gefragt, diese zu verlassen, sonst riskiert er Stillstand. Einer der Gründe, warum wir diese Zone ungern verlassen, ist Angst. Angst vor Scheitern und Kritik, Angst vor der Veränderung an sich und Angst vor Anstrengung. „Um diese Ängste zu überwinden, muss ich Veränderung als etwas Positives sehen, wie es uns auch die Natur vorlebt!“, erklärt Gabriele Wimmler.

Drei Schritte, um die Angst zu überwinden:
1. Sich den Ängsten und Zweifeln stellen: Was könnte schlimmstenfalls passieren? Was ist das Worst Case Szenario?
2. Mit Menschen, die an das Vorhaben glauben, über die Risiken und den Worst Case sprechen.
3. Die Veränderung in kleinen Schritten angehen, so gewinnt man Schritt für Schritt an Sicherheit. Jedes erreichte Teil-Ziel bringt neuen Mut und Stärke!

Überzeugungen und Glaubenssätze
Zu große Ängste und Zweifel rühren aus einer negativen Sicht auf sich oder die Umwelt. Mehr oder weniger erkannt nagen sie ständig am Selbstwert. „Als Therapeutin erlebe ich oft, wie destruktive Gebote oder Atmosphäre aus der Kindheit auch im Erwachsenenleben das Leben bestimmen und gute Beziehungen oder freie Entscheidungen verhindern. Kein Mensch entwickelt bewusst ein selbstschädigendes Verhalten oder einen einengenden Glaubenssatz und hält dran fest, wenn dies nicht früher sinnvoll war. In der Kindheit haben sie das Überleben gesichert, später einmal verhindern sie das Leben“, erklärt Maria Embacher. „Einen negativen Glaubenssatz oder ein belastendes Verhalten als solches zu erkennen, ist gut, reicht aber noch lange nicht aus, dass es sich ändert. Erst wenn wir den Sinn dahinter erkennen, all die Gefühlsarbeit auf uns nehmen, die es zur Veränderung braucht, kann die Energie in guter Form für das eigene Leben wieder frei werden.“

Die gute Nachricht: Negative Glaubenssätze und Überzeugungen, die einen hindern, kann man ausmerzen – allerdings gegen den Widerstand des Unterbewusstseins, das diese Sätze verinnerlicht hat und immer aufs Neue Beweise dafür sammelt. „Unsere Erwartungen werden immer bestätigt. Aber ich kann mich jeden Tag neu entscheiden, welche Gedanken und Überzeugungen ich leben will: Sag etwas lange genug, oft genug, intensiv genug und mit genügend Überzeugungskraft und irgendwann glaubst du es. So funktioniert Programmierung und das kann man für sich nutzen!“, rät Gabriele Wimmler.

Buchtipps

The Work – Vier Fragen, die das Leben verändern

Mit „The Work“ hat Byron Katie eine einfache Methode entwickelt, die eigenen Gedanken und Glaubenssätze zu überprüfen und zu hinterfragen:

  1. Identifizieren eines Gedankens, der Ursache für ein leidvolles Gefühl ist.
  2. Hinterfragen dieser Überzeugung anhand von vier Fragen:
    Ist das wahr?
    Kannst du mit Sicherheit sagen, dass es wahr ist?
    Wie reagierst du, was passiert, wenn du den Gedanken glaubst?
    Wer wärst du ohne den Gedanken? Welche Umkehrung gibt es für diesen Satz?
  3. Nachspüren und Erforschen, wie die Umkehrungen der ursprünglichen Überzeugung auch wahr sein könnten.

Exkurs: Wie veränderbar ist der Mensch?

Der renommierte Hirnforscher Gerhard Roth geht der Frage nach, wie unsere Persönlichkeit im Gehirn entsteht, wie sie bewusst und insbesondere unbewusst unsere Entscheidungen und unser Handeln lenkt. Eines steht für ihn fest: Es ist schwer, sich nachhaltig zu ändern, aber in gewissen Teilen machbar. Bei Verhaltensänderungen und Entscheidungen haben die unbewussten Anteile unserer Persönlichkeit jedenfalls das erste und das letzte Wort, Verstand und Vernunft sind nur Berater.

Irgendwann ist es auch genug!

Noch nie war die Gesellschaft so durchgecoacht und psychologisiert wie heute, schreibt Constanze Klein. Dass man es mit der Selbstoptimierung auch einmal gut sein lassen darf und wie man aus dem „Optimierungs-Hamsterrad“ auch wieder rauskommt, beschreibt sie unterhaltsam und praxisnah. Denn: Vertrau auf dich selbst – echt ist besser als perfekt!

„Mut wird immer belohnt“

Lisa Schnedl bietet in ihrer Agentur Jobwechsel. Akademie Einzelcoachings zur beruflichen Neuorientierung an und begleitet Menschen, die eine sinnstiftende Arbeit suchen, sich beruflich verändern bzw. neuorientieren oder den Sprung in die Selbstständigkeit wagen wollen. Im Interview gibt sie Tipps für den Weg zur wahren Berufung.

Lisa Schnedl

Wann ist es an der Zeit, sich über eine Veränderung Gedanken zu machen?

Ein Anzeichen ist immer die innere Stimme. Anfangs flüstert sie noch, man beginnt, Sachen zu hinterfragen. „Passt das zu mir? Macht das Sinn?“. Man bekommt zunehmend das Gefühl, dass man nicht wirklich etwas bewirken kann. Dies sind Zeichen dafür, dass man die Beziehung zur Arbeit verliert. Es beginnt mit einer kleinen, inneren leisen Stimme, die immer lauter wird, wenn man sie ignoriert, und sich nicht um andere, neue Rahmenbedingungen kümmert. Dabei muss es nicht immer eine Kündigung, ein anderes Unternehmen oder ein anderes Land sein. Es können auch kleine Schritte sein, vielleicht ist der Wechsel in eine andere Abteilung schon die Lösung. Das setzt aber voraus, dass ich mich mit dem Thema und meiner inneren Stimme beschäftige: Warum habe ich den Impuls, dieses Gespür, mich verändern zu wollen? Wenn ich mich damit nicht auseinandersetze, wechsle ich vielleicht den Job, doch es dauert nicht lange, bis ich mich wieder in den gleichen Rahmenbedingungen finde wie in der Firma davor.

Wie findet man heraus, was die eigentliche Berufung/der Traumjob ist?

Im ersten Schritt muss ich wissen, wer ich bin, was ich kann, was ich will und welchen Beitrag ich leisten will. Das sind die vier Kernfragen, mit denen ich arbeite. So erarbeitet man eine Entscheidungsgrundlage, einen Kompass für die nächsten Schritte. Der wichtigste Faktor sind in meinen Augen die Werte: Was ist mir wichtig? Passen die Werte zu dem Unternehmen, in dem ich arbeite? Es können sich meine Werte auch mit der Zeit verändern, dann kann es auch zu einem Unstimmigkeitsgefühl kommen. Wenn ich mir meiner Werte bewusst bin, kann ich die Rahmenbedingungen so setzen, dass ich diese Werte auch leben kann.

Meine Berufung ist dort zu finden, wo meine Talente auf die Bedürfnisse der Welt treffen, hat schon Aristoteles gesagt. Meine wahren Stärken liegen in dem, was ich gut kann und gern mache. Das ist der Unterschied zu gelernten Stärken: Wenn ich einen Job jahrelang mache, egal, ob ich ihn gern mache oder nicht, werde ich irgendwann gut darin sein. Aber es macht keinen Sinn, dies als wahre Stärke zu deklarieren.

Wie finde ich heraus, wo meine angeborenen Stärken liegen?

Mit Hilfe von Kreativarbeit, kann man zum Beispiel eruieren, was man früher, in der Kindheit schon gern gemacht hat. Oder einfach die Eltern fragen, was man schon als Kind werden wollte. Das sollte man ernst nehmen und im Erwachsenenalter hinschauen, was davon noch da ist.

Es sind auch meist die Dinge, die einem leicht von der Hand gehen. Mein Tipp: Freunde oder Bekannte fragen: ‚Was sind meine Stärken in deinen Augen?‘ und daraus ein Ranking machen. So erhält man eine Stärken-Tabelle, kann clustern, was zusammenpasst und visuell darstellen.

Oft erlaubt man es sich selbst nicht, etwas als Stärke oder Erfolg wahrzunehmen, das leicht geht. Erfolg ist im Kopf immer verbunden mit Anstrengung.

Welche ersten Schritte muss man setzen, um in ein glückliches neues Leben zu starten?

Man muss zwischen zwei Wegen entscheiden: Ich kann mich wieder in ein Angestelltenverhältnis begeben oder in die Selbstständigkeit springen. Egal, für welchen Weg man sich schließlich entscheidet, sollte man im ersten Schritt das neue Umfeld testen, indem man beispielsweise ein Praktikum macht, Netzwerken beitritt und dort Erfahrungen anderer sammelt. So bekommt man ein Gespür für eine Tätigkeit. Vielleicht erkennt man auch, dass gar nicht so viel verändert werden muss. Wer seine innere Stimme zu lange ignoriert hat, neigt nämlich gerne zu sehr extremen Veränderungen.

Wenn ich nun also weiß, wer ich bin, was ich kann, was ich will und welchen Beitrag ich leisten will und das Umfeld erprobt habe, kann ich mich an die Jobbörsen wenden und gezielt suchen. Dadurch bin ich klarer in der Suche und erspare mir viele leere Kilometer. Auch im Bewerbungsgespräch bin ich viel sicherer, wenn ich weiß, wer ich bin. Ich bin selbstsicherer, wenn ich meine Werte kenne.

Was sind Hürden und Hemmnisse am Weg zur erfolgreichen Veränderung?

Die Existenzangst spielt eine sehr große Rolle, vor allem beim Sprung in die Selbstständigkeit ebenso wie die Bereitschaft, Abstriche zu machen. Hier hilft, alles genau durchzurechnen, das Thema nicht totzuschweigen, sondern auch im System, z.B. in der Familie, anzusprechen.

Auch fehlender Selbstwert ist oft ein Hemmschuh: Kann ich das schaffen? Mein Tipp: eine Komplimenteliste erstellen, die Achtsamkeit darauf stärken, welche Komplimente ich den ganzen Tag über bekomme. Diese immer wieder durchzulesen und zu verinnerlichen, gibt Kraft und Selbstvertrauen. Ein Blick auf meine Erfolgsressourcen hilft ebenfalls: Was habe ich schon alles geschafft? Das Wichtigste jedoch ist: In die Aktion kommen! Mein Credo ist: Mut wird immer belohnt und eine berufliche Neuorientierung ist immer eine Chance.