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Coole Drinks für warme Tage

Text: Natalie Zettl

Fotos: Adobe Stock Photos

Gerade in diesem Jahr verbringen wir viel Zeit zu Hause; auf dem Balkon, der Terrasse oder dem Garten. Zu diesen gemütlichen Tagen daheim gehört im Sommer ein kühler Drink – auch gerne „tagestauglich“ ohne Alkohol. Mit unseren Tipps gelingt die selbstgemachte Limonade immer!

Limonaden selbst machen – das klingt nach einer kulinarischen Herausforderung, ist aber eigentlich gar nicht so schwer, wenn man ein paar Regeln befolgt.

Die SSW-Regel

Jede Limonade braucht sowohl Süße als auch Säure – und natürlich Wasser. Das perfekte Zusammenspiel entsteht durch die Mischung von Saft für die Säure, Sirup für die Süße und (Sprudel-)Wasser. Bei den Säften handelt es sich meist um solche aus Zitrusfrüchten, also beispielsweise Orangen, Zitronen oder Limetten. Die Sirupe können beliebig variiert werden. Aufgrund der Saft-Sirup-Wasser-Mischung sprechen Experten von der SSW-Formel. Natürlich kann diese Grundformel durch die Verwendung verschiedenster Aromen erweitert werden. Und gerade im Sommer, wenn es draußen heiß ist, bietet es sich an, die fertige Limonade „on the rocks“, also mit Eiswürfeln, zu servieren.

Säfte – frisch oder fertig?

Idealerweise werden die Säfte, die man für Limonaden verwendet, frisch gepresst – man schmeckt den Unterschied. Dazu muss man sagen, dass das Auspressen von Zitrusfrüchten recht simpel ist: Am leichtesten geht es mit einer haushaltsüblichen Presse, aber es geht sogar mit einem Tuch: Man reibt die Frucht auf ein feines Mulltuch und presst den Saft durch Zusammendrehen des Tuches.

Sirup

Während beim Saft die Frische eine große Rolle spielt, können in Sachen Sirup guten Gewissens auch Fertigprodukte verwendet werden. Allerdings kann es durchaus Spaß machen, selbst Sirup herzustellen: Grundregel dafür ist die gleiche Menge Wasser und Zucker plus ein beliebiges Aroma. Die Zutaten werden fünf Minuten lang aufgekocht und müssen dann 20 Minuten ziehen.

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Ein Wort zum Eiswürfel

Möchte man Eiswürfel zur Limonade geben, sollte man darauf achten, dass diese das Getränk nicht verwässern. Das gelingt besser, wenn viele Eiswürfel verwendet werden – was klingt wie ein Paradoxon ist eigentlich ganz logisch: Viele Eiswürfel zusammen schmelzen nicht so schnell und halten kalt, ohne durch Verwässern den Geschmack der Limonade zu beeinträchtigen. Einzelne Eiswürfel dagegen schmelzen gerade in der Sonne recht zügig. Übrigens: Wenn Sie Crushed Ice verwenden möchten wie ein Bar-Profi, können Sie dies an vielen Tankstellen günstig kaufen.

Aufbewahrung

Ideal an selbstgemachten Limonaden ist, dass man sie durchaus einige Zeit aufbewahren kann. Tipp: die Flaschen vorher sterilisieren. Das geht so: Saubere Verschlussflaschen werden mit kochendem Wasser gründlich ausgespült, bevor sie verwendet werden. Beim Abfüllen der Limonaden sollten Sie darauf achten, die Behältnisse bis zu Rand zu füllen und gründlich zu verschließen. So sind die Drinks im Kühlschrank mindestens eine Woche lang haltbar. 

Unsere Lieblings-Rezepte:

Maracuja-Vanille-Limonade
Zutaten für 2 Liter:
250 ml Maracujasirup
150 ml Vanillesirup
400 ml Limettensaft
200 ml Orangensaft
1 l Sprudelwasser
Zubereitung:
Sirup mit Säften mischen, danach Wasser zugeben. An warmen Tagen gerne auf Eis servieren.
Variante als alkoholischer Longdrink:
Zusätzlich 4 cl Rum beimischen.

Rharbarber-Limonade
Zutaten für 2 Liter:
400 ml Rhabarbersirup
260 ml Zitronensaft
1,4 l Sprudelwasser
Zubereitung:
Rhabarbersirup und Zitronensaft mischen. Im Verhältnis 1:2 mit Wasser mischen, eiskalt servieren.

Wassermelonen-Gurken-Limonade
Zutaten für 2 Liter:
130 ml Vanillesirup
350 ml Melonensaft
300 ml Gurkensaft
220 ml Limettensaft
1 l Sprudelwasser
Zubereitung:
Vanillesirup mit den Säften mischen, gut verschütteln. Mit der gleichen Menge an Sprudelwasser aufgießen, auf Eis servieren.
Variante als alkoholischer Longdrink:
Fertiges Getränk nach Geschmack mit Gin versetzen.