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Sex oder Liebe?


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. Je mehr wir über Sexualität zu wissen glauben, umso befangener wird unsere Gesellschaft, umso größer die Verunsicherung – unter anderem darüber, was denn „normal“ sei …

Normale, gesunde, glückliche Menschen haben ständig Sex. Der eine vielleicht ein bisschen öfter als der andere, der dafür ein wenig ausgefallener, und sowieso und überhaupt ist jeder offen für neue Erfahrungen. Könnte man meinen. Wobei Singles davon ausgehen, dass Paare ein sehr zufriedenstellendes Sexualleben führen. Menschen, die sich in einer Beziehung befinden, dagegen vermuten, dass Singles unter dem Strich mehr Sex haben. Die Wahrheit dürfte in jedem Fall anders aussehen als gedacht. Wobei das Thema heikel ist und die Angaben aus diversen Umfragen und Studien nur schwer verifiziert werden können. Bei aller Offenheit, mit der heute das Thema Sexualität behandelt wird, gibt kaum jemand gern Konkretes preis. Egal, ob es sich um die Häufigkeit, die Intensität oder um die persönlichen Vorlieben handelt. Man möchte der „Norm“ entsprechen. Dabei gibt es kaum ein Thema, bei dem „normal“ so schwer zu definieren ist.

Thomas Radauer, Klinischer Psychologe, Psychotherapeut und Psychoanalytiker bringt es auf den Punkt: „Vieles ist normal!“ Als Berater und Therapeut der Sexualberatungsstelle Salzburg kennt er das Problem: „Die meisten Menschen haben die Vorstellung, es sei normal, immer Sex zu haben. Das wird in der Werbung ja auch so dargestellt. In Wirklichkeit gibt es wenige Leute, die ständig Sex haben wollen. Und damit haben sie dann ein Problem.“ Dass die Menschen nicht mehr damit umgehen können, auch einmal keine Lust auf Sex zu haben, und denken, sie seien nicht normal, wenn sie nicht ununterbrochen Lust auf Sex haben. „Es gibt keine Norm. Die Norm ist, dass es Verschiedenstes gibt. Wenn ich mich in einer schwierigen Situation befinde, ist es „normal“, auch einmal keine Lust auf Sex zu verspüren.“

Von wissenschaftlicher Seite betrachtet, wisse man, dass in Beziehungen, die länger als sieben Jahre laufen, sich die Häufigkeit, Sex zu haben, auf in etwa einmal pro Woche reduziere. „Interessant dabei ist, dass die sexuelle Aktivität anfangs deutlich höher ist, dann zirka sieben Jahre lang kontinuierlich sinkt, danach aber stagniert. Dabei ist es vollkommen egal, wie alt das Paar ist, wenn es zusammen kommt.“

Die Sache mit der Lust

Generelle Lustlosigkeit ist neben funktionellen Störungen, wie Erektionsproblemen, Vaginismus (Krämpfe oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr), Potenz- und Orgasmusschwierigkeiten, einer der häufigsten Gründe, warum Menschen die Sexualberatungsstelle Salzburg aufsuchen. Sowohl Paare, Betroffene aber auch Partner, wenden sich an Thomas Radauer und seine Kollegen: „Das Thema der Lust, nämlich in der Hauptform der Lustlosigkeit, fällt uns mittlerweile zunehmend auf. Und zwar kommen genauso Männer wie Frauen, Singles wie Personen, die in einer Beziehung sind, mit diesem Thema auf uns zu. Früher war es ja gerade für Männer ein Tabu, ihre Lustlosigkeit zu empfinden.“

Ein Thema, das auch der Salzburger Sexualtherapeutin Andrea Hammerer durchaus bekannt ist: „Es kommen viele Paare wegen Lustlosigkeit zu mir in meine Praxis; sehr viele junge, aber auch ältere Paare, die einfach keine Lust mehr auf Sex haben. Viele sind verunsichert durch die Medien. Wie oft sollte man denn Sex haben? Und: Wenn man keinen oder sehr wenig Sex hat, hat dann die Partnerschaft überhaupt noch Sinn? „Es kommen Leute, die jahrelang keinen Sex haben und dann die Beziehung in Frage stellen.“

Dazu kommt, dass sich das Bild, das gerade junge, unerfahrene Menschen von der Sexualität haben, sehr verändert hat. In sämtlichen Medien, allen voran dem Internet, wird ein gewisses Bild der Sexualität vermittelt, Pornos sind heute für jedermann – ohne sich dafür schämen zu müssen – leicht zugänglich. Und zeigen ein Bild von Sex und „Beziehungen“, das der Wahrheit in absolut keinster Weise entspricht. „Junge Männer, aber genauso Frauen, schauen sich Pornos an und entwickeln damit ein Bild von Beziehungen, dass Männer und Frauen permanent in den akrobatischsten Stellungen verkehren. Dass es dabei um Beziehung oder um Liebe gehen könnte, ist dann für manche schwer zugänglich“, weiß Thomas Radauer.

Guter Sex oder gute Beziehung?

Die Prioritäten in einer Beziehung sind sehr verschieden, oftmals spielt Sex selbst in einer guten Partnerschaft nur eine kleine Rolle. Oder vielleicht gerade in einer guten Partnerschaft? Die Sexualtherapeutin Andrea Hammerer bringt eine gewagte These zum Ausdruck: „Je besser eine Beziehung ist, also, auf je mehr Säulen eine Partnerschaft aufgebaut ist – das können gemeinsame Kinder sein, ein gemeinsames Unternehmen, aber auch gemeinsame Schulden – je mehr Bindung es also gibt, je mehr Freundschaft, vor allem je mehr Gespräche, umso geringer ist die sexuelle Spannung.“ Paare, die sehr viel streiten, benutzen Sex oft als Bindemittel. Und Paare, bei denen alles gut laufe, die über alles reden können, kuscheln wie die Weltmeister – bei denen werde die sexuelle Spannung immer geringer. „Man kriegt nicht alles unter einen Hut. Es ist fast ein Ausschließungsgrund: Eine gute Beziehung UND guter Sex, das gibt es vielleicht am Beginn einer Beziehung, ist aber auf Dauer sehr schwer zu halten. Und daran zerbrechen auch viele Beziehungen!“ Je besser eine Beziehung sei, desto weiter sinke die Gefährlichkeit, die Grenzüberschreitung, die guter Sex einfach brauche. „Das heißt, dass ich meinen Partner immer wieder mal herausfordere und nicht immer nur Kuschelsex habe. Nicht umsonst boomen Swinger-Clubs und diverse Internet Foren, wie Joy-Club oder C-Dating! Wir wollen allerdings auch Ruhe in der Beziehung. Sex ist aber nicht Ruhe in der Beziehung. Sexualität bedeutet, immer wieder einen neuen Level zu erreichen. Damit riskiere ich die Gemütlichkeit und meine Komfortzone in der Beziehung!“

Risiko für guten Sex

Für guten Sex innerhalb einer Beziehung lohnt es sich durchaus, auch einmal ein Risiko einzugehen, indem man gemeinsam Neues ausprobiert, die Vertrautheit aufs Spiel setzt und über die Dinge des Alltags hinweg sieht. „Wenn Paare meinen, sie haben so wenig Lust auf Sex und es sei alles so aufwändig, antworte ich ihnen – im Durchschnitt dauert ein Koitus sieben Minuten.“ Es funktioniere auch nicht, im Vorfeld darüber nachzudenken, ob man (oder frau) denn gerade Lust habe. Die Lust kommt beim Tun! Und wenn es nur ein Quickie ist! Außerdem: Je mehr Sex man hat, desto größer wird auch die Lust. „Wenn ich es tue, empfinde ich mich plötzlich wieder als sexuelles Wesen, und allein die Erinnerung ans letzte Mal wird meine Lust erneut entfachen“, ist Hammerer überzeugt.

Die sei im übrigen auch der Grund, warum Männer, die eine Affäre haben, oftmals auch im ehelichen Bett zunehmend Sex suchen: „Wenn er sich daran erinnert, was er in der Mittagspause mit seiner Geliebten getan hat, hat er am Abend Lust, mit seiner Frau zu schlafen!“ Die erregenden Erlebnisse steigern die Libido immer weiter.

„Wir sind immer schon eine polygame Gesellschaft gewesen. Und so katholisch können wir gar nicht erzogen werden, dass wir nicht instinktiv – auch als Frauen – versuchen, den Genpool zu erweitern. Also durchaus die Augen offen halten nach einem weiteren Alfamännchen, das uns vielleicht noch bessere Nachkommen bescheren könnte“, sagt Hammerer, „wir sind nicht sexuell monogam, aber wir sind gesellschaftlich monogam geworden. Wegen der Sicherheit. Liebe braucht Sicherheit. Sex nicht. Insofern muss man Liebe und Sex trennen. Das ist die Schizophrenie der Liebe.“

Doris Thallinger


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