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Pimp up your home

Neuer Pep in den eigenen vier Wänden gefällig? Dafür muss es nicht gleich die große Generalsanierung sein. Mit ein paar kleinen Veränderungen lassen sich schon große Aha-Effekte erzielen. Wir zeigen wie.
Ein Artikel von Kathrin Thoma-Bregar

Sommer, Sonne, Licht, da schreit auch die Wohnung nach einem neuen Look und dafür braucht es gar nicht viel, weiß Silke Blumhoff aus Bad Reichenhall. Sie ist Künstlerin und arbeitet auch als Inneneinrichterin. „Mit Blumen lässt sich die Natur in die Wohnung holen. Sie sind ein wunderschöner Blickfang und Blüten oder Blätter eine tolle Vorlage für Schablonen, mit denen sich dann alles Mögliche verschönern lässt: Schachteln, Kissenhüllen, Tischdecken oder Tischsets.“

Fotos: Kathrin Thoma-Bregar

Fotos: Kathrin Thoma-Bregar

Silke Blumhoff verwendet dafür Stoffmalfarben, die sehr haltbar sind und die man bis zu 60 Grad heiß waschen kann. „Ich mag am liebsten alte Leinenstoffe. Es gibt immer Leute, die so etwas noch auf dem Dachboden haben, oder man schaut auf Flohmärkten oder beim Trödler.“
Auch Möbelstücke und Scheiben sind mit Motiven oder Sprüchen versehen gleich ein Schmuckstück. „Relikte aus der Vergangenheit, alte Briefe, Postkarten oder Anzeigen eignen sich sehr gut. Wenn mir einElement darin besonders gefällt, übertrage ich es auf eine Schranktür oder eine Glasscheibe. Hierfür gibt es spezielle Farben und Stifte. Bei Scheiben kann man sich die Vorlage einfach aufkleben und muss nur abschreiben. Allerdings sollte man vorher überlegen, ob der Spruch von innen oder von außen lesbar sein soll“, sagt Silke Blumhoff.

Fotos:  fischer-cg.de;  Springfield Gallery; Photographee.eu – stock.adobe.com, Kathrin Thoma-Bregar

Auf einen Tapetenwechsel
Für einen großen Veränderungseffekt sorgt neue Wandfarbe. Generell gilt: Große Räume mit viel Tageslicht lassen alles zu, da darf die Farbe intensiv und kräftig ausfallen, blau, rot, grün, je nach Geschmack. In eher dunkleren Räumen empfehlen sich Pastelltöne, Grauabstufungen sind ebenfalls nach wie vor beliebt. „Allerdings betone ich manchmal kleine, enge Flure oder Bäder ganz bewusst mit dunkler Farbe, gerne in Schwarztönen. Einen spannenden Kontrast setzen dazu dann beispielsweise türkise Handtücher und Läufer“, sagt Silke Blumhoff, die es derzeit selbst gerne am liebsten weiß hat und sich Farbtupfer mit Accessoires in die Wohnung holt. Dabei ist Weiß nicht gleich Weiß, es gibt auch hier verschiedene Töne. „Hochweiß kann schwierig sein, weil es eher Kühle und eine klinische Atmosphäre verbreitet, im Arbeitszimmer finde ich das aber sehr ansprechend.“ Groß im Trend sind derzeit Fototapeten, häufig mit historischen Motiven oder Landschaften, die nicht nur im Schlafzimmer über dem Bett viel hermachen. Silke Blumhoff: „Tapeten sind überhaupt was ganz Tolles, es gibt unglaublich schöne Muster. Oft reicht es schon, eine Wand damit hervorzuheben. Tapeziert man den ganzen Raum, besteht die Gefahr, sich schnell daran sattzusehen oder erschlagen zu fühlen. Es sei denn, man wählt ein dezentes Muster.“

Foto: Silke Blumhoff

Foto: Silke Blumhoff

In Szene gesetzt
Schalen, Vasen, Rahmen – auf Flohmärkten findet Silke Blumhoff jede Menge Krimskrams zum Dekorieren. Oft ist allerdings weniger mehr. Wer mit Lampe, Leuchte, Blume und Gefäß die Fensterbank schmückt, läuft Gefahr, sie schnell zu überfrachten. Sie rät, sich auf den liebsten Gegenstand zu konzentrieren und ihm dezente Begleiter zur Seite zu stellen. Oder gleich richtig zu klotzen, etwa mit Kerzenhaltern. Die arrangiert die Inneneinrichterin gerne zuhauf auf einem Tablett oder Beistelltisch und zwar in verschiedenen Größen, aber immer in ähnlichem Stil, das wirkt unkompliziert. Je nach Jahreszeit oder Anlass können sie schnell ausgetauscht werden. So bekommt jeder Raum in Minutenschnelle einen neuen, gemütlichen Look. Etwas zeitaufwendiger ist das Umstellen von Möbeln, Silke Blumhoff liebt es trotzdem, „zum Leidwesen der anderen, weil es dauern kann, bis jedes Stück wieder eine optimale Position gefunden hat. Aber dann fühlt es sich an, als wäre alles neu.“

Fotos: Kathrin Thoma-Bregar, Silke Blumhoff
Foto: Kathrin Thoma-Bregar

Foto: Kathrin Thoma-Bregar

Shabby-Look selbstgemacht

Fensterläden, Türen, Tischen oder Kommoden kann man ganz leicht selbst ein Shabby-Aussehen verpassen. Zuerst das Holz anschleifen und den Staub sorgfältig mit einem feuchten Tuch entfernen. Farbe umrühren, damit sich die Pigmente gleichmäßig verteilen. Am besten eignet sich Kreidefarbe, etwa Chalky Finish Kreidefarbe von Rayer, erhältlich in 28 Farbtönen. Sie ist ultramatt, samtweich, sehr deckend, lösungsmittelfrei und haftet auf fast allen Oberflächen, auch auf Glas. Alles mit einem Borstenpinsel streichen, gut trocknen lassen und anschließend mit nicht zu grobem Schleifpapier (120er oder 180er) die Oberfläche, Ecken und Kanten abschleifen. Vorsichtig arbeiten, was zu viel abgeschliffen wurde, kann man nicht ausbessern, dann muss der ganze Vorgang wiederholt werden. Man kann mit einem Farbton oder mehreren arbeiten. Schön schauen Pastelltöne kombiniert mit Weiß aus. Die Schichten werden nacheinander aufgetragen. Jede Schicht gut trocknen lassen. Abschließend die Oberfläche mit Cremewachs versiegeln. Kommt das Möbelstück im Freien zum Einsatz, nimmt man Klarlack für die Oberflächenversiegelung.

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