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Naturtempel Jurte als Frauenzentrum

Text: Astrid Schraffl

Fotos: Franziska Deubl

Gemeinnützige Crowdfunding-Plattform wirtunwas.JETZT unterstützt außergewöhnliches Jurten-Projekt in Salzburg.

Ein Gefühl von Geborgenheit getragen von der Rundheit des Raumes, eine lebendige Atmosphäre, die einen spüren lässt, im tiefen Austausch mit etwas Größerem zu sein: „Als ich 2018 das erste Mal in einer handgemachten hölzernen Jurte stand, verliebte ich mich sofort in den Raum, seine Ästhetik und seine Stille, die von seiner Rundheit ausgeht“, erzählt die in Salzburg lebende Künstlerin und Prozessbegleiterin Katharina Frieda Meier. Für sie war es ein eindrucksvolles Erlebnis, das sie nicht mehr losließ. Bis zum Sommer 2020, in dem sich unerwartet eine Vision in ihr entwickelte und kurz darauf klare Formen annahm: Einen Ort in der Natur schaffen, der ganz dem Frau-Sein in all seinen Facetten gewidmet ist und wo sich Menschen jeden Alters austauschen, vernetzen und nähren können. Was bietet sich dafür besser an als eine Jurte?

„Der kreisrunde Raum versinnbildlicht für mich Geborgenheit, Einfachheit und Naturverbundenheit. Er ist für mich daher der perfekte Ort für Seminare, Workshops und Veranstaltungen rund um das Thema Weiblichkeit, das stark von Zyklen geprägt ist. Ich möchte Frauen dabei unterstützen, in ihre Kraft zu kommen und sich ihren verschiedenen Qualitäten zu widmen. Es darf auch ein Ort der Gemeinschaft und des Mensch-Seins jenseits von Geschlechterrollen sein“, erklärt Katharina Frieda Meier.

Optimale Verknüpfung

In Jonatan Verhelst, Jurtenbauer und All-Round-Talent aus dem Mühlviertel, findet Meier im Winter 2020 einen perfekten Kooperationspartner. Er übernimmt die diffizile Planung und die gekonnte Tischlerarbeit der Jurte und schafft damit den physischen Rahmen für Meiers „Herzensprojekt“. Bei der Vorstellung der Jurten-Idee im Rahmen einer Veranstaltung meldet sich ein Salzburger bei der Künstlerin. Er bietet ihr ohne zu zögern an, das Frauenzentrum in seinem vereinsinternen Permakultur-Garten gestalten zu dürfen. „Es hat sich alles einfach gefügt“, sagt Katharina Frieda Meier.

Gemeinsam mit Franziska Deubl, Co-Createurin der ersten Stunde, gründet sie den gemeinnützigen Kunst- und Kulturverein „Leuchtende Kreise. Verein zur Förderung achtsamer Räume und liebevoller Netzwerke“. Als Verein wollen sie das Projekt umsetzen. „Da wir für das Projekt finanzielle Unterstützung benötigen, entschließen wir uns Ende 2020 für ein Crowdfunding. Und auch hier fügt sich bald alles gut zusammen. Bereits im März dieses Jahres machen wir Bekanntschaft mit Roland Pichler und Roland Orthner von wirtunwas.JETZT. Wir verstehen uns auf Anhieb. Auch die beiden gehen mit ihrem Projekt neue Wege und freuen sich, mit meinem Verein und diesem Projekt ihre neue Crowdfunding-Plattform zu starten.“

Unterstützung gefragt

Über wirtunwas.JETZT können sich interessierte Unterstützter*innen sowohl mit Geldbeträgen als auch mit Sach- und Zeitbeiträgen beim Jurten-Projekt von Katharina Frieda Meier einbringen. Für die Umsetzung ihres Projektes benötigt die junge Macherin rund 45.000 Euro. Darin inbegriffen sind die Planung, die Herstellung, das Material und der Aufbau der Jurte mit einem Durchmesser von 6,2 Metern und einem Gesamtraum von 30 Quadratmetern sowie die Material- und Arbeitskosten für die Erstellung der Unterkonstruktion samt Veranda. Die Fertigstellung des Projektes ist für Frühjahr 2022 geplant.

„Uns war es wichtig, eine Crowdfunding Plattform zu schaffen, bei der man sich auch aktiv in Projekte einbringen kann. Frei nach unserem Motto „Zusammen sind wir stark! Gemeinsam bewegen wir die Welt!“ werden neben finanziellen Mitteln genauso Handwerker, geschickte Laien und hilfsbereite Menschen gesucht, die gerne anpacken und bei der Realisierung eines besonderen Projektes mitwirken möchten. Möglich ist natürlich auch, das Projekt mit benötigten Materialien und Gegenständen zu unterstützen. Mit wirtunwas.JETZT kann jeder seinen ganz individuellen Beitrag leisten“, so die Plattformgründer Roland Orthner und Roland Pichler.

Wie Sie das Jurten-Projekt am Heuberg aktuell unterstützen können, erfahren Sie unter

Über Katharina Frieda Meier und Franziska Deubl (Verein Leuchtende Kreise)

Katharina Frieda Meier, Kulturanthropologin und Absolventin des Studiums für Musik- und Tanzpädagogik an der Universität Mozarteum, ist als Künstlerin mit Schwerpunkt auf Performance (Kollektiv Diva) sowie als Kunst- und Kulturmanagerin tätig. Als Prozessbegleiterin und Energetikerin hält sie für Menschen bei individuellen Prozessen den Raum durch ihre zentrierte, liebevolle Präsenz und konkrete Werkzeuge aus den Bereichen Meditation, Coaching und Visualisierung. Mit der „Ganzheitlichen Frauenheilmassage“ hat sie sich ein weiteres Heil-Handwerk angeeignet. Körperarbeit, Spiritualität und Gemeinschaftsbildung spielen eine wichtige Rolle in ihrer Arbeit. Ein zentrales Thema für sie ist seit mehreren Jahren „Weiblichkeit“ sowie die Frage, wie „männlich“ und „weiblich“ als Energien und Prinzipien sich langfristig friedvoll im „menschlich“ vereinen können.

Franziska Deubl verbindet in ihrem Schaffen technisches Können und energetischen Feinsinn. Die gelernte Glaserin arbeitet selbstständig als Technische Zeichnerin, Energetikerin und Lebens- und Sozialberaterin in Salzburg. Sie beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den Themenbereichen „Heilige Geometrie“ und war durch ihre vielen Reisen auf allen Kontinenten dieser Erde Zeugin der ungeheuren kulturellen Vielfalt sowie der existentiellen Gemeinsamkeiten, die uns als Menschen verbindet.

Über wirtunwas.JETZT

wirtunwas.JETZT geht neue Wege im Crowdfunding: Es ist die erste Plattform, die ausschließlich auf Gemeinnützigkeit basiert. Auf wirtunwas.JETZT ist für jeden etwas dabei, denn neben Geldbeträgen ist es ebenso möglich, sich mit Sach- oder/und Zeitbeiträgen aktiv in Projekte einzubringen oder diese zu unterstützen. Das Gründerteam besteht aus Roland Orthner und Roland Pichler, die langjährige Erfahrungen in den Bereichen Unternehmensberatung, Finanz und Finanzierung sowie Recht und Mediation einbringen.