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Kultur im Tennengau

Ein Artikel von Christian Heugl

Der Sommer neigt sich seinem Ende zu und damit ist auch die Zeit der Hochkultur auf der Pernerinsel schon wieder Geschichte. „Liliom“ von Ferenc Molnár und die „Sommergäste“ von Maxim Gorki wurden heuer im zumeist ausverkauften Haus aufgeführt. Es scheint so, als ob die Festspiele endgültig ihren festen Platz im alten Salinengebäude in Hallein gefunden haben. Vor 30 Jahren herrschte nach dem Aus der Salzproduktion noch Katerstimmung, wenig später brachte der visionäre Festspiel-intendant Gerard Mortier die verwaiste Salinenanlage als neue Spielstätte für die Salzburger Festspiele ins Gespräch. Im Jahr 1992 startete die Halleiner Festspielserie mit den antiken Dramen „Medea“, „Die Troerinnen“ und „Elektra“ und damit gelang auch den Festspielen eine längst überfällige Profilkorrektur. Ein neues Publikum wurde gewonnen, das auf der Pernerinsel zwar selten mit leichter Kost, dafür aber mit spannenden Inszenierungen versorgt wird. Der Tennengauer Kultursommer beschränkt sich aber nicht nur auf die Halleiner Pernerinsel, viel mehr wurden im ganzen Bezirk wieder großartige Attraktionen geboten. In Abtenau etwa erfreuen seit Jahren die anspruchsvollen Inszenierungen von Veronika Pernthaner-Maeke das Publikum. Rund um den stimmungsvollen Arlerhof sorgte in diesem Jahr das aufwühlende Stück „‘s Nullerl“ gleichermaßen für Betroffenheit und Begeisterung. G´scheites Bauerntheater vom Feinsten! Im stimmungsvollen Burghof in Golling verwöhnen die „Kleinen Festspiele“ auf ganz andere Art seit Jahren ihr treues Publikum. Und was kommt nach dem ereignisreichen Tennengauer Kultursommer? Es herbstelt schon ein wenig … Ja richtig, es bauernherbstelt! Tauchen Sie ein in den bunten Tennengauer Veranstaltungsreigen!

Auf dem Foto sehen Sie das Freilichttheater beim Abtenauer Heimatmuseum Arlerhof.

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