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Kultobjekte und Kulturgüter


Zwei Männer, 168 Traktoren, 800.000 Dokumente. Helmut Kröpfel und Karl Prillinger ist es gelungen, mit ihren jeweiligen Sammlungen ein großes Stück österreichischer Geschichte und Kultur zu dokumentieren. Ein Teil dieser Schätze ist nun in einer noch die da gewesenen Ausstellung im Salzburger Land zu bewundern.
Ein Artikel von Doris Thallinger
Helmut Kröpfel demonstriert, wie ein Glühkopfmotor gestartet wird.

Helmut Kröpfel demonstriert, wie ein Glühkopfmotor gestartet wird.

Helmut Kröpfel (81) und Karl Prillinger (80) verbindet so einiges. Von jungen Jahren an hatten sie beruflich mit Landwirtschaft und Landwirtschaftstechnik zu tun. Der eine, Helmut Kröpfel, übernahm 1965 den elterlichen Landmaschinenhandelsbetrieb in Attnang-Puchheim, der andere, Karl Prillinger, führte den Familienbetrieb im Bereich des Ersatzteilgroßhandels für Landmaschinen zum Erfolg.
_MG_9328Sie beide leben eine glühende Leidenschaft für Oldtimer-Traktoren und die imposante technische Entwicklung der Landwirtschaftstechnik, von ihren Beginnen über die großen revolutionären Fortschritte bis zum Hightech-Traktor. „300 Jahre Landtechnik“ titelt Karl Prillinger sein Agrarhistorisches Archiv in Wels. Dieses umfasst immerhin mehr als 800.000 Dokumente und Zeugnisse aus drei Jahrhunderten, Prospekte, Preislisten, Ersatzteillisten, Typenlisten, Firmengeschichten, Produkt- und Modellbeschreibungen, Fotos, u.v.m. Für diese – wohl größte bekannte – Sammlung Mitteleuropas zum Thema Landtechnik hat Prillinger 2015 den Professor-Titel verliehen bekommen. Angefangen hat die Sammelleidenschaft bei ihm eher zufällig. Über viele Jahre hatte man im Unternehmen Material, Unterlagen, Prospekte und vieles mehr zum Zwecke der Markt- und Konkurrenzbeobachtung gesammelt. Und just, als Karl Prillinger sich entschlossen hatte, die alten Archive zu räumen und das „Altpapier“ entsorgen zu lassen, fiel ihm das Prospekt für einen Stallmist-Streuer in die Hände. „In dem Moment wurde mir erst bewusst, wie kunstvoll dieses Prospekt gemacht war und dass dies ein wichtiger Teil unserer Kulturgeschichte ist“, erinnert er sich. Entsorgt wurde damals nichts – stattdessen wurde der Grundstein für das Agrarhistorische Archiv gelegt. 1.180 Meter Regale zieren heute das Untergeschoss der Prillingers und legen Zeugnis über einen wichtigen Teil unserer Kultur ab.

Abbild des Fortschritts
Die ältesten Belege, die Karl Prillinger unter seinen Schätzen hütet, sind drei Bücher aus dem Jahr 1682, die als die ältesten bestehenden Beschreibungen unserer Landwirtschaft gelten und die bereits Ansätze von Landtechnik beinhalten. „Vor 20 Jahren hat sich noch niemand für die Landtechnik, insbesondere ihre historische Bedeutung und Entwicklung interessiert. Damals dachten alle ‚Jetzt spinnt er, der Prillinger‘“, schmunzelt der passionierte Sammler, „Das hat sich Gott sei Dank geändert. Die Landtechnik wird heute hochgeschätzt, als Teil unseres Kulturgutes.“ Seine Sammlung legt Zeugnis ab über die enormen Fortschritte, die auf diesem Gebiet gelungen sind, über die großen, revolutionären Entwicklungen und die Veränderungen, die für den Menschen daraus resultierten. Ein ganz ähnliches Ziel verfolgt Helmut Kröpfel mit seiner exklusiven Sammlung von historischen Traktoren. 168 Stück nennt der ehemalige Unternehmer sein Eigen. „Als ich 1965 das Unternehmen von meinen Eltern übernommen habe – wir hatten damals die Handelsvertretung für LANZ Traktoren – habe ich gleich einmal ein paar alte Traktoren weggegeben. Drei Jahre später habe ich dann angefangen, Traktoren zu sammeln“, erinnert er sich an die Anfänge seiner Sammelleidenschaft. Bestens erhalten sind die Modelle, die eine gesamte Ära beschreiben, darunter Traktoren von Hanomag, Hofherr Schrantz, Lanz, Hèlit, Landini, Massey Harris, Steyr u.v.m. Mehr als 40 dieser Modelle sind nun erstmals in einer öffentlichen Ausstellung zu sehen.

Fotos: www.kaindl-hoenig.com

Fotos: www.kaindl-hoenig.com

Insbesondere die Traktoren aus der Zeit vom Ersten Weltkrieg bis in die Fünfzigerjahre haben es dem heute 81-Jährigen angetan. Aus Zeiten, die zum einen technisch und geschichtlich von größtem Interesse sind und zum anderen Zeiten, die unheimlich geprägt sind von Wandel, Umbrüchen, Fortschritt und Entwicklung. Diese Zeiten repräsentiert sowohl seine Sammlung an Oldtimer-Traktoren als auch Prillingers Agrarhistorisches Archiv in ganz beeindruckender Weise. Beide passionierte Sammler und große Liebhaber der Traktoren und Landtechnik, geraten Kröpfel und Prillinger dennoch über das eine oder andere Detail ins Diskutieren. Nicht immer sind sie sich hundertprozentig einig – und dann wird eben heftig debattiert, mit Jahreszahlen um sich geworfen, nach Quellen gegraben – bis man wieder auf einen Nenner kommt. Immerhin liegt den beiden Herren dasselbe am Herzen. Die Liebe und Leidenschaft und das Bedürfnis, ein Bewusstsein für diesen Teil unserer Kultur weiterzugeben. „Für mich sind das nicht ‚nur‘ Traktoren, jeder einzelne davon ist Kulturgut!“, betont Karl Prillinger.

Der „erste“ Traktor
Als Vorbild dessen, was wir heute unter Traktor verstehen, gilt der Fordson Typ F des US-Autobauers Henry Ford. Selbstverständlich findet sich auch dieses geschichtlich besonders relevante Modell in Kröpfels Sammlung. Und Karl Prillinger hat jede Menge historische Hintergründe dazu: In den USA wurde dieser geschichtsträchtige Traktor ab 1917 erst als Einzelstück gefertigt und ging später in Serie. Nach dem 1. Weltkrieg wurden 6.000 Stück davon nach Deutschland exportiert, wodurch auch die deutsche Traktorenindustrie befruchtet wurde und einen regelrechten Aufschwung erlebte.
010_traktoren_sbg2-3Das Modell, das heute Helmut Kröpfel stolz sein Eigen nennen darf, war zu seiner Zeit der allererste Traktor in Kärnten

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. Der damalige Besitzer war derart stolz auf diese Errungenschaft, dass er den Fordson sogar ins Grundbuch eintragen ließ – der Traktor sollte immer am Hof bleiben. „Wir waren eine Woche zum Skifahren in Bad Kleinkirchheim, aber einen Tag davon habe ich genutzt, um mich in dieser Gegend nach Oldtimer-Traktoren umzusehen. Und so bin ich auf den Fordson gestoßen“, erinnert sich Kröpfel.
So wie zu diesem Traktor hat Helmut Kröpfel zu jedem seiner Modelle eine kleine Anekdote auf Lager. Gemeinsam mit Karl Prillinger hat er enorm viel Wissen über die Zeitgeschichte weiterzugeben. Immerhin hatte die Landtechnik einen nicht unwesentlichen Einfluss auf den Lauf der Geschichte.

Krieg als Bremse des Fortschritts
Erste Hinweise auf Landtechnik, wie Eggen, Pflüge, Tierzüge und verschiedene Handwerkzeuge, in unseren Breitengraden finden sich im Mittelalter bzw. in der Antike. Genauere Aufzeichnungen sind schließlich ab Ende des 17. Jahrhunderts entstanden. Einen Entwicklungssprung machte die Landtechnik mit dem Einzug der Dampfmaschine. Um die Jahrhundertwende kamen die ersten Dampftraktoren zum Einsatz, die jedoch – gerade in Europa – sehr bald von Traktoren und Zugmaschinen mit Verbrennungsmotoren abgelöst wurden. Obwohl der Traktorenbau um die Jahrhundertwende seine Anfänge verzeichnen konnte, schob der Beginn des Ersten Weltkriegs dem Fortschritt in Sachen Landtechnik einen Riegel vor. Erst nach dem Krieg, zu Zeiten der Weimarer Republik, konnten neue Errungenschaften in der Landtechnik verzeichnet werden, zumindest in Deutschland. In der Zwischenkriegszeit gab es hier um die 70 Traktorenwerke – in Österreich zu dieser Zeit kein einziges.
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„Offensichtlich war man zu sehr mit politischem Gerangel beschäftigt und hat darüber Wirtschaft und Fortschritt vernachlässigt“, fasst Karl Prillinger zusammen. Wie auch immer – der Zweite Weltkrieg brachte die Entwicklung wieder zum Stoppen. Noch unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg fanden hauptsächlich einfache Pferdezugmaschinen Verwendung. Die tatsächliche  zwischen 1950 und 1965 statt. In diesen 15 Jahren lösten die Maschinen tatsächlich in weiten Teilen der Landwirtschaft das Tier ab und eine neue Ära begann.

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Ein Jahr lang sind die imposanten Oldtimer-Traktoren nun auf Gut Aiderbichl Henndorf zu sehen.

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„Der kleine Deutz“: Besonders während des Zweiten Weltkrieges sehr wichtig für die Landwirtschaft und auch später weit verbreitet.

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Erst 1933 wurden die Stahlreifen von Gummireifen abgelöst.

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Von diesem Modell (aus Holz) wurden lediglich 15 Stück hergestellt, da der Erbauer nur 15 Motoren auftreiben konnte.


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