Gesellschaft & Kultur

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Interview Highlights

Fotos: www.kaindl-hoenig.com, akob Polacsek, Amber Gray, Irina Gavrich, Heidi Nerath, Udo Leitner

Humorvoll, bewegend, schräg oder auch anregend. Jedes Interview, das in den vergangenen 20 Jahren in der SALZBURGERIN erschienen ist, hatte seinen eigenen Reiz. Die Bandbreite an Persönlichkeiten, die sich vor den Mikros unserer Redakteure das Stelldichein gaben, ist beachtlich. Wir haben in den Archiven gegraben und einige Highlights zusammengesucht.

Hat Franz Beckenbauer auch Qualitäten als Hausmann? Kannst du kochen?
Staubsaugen eher als kochen. Ich helfe auch mit beim Auf- und Abtragen und beim Abwaschen. Wir haben zwar einen Geschirrspüler, aber ich bin in den Vierzigerjahren aufgewachsen und daher ein Old-Fashioned-Man. Ich bin im Haushalt schon zu gebrauchen, die Ausnahme ist kochen. Aber vielleicht wäre das einen Versuch wert. Schau’n mer mal!

Franz Beckenbauer, 2014


Mit wem würden Sie gerne einen Abend verbringen?
Mit meinem Schutzengel. Den würde ich fragen, warum er sich manchmal versteckt. Warum er fremd fliegt und wegfliegt,
wenn’s mir nicht gut geht.

Ludwig Hirsch, 2008

Ihre Liebe gehört Gott und Jesus. Stimmt es, dass Sie zölibatär leben? Warum? Ist Sex etwas Schlechtes?
Nein, natürlich ist Sex nichts Schlechtes! Warum darf ich nicht glücklich als Single leben? Ich bin ein glückliches Kind Gottes, ich brauche keine Ehe, ich muss nicht krampfhaft nach Liebe suchen. Ich bin verliebt in Gott, in viele Menschenkinder, ich liebe die Menschen insgesamt. Und ich bin dankbar für alles, was ich erlebt habe und noch erleben darf. Vielleicht sieht man mich ja in einigen Jahren wieder Hand in Hand mit einem männlichen Wesen rumlaufen – ich hoffe, Frauke Ludowig fällt dann nicht in Ohnmacht.

Nina Hagen, 2012

War dein Großvater prägend für dich?
Nun ja… als Kind war er einfach mein Opa, ein geliebtes Familienmitglied und ich habe überhaupt nicht gewusst, dass er berühmt war. Er war einfach mein Opa. Dann habe ich langsam über die Jahre mitbekommen, dass er in unserer Umgebung bekannt war und dann irgendwann habe ich realisiert: Er ist weltweit bekannt, also berühmt. Und das war dann schon spannend… Ich habe begonnen, seine Arbeiten anzusehen und mich mit den Botschaften, die in jedem seiner Werke stecken, auseinanderzusetzen. Seine Botschaft, dass Lachen so ungemein wichtig ist, hat mich von Beginn an sehr gefesselt.

Laura Chaplin, 2016

„Gerne wäre ich der Gott im Jedermann!“

Mavie Hörbiger, 2017

Sie sind bekannt dafür, sich kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Was sind jedoch Tabuthemen für Sie?
Es gibt Dinge, über die will ich gar nicht diskutieren, wenn es beispielsweise um Politik geht. Absolute Tabuthemen sind Politik oder Religionen. Das sind Themen, bei denen die Meinungen zu extrem auseinander gehen und es steht mir nicht zu, mich da rauszulehnen. Trotzdem muss ich sagen, dass mich, wenn ich Gauland, Strache, Kickl und Co. sehe, ganz klar ein Würgereiz überkommt.

Roland Trettl, 2019

Was war das Peinlichste, das euch je passiert ist?
Grissemann: Stermann ist einmal während einer Lesung in Berlin vom Sessel gefallen.
Stermann: Weil ich so betrunken war. Der Techniker von der Volksbühne in Berlin hat dann zu unserem Techniker gesagt: „Ich bin schon so lang im Theater, aber ich hab noch nie gesehen, dass jemand so gut einen Betrunkenen spielt.“

Stermann & Grissemann, 2017

„Auf welche Autos stehst du?“ – „Auf alle.“ – „Amerikaner, Europäer?“ – „Alle!“ – „Auch so richtig kranke Sachen?“ – „Alles! Naja, alles, wo ich reinpasse!“

Jumbo Schreiner, 2011