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Flirtfaktor Faschingskostüm

Flirten im Fasching ist besonders aufregend und geheimnisvoll – und fällt vielen Menschen leichter als  das restliche Jahr über. Kann man Verkleidung also als „Flirtmotor“ bezeichnen? Und welcher Charakter verbirgt sich möglicherweise hinter welchem Kostüm?
Ein Artikel von Natalie Zettl
Roman Braun. Bild: Foto Weinwurm GmbH.

Roman Braun. Bild: Foto Weinwurm GmbH.

 

Psychologe Roman Braun gibt einen Einblick in das Phänomen Fasching und verrät nützliche Tipps für den Flirt unter der Maske.

Narrenfreiheit für einen Abend

Für kurze Zeit ein anderer sein. Dieser Gedanke macht einen mutig. „Besonders schüchterne Menschen erleben beim Faschingsflirt neue Seiten an sich“, so Roman Braun. „Denn die Maskierung dient nicht nur als Verkleidung, sie ist auch ein Schutz – schließlich war man ja nicht man selbst.“ Für viele ist es also ein Selbstbewusstseins-Boost, wenn man in die Rolle des starken Feuerwehrmanns oder der Super-Woman schlüpfen kann. Es ist erlaubt, sich ungewöhnlich zu verhalten, ausgelassen zu feiern und „anders“ zu sein – es herrscht sprichwörtlich Narrenfreiheit. Man braucht sich folglich keine Sorgen machen, dass man sich blamiert. Und falls doch, hat man ja immer noch seine Maske.

Bild: Pexels.com

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Faschings-Flirt-Knigge

„Gerade wenn Maske, Schminke und der ein oder andere Drink das wahre Aussehen und Verhalten des Flirtpartners beeinflussen, sollte man ein besonderes Auge auf die Körpersprache des anderen werfen“, erklärt Roman Braun. „Körpersprache zeigt sich oft unterbewusst und wird daher weniger an das Kostüm angepasst. Sie gibt also manchmal einen Einblick in die Persönlichkeit hinter der Maske.“ Worauf man laut Roman Braun beim Flirtpartner achten sollte:

  • Klare, intuitive Zuwendung des Körpers: Wenn man dem Flirt-Partner zum Beispiel sowohl die Schulter- und Hüftachse als auch die Fußspitzen zuwendet oder wenn der Körper des Gegenübers nach vorn gebeugt ist, weist alles darauf hin, dass Interesse besteht. Ein klares Zeichen sind zudem direkter Augenkontakt und Berührungen.
  • Sogenannte „defensiv positive“ Signale: Wenn sich das Gegenüber beispielsweise durch die Haare fährt, die Hände in den Hosentaschen hat oder Fussel vom Kostüm entfernt, ist es ein Ausdruck von Unsicherheit. Er oder sie hat trotz Kostüm Angst, etwas falsch zu machen.

 

Wer steckt unter welcher Verkleidung?

Um es vorweg zu nehmen: Eine eindeutige Regel, die Charakter und Kostüm verknüpft, gibt es nicht. Manche meinen jedoch, gewisse Trends zu erkennen. Achtung: Der folgende Teil stammt nicht aus der Feder eines Psychologen und ist daher mit einem karnevalistischen Augenzwinkern zu lesen.

  • Pilot/Polizist: Dass sein Kostüm die Frauen schwach macht, ist dem Mann in dieser Verkleidung klar. Er wirkt weltgewandt und kompetent – wie schmal die Schultern unter der Uniform tatsächlich sind, das soll keiner wissen.
  • Clown: Der Clown ist nicht sexy, bringt aber seinen Gegenüber zum Lachen. Männer, die den Mut zu dieser Verkleidung mitbringen, sind oft fürsorgliche und angenehme Zeitgenossen, die sich selbst nicht zu ernst nehmen.
  • Prinzessin: Ein glitzerndes Kleid und ein Krönchen auf dem Kopf: Prinzessinnen bleiben im Alltag oft unerkannt und wünschen sich mehr Aufmerksamkeit, vor allem von der Männerwelt.
  • Einhorn: Eine der Trendverkleidungen 2019! Trägerinnen dieses Kostüms sind oft verträumt, kreativ und romantisch, aber auch manchmal ein wenig kindlich.
  • Hexe: Mut zur Hässlichkeit – dafür gebührt der Hexe Respekt. Gefallen spielt für sie eine untergeordnete Rolle, stattdessen hat sie Spaß daran, für einen Abend ihre wilde, ungezähmte Seite auszuleben.

Bei allen Empfehlungen und Vermutungen, wer unter welchem Kostüm stecken könnte, geht es im Fasching doch vor allem um eines: Spaß. In diesem Sinne: Viel Vergnügen!

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