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Essentielle Medizin besser als Schulmedizin?

Ein Kommentar von Dr. Michael Spitzbart, Spezialist für präventive und orthomolekulare Medizin

Der Mensch besteht aus 47 „Zutaten“. Würde man uns in unsere biologischen Einzelteile zerlegen, dann finden wir 47 verschiedene Stoffe, aus denen wir aufgebaut sind. Das ist vergleichbar mit einem Legobaukasten der Natur. Würde nur eine Substanz gänzlich fehlen, dann wären wir tot. Dadurch definiert sich, was essentiell – sprich lebensnotwendig – ist und was nicht. Bei einem unbemerkten Mangel an wichtigen essentiellen Substanzen werden wir zunächst müde und schlapp, später krank. Das lehrt das so genannte Minimumgesetz des Nobelpreisträgers Justus von Liebig: ein biologisches System funktioniert nur so gut, wie es die knappste Ressource zulässt.
Leider spielen diese lebensnotwendigen Substanzen in der Schulmedizin überhaupt keine Rolle. Das wirklich Lebensnotwendige wird nie gemessen. Und wenn bedingt durch einen unentdeckten Mangel eine Krankheit entsteht, dann wird ein Medikament verordnet. Damit wird aber nur das Symptom, nicht aber dessen wahre Ursache behandelt. Bei den normalen Blutuntersuchungen fällt so ein Mangel natürlich nicht auf.
Viele Menschen sind mit den Behandlungsansätzen der Schulmedizin höchst unzufrieden. Würde man bei Gesundenuntersuchungen die essentiellen Stoffe messen und optimieren, könnte man von vornherein viele Krankheiten vermeiden. Und selbst vorhandene Krankheiten lassen sich mit essentiellen Substanzen meist effektiver und vor allem nebenwirkungsfrei behandeln. Der Nachteil: natürliche Stoffe kann keine Pharmafirma für sich patentieren. Darum hat das Essentielle keine Lobby.
Grundsätzlich unterscheiden wir vier Stoffgruppen: das sind die Aminosäuren, Fettsäuren, Mineralstoffe und Spurenelemente sowie die Vitamine. Wer hier mit allem perfekt versorgt ist, der strotzt vor Leistungsfähigkeit und Energie. Bei einem Mangel steht man meist, ohne die Ursache zu kennen, auf der biologischen Bremse. Darum kümmern sich Sportler sehr intensiv um eine gute Versorgung mit essentiellen Substanzen, weil das die Leistung in ungeahnter Weise beflügelt. Viele Menschen überlassen das aber eher dem Zufall und wundern sich, wenn es im Leben nicht so flutscht, wie sie das wünschen.
Es gibt zwei Gründe für den häufig diagnostizierten Mangel: Durch ein erhöhtes Stresshormon werden wichtige Aminosäuren als Energie verbrannt und fehlen damit für die körpereigene Bildung vom Antriebshormon Dopamin oder Stimmungshormon Serotonin. Das bremst den biologischen Rückenwind. In der Folge steigt die gefühlte Arbeitsbelastung, wodurch noch mehr Stresshormon ausgeschüttet wird und noch mehr wertvolles Eiweiß verloren geht. Ein Teufelskreis. Zweitens essen sich viele Menschen an den Kohlenhydraten satt, die im Gegensatz zum Eiweiß nicht essentiell sind. In meiner Praxis messe und substituiere ich darum im Bedarfsfall diese wichtigen Substanzen. Unser Motto: Wir fangen da an, wo der Hausarzt aufhört. Volle Power durch einen optimierten (Gehirn-)Stoffwechsel. Merke: Jede Heilung ist Selbstheilung. Wir Ärzte können nur unterstützen.

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