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Ein Vorbild im Dienst am Nächsten

Ein Artikel von Andrea Kocher

Waldmann mit Organisationsleiterin Maria GrafWas seit der Gründung der Salzburger Hilfsorganisation „Austrian Doctors“ im Jahr 2008 geschehen ist, ist vorbildhaftes Wirken für die Ärmsten der Welt. Und es bezeichnet überdies den Lebensweg einer bemerkenswerten Persönlichkeit: von Dr. Werner Waldmann, gebürtiger Tamsweger, dem heute 90-jährigen Gründer und Obmann der „Austrian Doctors“.

Wenn er, so wie kürzlich bei einem Vortrag in Tamsweg, über die letzten 30 Jahre erzählt, dann erzählt Dr. Waldmann von unzähligen Hilfeleistungen in Dritte-Welt-Ländern sowie, was seine eigene Person betrifft, von seinem „zweiten Leben“. Der Mediziner, der auf eine erfolgreiche berufliche Karriere als Kinderarzt in Salzburg zurückblickt, hatte nämlich eine ganz eigene Vorstellung von seinem Ruhestand. So legte er nicht etwa die Beine hoch, sondern stellte sich am ersten Tag nach seiner Pensionierung in den Dienst notleidender Menschen. Im Jahr 1989, also mit 60 Jahren, war Dr. Waldmann erstmals in die Dritte Welt gefahren, nach Manila auf den Philippinen. „Die Herausforderung dieser Arbeit ist, helfen zu wollen, es zu können und es zu tun. Ich konnte mich durch diese Arbeit auch selbst kennenlernen. Daraus wurde die Liebe, zu handeln, und daraus die Verpflichtung zu den mir anvertrauten Menschen“, sagt Dr. Waldmann beim Vortrag in Tamsweg. Er berührte mit all den Erzählungen über sein Wirken und jenes der ehrenamtlichen „Austrian Doctors“. Immer seien sie zufrieden, belohnt zu werden mit der einzigen „Währung“, die zählt: einem Dankeschön und dem Lächeln des Menschen, dem man helfen konnte.

Dr. Werner Waldmann in Slumschule Dhaka

Dr. Werner Waldmann in Slumschule Dhaka

Letztes Jahr wurde Dr. Werner Waldmann mit dem Ehrenbecher der Stadt Salzburg ausgezeichnet sowie zum „Österreicher des Jahres“ in der Kategorie „Humanitäres Engagement“ gewählt. Seine Reise auf die Philippinen vor 30 Jahren war wohl schon der Anfang der „Austrian Doctors“. Heute leistet die Hilfsorganisation – unterstützt von Spendengeldern – freiwilliges medizinisches Engagement in Dritte-Welt-Ländern. Zudem wurden seitdem unzählige Bildungsprojekte koordiniert. Weil Bildung das Mittel zu einem besseren Leben ist – und gerade auch hier konnte Dr. Waldmann bereits vieles bewirken.

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