Die Krux mit dem Essen


Intoleranzen – oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten – sind momentan in aller Munde. Für Supermärkte scheint es ein tolles Phänomen zu sein, für Betroffene bedeutet eine Intoleranz einen Einschnitt in den Lebensalltag.
 Ein Artikel von Marion Flach
Foto: ChiccoDodiFC - fotolia.com

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Steht man im Supermarkt heute vor dem Kühlregal, fallen sofort die unheimlich vielen Produkte auf, die mit dem Zusatz „laktosefrei“ gekennzeichnet sind. Auch im Regal, in dem Teigwaren präsentiert werden, gibt es mittlerweile unzählige Produkte, die bei Glutenunverträglichkeit geeignet sind. Fristeten solche Spezialprodukte früher ein Nischendasein in Naturkostläden und Reformhäusern, sind sie heute auch in normalen Lebensmittelgeschäften erhältlich. Das lässt darauf schließen, dass Unverträglichkeiten häufiger geworden sind. Oder sind Lebensmittelunverträglichkeiten nur stärker ins Bewusstsein gerückt und damit die Nachfrage an verträglichen Produkten gestiegen?

Volkskrankheit?

„Rein schulmedizinisch betrachtet ist bei Lebensmittelunverträglichkeiten kaum ein Anstieg zu beobachten“, erklärt Karin Spiesz, Diätologin im Landeskrankenhaus Salzburg, Universitätsklinik der Privatmedizinischen Universität. So leiden etwa 20 % der Bevölkerung Mitteleuropas an Laktoseintoleranz. „Bei Gluten muss man das differenziert betrachten“, sagt Spiesz, „die Zahlen für echte Zöliakie, also für die absolute Unverträglichkeit von Klebereiweiß, liegen in Mitteleuropa bei etwa 1 bis 2 %.“ Das Bewusstsein über die Beschwerden sei aber auf jeden Fall gestiegen, ist auch die Diätologin überzeugt. Das führt sie auch auf die mediale Präsenz zurück. Trennen muss man aber auf alle Fälle zwischen Intoleranzen und Allergien. Mit dem Begriff Intoleranz werden Nahrungsmittelunverträglichkeiten zusammengefasst, die dosisabhängig sind. Das Immunsystem ist dabei jedoch nicht beteiligt. Anders ist dies bei Allergien, bei denen Antikörper gebildet werden und das Immunsystem direkt reagiert. Im schlimmsten Fall können Allergien zum allergischen Schock oder gar zum Tod führen.

Foto: minoandriani - fotolia.com

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Im Trend

„Glutenfrei essen liegt im Trend“, heißt es beispielsweise auf der Website eines großen Lebensmittelkonzerns. Die Diätologin Karin Spiesz führt diesen Trend vor allem auf die mediale Berichterstattung und das ofmals einseitige Essverhalten zurück. Bücher wie „Die Weizenwampe“ oder „Dumm wie Brot“ haben nicht nur provokante Titel, sondern ebenso provokante Inhalte. Auch die Lebensmittelindustrie ist auf diesen Zug aufgesprungen und verdient mit den Sorgen und Nöten der Menschen viel Geld. Stark zugenommen habe die „frei von“-Ernährung vor allem in den letzten fünf Jahren. Ganz unbedenklich sei dieser Trend allerdings nicht. „Langzeitauswirkungen kennt man noch keine

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. Wenn man etwas ganz strikt weglässt, könnte das auch zu neuen Problemen führen“, gibt Spiesz zu bedenken. Das zeige sich gerade auch bei der Laktose: „Wenn man sich ständig laktosefrei ernährt und das körpereigene Enzym Laktase nie mehr fordert, dann verkümmert es quasi.

Man provoziert also selbst eine Laktoseintoleranz. Wenn man nach langer laktosefreier Zeit einen Topfenstrudel mit Vanillesauce isst, hat man sicher ein Problem“, erklärt Spiesz.

„Das Problem ist nicht der Weizen, sondern das, was wir daraus machen!“ Karin Spiesz

Gesteuert?

Zu beobachten ist, dass immer mehr Menschen zu Dinkel anstatt zu Weizen greifen. Für die Diätologin ist das unbegreiflich. „Weizen und Dinkel sind allergologisch ident!“, weiß sie. „Es ist für mich völlig unverständlich, warum Dinkel besser verträglich sein soll als Weizen.“ Einzelne Fallberichte gebe es dazu, allerdings seien diese wissenschaftlich nicht gestützt. Jedoch – so die Expertin – hänge viel mit der Verarbeitung der Produkte zusammen: „Es gibt neue Untersuchungen, die zeigen, dass Brotunverträglichkeiten mit der Teigführung zusammenhängen. Eine lange Teigführung, also wenn der Teig richtig angesetzt wird, ist generell gut verträglich – auch wenn Weizen enthalten ist“, sagt Spiesz. Die Verträglichkeit hängt somit auch mit der Zubereitung und der Qualität des Weizens zusammen.

Ausgewogen und gesund

Wer an einer nachgewiesenen Intoleranz leidet, schätzt wahrscheinlich den Trend, dass es auch in normalen Supermärkten immer mehr Produkte zu kaufen gibt, die problemlos verspeist werden können. Allerdings sollte man sich von diesem Trend nicht zu sehr verunsichern lassen und auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung setzen. Natürlich darf und soll der Bauch auch immer wieder befragt werden, was ihm gut tut und was nicht – zu viel Angst sollte man sich aber definitiv nicht machen lassen!

Foto: Igor Normann - fotolia.com

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Die häufigsten Intoleranzen und ihre Ursachen

Laktoseintoleranz: Durch eine fehlerhafte Verdauung des Milchzuckers kommt es zu Beschwerden wie Blähungen, Bauchschmerzen, Durchfall oder Übelkeit und Erbrechen. Die Ursache dafür ist ein Mangel oder eine eingeschränkte Aktivität des Enzyms Laktase, das den Milchzucker aufspaltet. Auslöser sind Produkte mit einem hohen Gehalt an Milchzucker. Dazu zählt Milch von Säugetieren wie Kuh, Schaf, Ziege oder Stute. Nach einem kurzen Zeitraum (max. drei Wochen), in dem völlig auf laktosehaltige Lebensmittel verzichtet wurde, kann schrittweise wieder erprobt werden, welche Menge vertragen wird.

Glutenunverträglichkeit/Zöliakie: Durch die immunologische Überreaktionen auf das Klebereiweiß Gluten wird der Dünndarm durch fortschreitende Entzündungen geschädigt. Das führt beispielsweise zu Durchfall, Blähungen, Bauchschmerzen und -krämpfen, Übelkeit oder Gewichtsverlust. Durch die immer schlechter werdende Verdauung treten schließlich auch Mangelerscheinungen auf. Bei der Erkrankung Zöliakie muss eine dauerhafte, strikte glutenfreie  Ernährung eingehalten werden.

Fruktosemalabsorption: Je nach Ausprägung treten Darmgeräusche, Blähungen, Durchfall oder Übelkeit auf. Eine Unterversorgung mit Folsäure, Vitaminen oder Zink kann ebenfalls ein Indikator für Fruktosemalabsorption sein, die zu Störungen im Blutbild und zu einer herabgesetzten Immunabwehr führen.

Histaminintoleranz: Die Hauptsymptome dieser Unverträglichkeit sind Kopfschmerzen, Migräne, Hautirritationen, Schwellungen, Herzrhythmusstörungen, Beschwerden im Magen-Darm-Trakt, Atembeschwerden sowie Blutdruckabfall. Verantwortlich dafür ist der Mangel oder die Blockade des Enzyms Diaminoxidase, das Histamin abbaut. Enthalten ist Histamin beispielsweise in geräuchertem und mariniertem Fisch, gepökeltem Fleisch, lang gereiften Käsesorten, Wein, Bier, vergorenen Lebensmitteln wie z.B. Sauerkraut.


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