Wohnen & Design

Lesezeit: 26 Minuten

Der Wert des Wohnens

Text: Doris Thallinger

Fotos: Eberharter, Daniel Sobietzki, Kosmaier Christian, www.kaindl-hoenig.com, Polstermöbelwerkstatt Schiefer, Hersteller, Neumayr/Christian Leopold

Nicht zuletzt die Zeit des Lockdowns hat uns klar vor Augen geführt, wie wichtig das traute Heim ist. Als Rückzugsort, als Erholungsoase, als der Ort, an dem man sich am häufigsten aufhält. Und – im Idealfall – am wohlsten fühlt. Einrichten und die Gestaltung des Zuhauses erlebt einen neuen, sehr nachhaltigen Impuls: Qualität ist mehr als eine Trenderscheinung.

Welche Möbelstücke berühren uns wirklich? Welche fühlen wir und spüren, dass sie auf eine lange Geschichte zurückblicken? Welche besitzen Seele? Es sind oftmals genau die Einrichtungen, die seit Jahrhunderten bestehen, Generationen überlebt haben und in ihrer Schönheit und Funktion nichts eingebüßt haben. Man denke an die urige Stube in einem alten Bauernhaus, deren Schränke, Stühle und Tisch eine gewisse Ruhe und Unendlichkeit ausstrahlen. Möbel, die heute bewundert werden, ob ihrer guten Qualität, ihrer Tradition, die noch von echtem Handwerk zeugt. Das Material, sprich Holz aus den umliegenden Wäldern, verstärkt den Eindruck der ewigen Gültigkeit. Möbel für Generationen eben. Sind solche heute überhaupt noch gefragt? Oder passt es nicht mehr mit unserer Lebenseinstellung zusammen, in Wohnraum zu investieren, der über Jahrzehnte oder länger bestehen bleibt? Wollen wir denn überhaupt, dass auch unsere Kinder und Enkel und Urenkel an dem Esstisch sitzen, an dem wir bereits unsere Mahlzeiten eingenommen haben? Viele Jahre schien sich die Gesellschaft von dieser Vision wegzubewegen. Immer billiger und preiswerter mussten Möbel sein – zahlreiche Möbelhäuser, darunter der eine oder andere Möbel-Discounter, machten und machen es möglich, sich günstigst einzurichten. Zumindest für den Moment. Eine Entwicklung, die sicherlich nicht zuletzt den Lebensumständen geschuldet ist. Unstete Phasen im Leben, rasche Wohnortswechsel, wechselnde Wohnsituationen und auch eine gewisse Schnelllebigkeit in Geschmack und Stilbewusstsein verleiten dazu, sich in jedem Lebensabschnitt neu einzurichten. Dann aber natürlich zu möglichst geringen Kosten – wozu sollte denn ein Esstisch hundert Jahre alt werden, wenn ich ihn doch in der nächsten Wohnung, im nächsten Jahr ohnehin nicht mehr benötige. Es dauert eben, bis man sein „Nest“ einrichtet. Und spätestens dann zahlt es sich aus, Qualität und Langlebigkeit dem Preis gegenüber zu stellen.Die Möbel- und Einrichtungsbranche in ihrer Vielfalt deckt jeden Bedarf ab – vom Billig-Möbel über gute Qualität zu vernünftigen Preisen bis hin zur High-End-Ausstattung. Nach oben hin sind keine Grenzen gesetzt.

Investition in Werte
Tatsächlich hängt die Höhe der Ausgaben für Möbel und Einrichtung nicht in erster Linie vom Einkommen ab, sondern vielmehr von persönlichen Werten und Einstellungen, die man vertritt. Zum Leben, zur Umwelt, zum Produkt, zum Thema Wohnen an sich.
Hier zeigt sich, dass Qualität zwar ihren Wert hat, nicht unbedingt aber ihren Preis. Auf lange Sicht gerechnet zahlt es sich aus, genauer hinzusehen, in welche Möbel man investiert. In Möbel, an denen man über Jahrzehnte Freude hat oder kurzlebige Güter, deren Möbelleben sich auf einige wenige Jahre beschränkt.

Trendumkehr
Außer Frage steht, dass sich die Attitüde dahingehend ändert, dass der Durchschnitts-Österreicher mehr Geld für Einrichtung und Mobiliar ausgibt. Immerhin 55 Prozent der Investitionen im Wohnbereich fließen in die Einrichtung und Ausstattung (vor Garten und Außenbereich sowie Sicherheit). Wert steht über Preis und vor allem der Begriff Nachhaltigkeit ist längst auch in der Möbelbranche angekommen. In Zeiten der Klimaerwärmung, der zunehmenden Umweltverschmutzung ist es nicht mehr egal, woher das Material stammt, wie das Holz geerntet und verarbeitet wurde, zu welchen Bedingungen die Produkte
entstanden sind.


Worauf es beim Einrichten ankommt
„Wesentlich ist, Funktion mit dem ästhetischen Anspruch zu vereinen“, erklärt Marcel Eberharter von Eberharter Raumgestaltung. „Die Ideen müssen zum jeweiligen Stil passen und eine klare Linie verfolgen.“ Von Trends und Modeerscheinungen sollte man sich in der Raumgestaltung keinesfalls beeinflussen lassen. „Wir planen hauptsächlich mit Elementen, die Modetrends überdauern. Die Farbwelten halten wir gediegen und zurückhaltend, zeitlos und elegant. Einzelne Eyecatcher – in tollen Farben und Stoffen – setzen punktuelle Akzente.“ Nachgefragt werden die Leistungen des Salzburger Familienunternehmens mehr und mehr im Sinne einer vollumfassenden, maßgeschneiderten Beratung: „Wir bieten sozusagen ein Gesamt-sorglos-Paket zu allen Bereichen der Innenraumgestaltung“, so Marcel Eberharter.

Aus Alt mach Neu
Wie sowohl Herbert Reiter vom M-Studio Reiter als auch TEAM 7-Chef Georg Emprechtinger bestätigen, ist die lange Lebensdauer hochwertiger Möbel ein wichtiges Kriterium für deren Anschaffung. Viele Stücke können relativ einfach – sogar selbst – repariert werden, sollten einmal Kratzer oder Dellen Zeugen des täglichen Gebrauchs werden. Viele Hersteller bieten mittlerweile entsprechende Services an und gerade bei Liebhaberstücken zahlt es sich aus, nach Jahren oder Jahrzehnten einen Profi ans Werk zu lassen.

Einer, der sich solch alter Möbel annimmt und diese mit viel Liebe und Geduld renoviert, ist Hannes Schiefer. In seiner Polstermöbelwerkstatt in Anthering verhilft er alten Stücken zu neuem Glanz. Als wir ihn besuchen, arbeiten er und seine Mitarbeiterin gerade an einem rund 130 Jahre alten Sofa.

Für die notwendigen Tischlerarbeiten kooperiert er mit einem Antiquitäten-Tischler. In der Polsterwerkstatt wird die Bank nun traditionell aufgepolstert, in sehr aufwändigen Arbeitsschritten der Federkern hinein geschnürt. Verwendet wird nur reines Naturmaterial wie Rosshaar und Gurte aus Hanfzwirn. „Es ist aufwändig, aber dafür sitzt man dann wieder perfekt!“, erfreut sich Hannes Schiefer an der antiken Bank. „Wir polstern die Kanten und den Aufbau genauso wie damals. Damit bleibt das Sofa authentisch und erhält seinen Wert! Das ist bei Möbelstücken genauso wie bei Oldtimern. Gut erhaltene und restaurierte Stücke haben sogar eine Wertsteigerung!“

Grundsätzlich kann Schiefer einen Trend erkennen, der mehr und mehr Leute veranlasst, Möbelstücke reparieren zu lassen: „Die Leute werfen weniger weg – wenn das Gestell einer Couch noch gut ist, tauschen wir sehr oft die Polster aus und werten den Innenraum zusätzlich mit neuen Vorhängen oder Teppichen aus, die zum neuen Aussehen der Couch passen!“

Selbstverständlich sollte die Reparatur in Relation zum Wert des Möbelstücks stehen – rund 1.000 Euro je Sitzplatz sind dafür einzukalkulieren.

„Wir polstern die Kanten und den Aufbau genauso wie damals. Damit bleibt das Sofa authentisch und erhält seinen Wert! Das ist bei Möbelstücken genauso wie bei Oldtimern. Gut erhaltene und restaurierte Stücke haben sogar eine Wertsteigerung!“
Hannes Schiefer

Die Knastcouch
Hannes Schiefer ist allerdings nicht nur Meister im Restaurieren und Erneuern, in seiner Werkstatt werden auch Möbel entworfen und gebaut. So kreierte er vor 15 Jahren die „Knastcouch“. Diese Unikate entstehen in Zusammenarbeit mit den Häftlingen der Justizanstalt Puch/Urstein, die die Tischlerarbeiten für den Unterbau erledigen. Jede Knastcouch ist mit einer Plakette versehen, die über Modellnummer und Serie informiert. Die Entlohnung für die Häftlinge? Ein Foto der fertigen Couch und eine Stange Marlboro!

Buyback Friday statt Black Friday
Nachhaltigkeit wird auch beim schwedischen Möbelkonzern IKEA großgeschrieben. Mit ambitionierten Nachhaltigkeitszielen, starken Initiativen und Maßnahmen startet IKEA Österreich ins neue Geschäftsjahr. Das kürzlich vorgestellte „People & Planet Positive“ Konzept, das die nachhaltige Zielsetzung des Unternehmens definiert, sieht vor, dass IKEA bis 2030 ein klimapositives Unternehmen wird.

Unter anderem soll schon bei der Entwicklung darauf geachtet werden, dass Produkte nach Gebrauch alternativ genutzt, wieder verwendet, repariert, wieder verkauft oder recycelt werden können. „In Österreich gibt es bereits insgesamt 1.603 Produkte, die aus recycelten Materialien erzeugt werden“, so Florian Thalheimer, neuer Country Sustainability Manager bei IKEA Österreich.

Auch Services zur Kreislaufwirtschaft, wie etwa „IKEA Zweites Leben“, werden weiterentwickelt, gefördert und ausgebaut und sollen dazu animieren, gebrauchte IKEA Möbel zurückzubringen. So soll es künftig den „Buyback Friday“ geben, wie IKEA Marketingleiterin Maimuna Mosser erklärt: „Kunden können ihre gebrauchten IKEA-Möbel zurückbringen und erhalten dafür einen Gutschein über den jeweiligen Zeitwert.“ Die Möbel werden repariert und neu aufbereitet und erhalten in der IKEA Fundgrube ihr zweites Leben.

Anzeige


Interview mit Herbert Reiter

Ist Qualität für jeden leistbar?

Vor mehr als 50 Jahren wurde der Grundstein gelegt für das Altenmarkter Unternehmen M-Studio Reiter. Hier verbindet man heute kreative Innenraumplanung mit kompetentem Fachhandel hochwertiger Möbel und individueller Fertigung in der hauseigenen Tischlerei. Geschäftsführer Herbert Reiter im Interview über Qualität und Wertigkeit:

M-Studio Reiter verkauft hochwertige Möbel und stellt auch selbst in der Tischlerei Möbel und Einrichtungen her – in welchem Verhältnis steht die Nachfrage?
Das kann man nicht trennen. Unser Familienunternehmen startete 1964 als Tischlerei, dazu kam später der Handel mit Möbeln. 2000 passierte ein großer Schritt in Richtung Planung und Ingenieur-Büro für Innenarchitektur. Heute sind wir so aufgestellt, dass Innenarchitektur, Fachhandel und Tischlerei ineinandergreifen. Wir begleiten die Kunden individuell vom Einreichplan bis zur Ausführung, von klein bis groß. Das spiegelt auch unsere Ausstellungsfläche wider, die immer bestückt ist mit einer Kombination aus Produkten unserer Tischlerei und Fertigmöbeln. Der Vorteil ist, wir können weiterbauen, wo individuelle Wünsche mit Handelswaren nicht mehr zu erfüllen sind.

Obwohl M-Studio Reiter im qualitativ hochwertigen Segment tätig ist, stehen Sie in Konkurrenz zum Möbelhandel, mit der Großfläche. Wie heben Sie sich ab?
Durch die kreative Planung, die persönliche Beratung und Begleitung vom ersten Moment an. Wir können sehr rasch Muster der Materialien vorlegen, die in das Gesamtkonzept mit einfließen. Darüber hinaus verfügen wir über ein großes Markenspektrum, hinter dem wir stehen, sind aber an keine Marken gebunden. Und obwohl Innenarchitekten, kreative Köpfe, Profis aus der Tischlerei und Planung mitarbeiten, bieten wir faire Preise. Der Fachhandel ist eine ehrliche Sache – das beschert einem Stammkunden!
Wir wissen immer, wer der Kunde ist, wo seine Prioritäten liegen. Dazu bedarf es intensiver Vorgespräche, aber es macht es einfacher, alle Kundenwünsche zu erfüllen, wenn man weiß, was ihm wirklich wichtig ist!

Kann man sich auch Qualität leisten, wenn das Budget nicht so groß ist? Stichwort: „High Design – low Budget“.
Ja, das ist möglich, wenn ich realistische Preisvorstellungen habe. Wir sind ein Fachhandel. Man muss in Relation setzen, wieviel Aufwand es bedeutet, einen Stuhl zu produzieren. In jedem Stuhl sind Gewebe, Metall, Filz, Laufmeter an Stoff verarbeitet!

Wir richten viele Ersteinrichter ein – die geben ihr Budget vor, definieren ihre Obergrenze und wir planen in diesem Rahmen. Wenn man nicht das teuerste Furnier, den teuersten Schichtstoff auswählt, ist es absolut möglich, mit kreativen Überlegungen hohe Qualität zu einem realistischen Preis anzubieten.


Leidenschaft: Holz

Auf dem 14 Hektar umfassenden Betriebsgelände von TEAM 7 im oberösterreichischen Pram brummt und summt es. LKW fahren ein und aus, liefern Holz an, holen Möbel ab. Der würzige Duft von Holz liegt in der Luft. Auf den weiten Flächen und in den weitläufigen Trocknungshallen: Holz, soweit das Auge reicht. Allein im Werk in Pram kommen täglich 100 Kubikmeter Rohholz an, wöchentlich werden 1.000 Kommissionen, sprich Einrichtungskombinationen wie Küchen, Ess- oder Wohnzimmer etc. gefertigt und ausgeliefert. Ausgeliefert an Kunden und 500 Verkaufsstellen rund um die Welt – bis nach Australien wird exportiert. Die Zahlen lassen einen Industriebetrieb vermuten – aber: weit gefehlt! Die österreichische Möbelmanufaktur steht nach wie vor – oder: mehr denn je – für handwerkliche Perfektion, hier in Pram sowie im Stammwerk in Ried im Innkreis werden alle Möbel in heimischer Handarbeit gefertigt. Rund zwei Drittel der mehr als 600 Mitarbeiter in Österreich sind gelernte Tischler, unterstützt von der notwendigen Technik und sogar künstlicher Intelligenz bauen sie Möbel für alle Wohnbereiche. Ein jedes mit viel Handarbeit, maßgefertigt als Unikat!

„Bei unserer Arbeit geht es stark um die Liebe zum Holz, eine Liebe, die jeder unserer Mitarbeiter in sich trägt. Wir behandeln das Holz mit größtem Respekt: den Respekt, den ein Baum verdient hat, der 150 Jahre gewachsen ist. Holz lebt!“, erklärt Georg Emprechtinger, Inhaber und CEO. „Wenn man dieses Gefühl hat und jeden Schritt mit dem entsprechenden Respekt tut, dem Holz die Zeit gibt zu reifen, dann entsteht etwas Tolles, etwas Einzigartiges!“ Schon 1980 hat man sich bei TEAM 7 entschieden, ausschließlich reines Naturholz zu verwenden, lediglich mit Naturölen behandelt. Standards der Möbelbranche wie Lacke, Span- oder MDF-Platten sind hier nicht zu finden. „Wir wollen das Erlebnis des Waldspaziergangs zu unseren Kunden in die Wohnung bringen. Holz lebt, es atmet, es nimmt Gerüche auf, wirkt antibakteriell! Darum lackieren wir das Holz nicht, um die Poren offen zu halten“, so Emprechtinger, „damit bringen wir ein Stück Natur nach Hause!“ Dass man mit der Verwendung hochwertiger Hölzer, ausschließlich aus nachhaltiger Forstwirtschaft, und besonders schonenden Verfahren automatisch in einer etwas gehobeneren Preisklasse landet, nimmt man gerne in Kauf. „Natürlich kosten unsere Möbel etwas mehr als solche aus billigstem Material. Aber sie sind nicht abgehoben teuer. Die Frage, die sich stellt ist: Ist es mir etwas wert, dass mein Möbel ein Stück Natur ist? Dass ich etwas Lebendiges in meinem Wohnraum habe, an dem ich mich jeden Tag erfreue! Uns geht es auch um das Leuchten in den Augen unserer Kunden. Und dann fangen wir an zu planen – je nach Budget.“ Und in diesem sollte auch die Lebensdauer der Möbel berücksichtigt werden: „Wir produzieren Möbel fürs Leben, die kann man vererben!“ Bei Möbelstücken, die auf eine so lange Lebensdauer ausgerichtet sich, aus einem Material wie Holz, das kaum kaputt zu bekommen ist, stellt sich natürlich auch die Frage nach dem Design. Inwieweit spielen Modetrends eine Rolle? „Wenn ich in der Möbelbranche kurzfristigen Modeerscheinungen nachlaufe, habe ich sicherlich etwas falsch gemacht. Wenn aber etwas gut gemacht wurde, wird man auch nach 50 Jahren sagen: Das gefällt mir immer noch. So entstehen Klassiker! Das ist gültig und danach streben wir: Dass wir, sowohl vom Design her als auch von der Funktion her keine Blödheiten im Sinne der Kurzfristigkeit machen! Wir haben den Anspruch, jedes Produkt stets weiter zu entwickeln, zu verbessern. Und, wir stellen uns bei Neuentwicklungen stets die Gewissensfrage: Braucht das die Welt?“


Gutes Design überdauert die Zeit

Design spielt bei der Einrichtung eine wesentliche Rolle. AREA-Geschäftsführerin Katharina Schmid über Trends und Klassiker im Design.

Was macht gutes Design aus?
Es ist die Qualität, es sind die Materialien, all diese Dinge, die sich der Designer ja gut überlegt. Etwas zu designen ist ein Prozess, der zum Teil über Jahre dauert. Gutes Design soll Jahre überdauern, nicht nur von der Optik, sondern auch von der Qualität her. Es soll einen über die Zeit begleiten und sich an jede Situation anpassen, auch wenn man sich wohnlich verändert. Ein Klassiker ist zum Beispiel der Lounge Chair von Charles & Ray Eames, ein Möbel aus den 50er Jahren, das noch heute genauso produziert wird wie damals.

Welche Beispiele gibt es darüber hinaus an typischen Klassikern?
Die Liste ist lang. Typische Klassiker sind zum Beispiel der Panton Chair von Verner Panton, der Egg Chair von Arne Jacobsen oder das USM Haller Möbelsystem, das seit über 50 Jahren am Markt ist und durch die damals entwickelte Technologie zum Klassiker schlechthin wurde. Aber auch Möbel, die erst vor 10, 15 Jahren entworfen wurden, entwickeln sich bereits zum Klassiker.

Muss gutes Design automatisch sehr teuer sein?
Das glauben viele, muss es aber nicht. Es gibt auch Modelle für den kleineren Geldbeutel, wie zum Beispiel den Eames Plastic Chair von Vitra. Der ist ein gutes Einstiegsmodell und wertet jeden Wohnraum als Eyecatcher auf!

„Gutes Design soll Jahre überdauern, nicht nur von der Optik, sondern auch von der Qualität her.“
Katharina Schmid