Leben

Lesezeit: 8 Minuten

Aktive Zellen, stabile Gesundheit

Text: Doris Thallinger

Fotos: This is brk, Giovanni Cancemi, dc222 - stock.adobe.com

Eine neue Form des Gesundheitstrainings macht von sich reden: „Cell-Re-Active-Training“ soll die Selbstheilungskräfte des Körpers unterstützen. Damit werden Blockaden gelöst und die körpereigene Energie wieder in Fluss gebracht.

Im Mittelpunkt steht die Zelle. Die Zelle ist die kleinste Einheit unseres Organismus – insgesamt setzt sich der Mensch aus rund 75 Billionen dieser Zellen zusammen, eine jede als Baustein des Körpers, der tagtäglich seine komplexen Aufgaben für die unterschiedlichsten Körperfunktionen erledigt. So im Idealfall.

Der deutsche Physiotherapeut David M.S. Overbeck hat sich im Zuge seiner langjährigen Forschungstätigkeit mit den Gesetzmäßigkeiten des menschlichen Körpers im Allgemeinen und der Funktionsweise der Zellen in Speziellen beschäftigt. Nach seiner Theorie haben Beschwerden im menschlichen Organismus ihren Ursprung in verletzten, beschädigten oder gestörten Zellen. Arbeiten diese Zellen nicht ordnungsgemäß und erfüllen ihre Funktion nicht, entsteht ein „Stau“ in der Zellkommunikation sowie auch im Fluss der Körperenergie. In welchem Bereich auch immer dieser Stau auftritt, meldet sich hier der Körper mit Schmerzen, Entzündungen, Bewegungseinschränkungen und anderen Symptomen.

Dass Zellen ihre Funktion nicht mehr richtig ausüben, dafür sind drei unterschiedliche Arten von „Schlägen“ verantwortlich: mechanische (also beispielsweise durch einen wirklichen physischen Schlag), chemische (durch Giftstoffe) oder emotionale (wie ein Schock oder Trauma).
„Oft kann man sich an den ‚Schlag‘ im eigentlichen Sinne gar nicht erinnern, manchmal liegt er schon lange zurück, manchmal wird er nicht bewusst wahrgenommen“, weiß Karin Hoffmann von der Praxis Physio Wals-Grünau, die sich seit mittlerweile über drei Jahren intensiv mit dem „Cell-Re-Active-Training“ beschäftigt.

Was wahrgenommen wird, ist der Schmerz, die Funktionsstörung, die ihre Ursache jedoch meist nicht in dem Bereich hat, in dem sie auftritt. Dies ist zentraler Bestandteil bzw. Ausgangspunkt des Trainings nach dem Theralogy-Konzept: Nicht die Symptome und die Diagnose bestimmen das Training, sondern die wahre Ursache. Die Wissenswerkstatt Theralogy beschäftigt sich mit den Funktionsweisen, den natürlichen und physiologischen Gesetzen und Zusammenhängen im Körper.

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Mögliche Blockaden werden zum Beispiel durch passive Bewegungstests mithilfe von Reflektionspunkten und deren Veränderung auf den Pulsschlag eruiert. Die Störung kann zum Beispiel im Nervensystem auftreten, im Organsystem oder aber im Meridiansystem, zu dem etwa Muskeln, Sehnen und Bänder zählen.
„Sobald man weiß, in welchem System das Problem liegt, kann man ganz gezielt Zellen trainieren“, erklärt Rainer Hoffmann.

Wiederherstellung der Zellfunktion
Die Behandlung dieser Bereiche erfolgt durch die Anbringung sogenannter „Redater“ an den vom Therapeuten ausgetesteten Positionen. Redater bestehen aus einem Biophotonen-Spiegel, der – selbst vollkommen frequenzfrei – die Zellinformation kohärent spiegelt und der Zelle auf diese Weise die Information zurückgibt, ob sie korrekt arbeitet. Ist dies nicht der Fall, erkennt die Zelle ihren Defekt, wird dadurch „redatet“ und behebt den Fehler insofern, als sie ihre ursprüngliche, durch die DNA festgelegte Funktion wieder ausführt. Die grundsätzliche Idee des Biophotonen-Spiegels fußt auf einer Theorie des deutschen Biophysikers Fritz-Albert Popp.

Unmittelbare Ergebnisse
Die Zell-Reaktivierung geschieht vollkommen automatisch und ist auch nicht bewusst steuerbar. Ab diesem Zeitpunkt beginnt es im Körper zu arbeiten, die Selbstheilungskräfte werden aktiviert. „Kleinere Blockaden können sich bereits nach Minuten auflösen, was leicht erkennbar ist, indem man die passiven Bewegungstests wiederholt. Hier sieht man deutlich, wie sich der Bewegungsradius durch das Training mit den Redatern in kürzester Zeit verändert“, so Rainer Hoffmann. „Allerdings ist es ähnlich wie beim Frühlingsputz: Bevor alles schön und sauber ist, muss erst einmal aufgeräumt werden. Durch das Cell-Re-Active-Training wird der Körper entgiftet, Säure und Flüssigkeiten werden aus dem System entsorgt.“

Vertieft wird die Wirkung der Redater durch „Heimtraining“. Nach der Anleitung des Therapeuten kann der Patient selbst die Redater anbringen und wirken lassen. Manche Blockaden sind hartnäckig und brauchen länger, um sich zu lösen und oftmals ist es mehr als ein Problem, das den Körper belastet. „Mit den Redatern von Theralogy kann man den ganzen Körper Schritt für Schritt reaktivieren, ähnlich wie die Sanierung eines Hauses“, vergleicht Karin Hoffmann. „So erreicht man nach und nach alle Zellen, die ein Reaktivierungstraining benötigen.“

Erfahrungswerte
Karin und Rainer Hoffmann bieten das Cell-Re-Active-Training seit 2016 an. Damals waren sie mit die ersten, die in Österreich auf diese Form des Trainings aufmerksam wurden und ihre Ausbildung begannen. „Für uns, die wir ja schon eine große therapeutische Erfahrung besitzen, waren die Ergebnisse und Erfolge, die wir mit damit erzielt haben, absolut verblüffend“, erinnert sich Karin Hoffmann. „Dabei ist das System ausgesprochen logisch und baut auf den Gesetzmäßigkeiten des menschlichen Körpers auf. So lassen sich vor allem bei Problemen des Bewegungsapparates beeindruckende Erfolge erzielen.“ Studien dazu sind derzeit in Arbeit.