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Urlaubsfeeling hausgemacht

Endlich Sommer!
Die Sonne lacht vom Himmel und die Tage dehnen sich. Nach einem langen Arbeitstag genießen wir das gerne. Mit einem eigenen Balkon oder einer Terrasse können Sie sich auch ganz gemütlich zu Hause entspannen.

Von der Arbeit nach Hause kommen und alle Viere einfach von sich strecken – das geht auf der Couch vor dem Fernseher am besten, denken Sie zumindest. Mit wenig Aufwand, etwas Muse und Geschick lässt sich aber auch der Balkon oder die Terrasse zu Ihrem persönlichen Wohnzimmer im Freien verwandeln. Entspannen können Sie hier mit Sicherheit und den Fernseher gibt’s quasi von der Natur mitgeliefert.

Probier’s mal mit Gemütlichkeit! – Ein Platz im Freien

Was schön und gemütlich ist, liegt oftmals im Auge des Betrachters. Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht streiten. Die Möglichkeiten, einen Balkon oder eine Terrasse zum ganz persönlichen Wohlfühlparadies zu machen, sind vielseitig. Zentral ist dabei auch die Auswahl der Möbel, die ein wichtiges Gestaltungselement sind, wie Ursula Kopp in ihrem Buch „Gartenlust auf kleinem Raum“ schreibt. „Die Möbel sollten im Stil zu Balkon oder Terrasse passen. Darüber hinaus müssen sie in Form und Größe im richtigen Verhältnis zum zur Verfügung stehenden Raum gewählt werden“, rät Ursula Kopp außerdem. Neben dem Design spielt auch das Material eine große Rolle: Es prägt den Stil, sollte aber natürlich strapazierfähig sein und der Witterung Stand halten.

Möbel im Lounge-Stil können Sie auch ganz einfach selber machen. Was Sie dazu brauchen? Im Grunde nur Paletten, Werkzeug und etwas Geschick und Kreativität. Lassen Sie sich inspirieren!

Mehr zum Thema „Selber machen“ finden Sie auch in den Büchern „Balkon-Projekte für Selbermacher“ und „Garten- Projekte für Selbermacher“ von Folko Kullmann.

Gemütlichkeit und Wohlfühlambiente sind auf dem Balkon, der Terrasse oder im Garten ein großes Thema. Im Trend liegen momentan Lounge-Möbel aus Kunstrattan. Damit wird das Wohnzimmer quasi nach draußen verlegt. Auf Sesseln, Sofas oder Liegeinseln fällt das Entspannen leicht. Typisch für diese Art der Möbel sind bodennahe, ausladende Sitz- oder Liegeflächen mit voluminösen Polstern – meist in dezenten Farben. Urlaubsfeeling kommt hier sicher auf, allerdings sind diese Möbel nicht gerade platzsparend. Suchen Sie Varianten, die wenig Platz brauchen, so können Sie auf Klappmöbel in unterschiedlichsten Ausführungen zurückgreifen. Schmiedeeiserne Garnituren etwa wirken luftig und leicht und versprühen mediterranes Flair.

Freie Sicht?

Hat man nun die passenden Möbel für das ganz persönliche Wohnzimmer im Freien gefunden, möchte man meist nicht auf dem Präsentierteller sitzen. Ob Terrasse, Garten oder Balkon: Die Möglichkeiten für einen Sichtschutz sind vielfältig. Wer es gerne natürlich hat, kann Kletter- oder Rankpflanzen setzen. Innerhalb weniger Wochen verdecken sie schon die Sicht.

Je nachdem, ob Sie es blumig oder immergrün mögen, können Sie auch hier aus unterschiedlichen Varianten wählen: Von der Clematis über Winterjasmin und Glyzinie bis hin zum Efeu hält die Natur verschiedenste „grüne Optionen“ bereit. Soll der Sichtschutz sofort gegeben und völlig undurchlässig sein, können Wände oder Gitter aus Holz aufgestellt werden. Der zusätzliche Vorteil dabei: Das Aufstellen funktioniert meist sehr unkompliziert und rasch.

Tipps zum Selbermachen 

Der „grüne Sichtschutz“ eignet sich auch hervorragend für den Balkon. Anstelle eines Rankgitters können Sie beispielsweise mit einer Wäscheleine ein Netz zwischen den Balkonsäulen schnüren.

Haben Sie keine Säulen, können Sie ganz einfach aus Latten einen Rahmen bauen, den Sie dann bespannen. Die Pflanzen setzen Sie am besten in Kübel am Boden oder in Blumenkisterl, die Sie platzsparend am Geländer befestigen.

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Foto: Matthias Krüttgen – fotolia.com

Abgesichert

Egal, für welchen Sichtschutz Sie sich entscheiden, ist es wichtig, einige rechtliche Aspekte zu beachten. So gehören Balkon und Fassade auch bei Eigentumswohnungen zum Gemeinschaftseigentum. Veränderungen müssen somit beim Vermieter bzw. der Eigentümergemeinschaft bekannt gegeben und in weiterer Folge bewilligt werden. Zudem sollte die Hausordnung berücksichtigt werden. Grundsätzlich gilt, dass Nachbarn nicht durch die eigenen Aktivitäten auf dem Balkon beeinträchtigt werden dürfen.

Duftige Erholung

Im Wohnzimmer werden Pflanzen oft als dekoratives Element einbezogen. Gerade auch der Außenbereich wird häufig dazu genutzt, sich mit der bunten Vielfalt auszutoben. Wer einen guten Raumduft schätzt, kann den auch im Freien genießen: Kräuter unterschiedlichster Art sind ein Genuss für alle Sinne.

Eine Wissenschaft?

Kräuter sind eigentlich ganz unkomplizierte Pflanzen, die vielseitig einsetzbar und schön anzuschauen sind. Obwohl man Kräuter fast überall anpflanzen kann (Fensterbrett, Balkon, Garten), sollten ein paar Dinge beachtet werden, damit man lange Freude damit hat. Kräuter haben ganz unterschiedliche Bedürfnisse, was meist auch mit ihrer Herkunft zusammenhängt. So gedeihen beispielsweise Lavendel, Thymian oder Rosmarin besonders gut in sandigen Böden. Außerdem mögen es diese Pflanzen eher trocken. Melisse, Pfefferminze oder Basilikum hingegen brauchen viel Wasser. Auch Schnittlauch oder Petersilie bevorzugen nährstoffreiche, durchlässige Erde, die gut gewässert wird. Schnittlauch mag es sogar, wenn er nass steht.

Um trotz dieser ganz unterschiedlichen Ansprüche auf wenig Platz viele unterschiedliche Pflanzen anbauen zu können, gibt es für Garten und Balkon kreative Lösungen. Mit einer Kräuterampel oder einer Kräuterspirale beispielsweise bringt man die unterschiedlichen Bedürfnisse unter einen Hut. Oben werden – egal ob bei Ampel oder Spirale – die Kräuter gepflanzt, die wenig Wasser brauchen, unten hingegen jene, die mit viel Wasser gegossen werden.

Blühende Kräuterpracht

Damit Kräuter kräftig wachsen, ist es neben dem richtigen Gießen auch wichtig, regelmäßig zu ernten. Der Schnitt regt den Neuaustrieb – und damit das Wachstum – an. Blütenknospen allerdings sollten vor dem Aufblühen entfernt werden. Bei Schnittlauch, Basilikum, Zitronenmelisse oder Pfefferminze etwa schaut die Blüte zwar sehr attraktiv aus, hemmt allerdings die Pflanze dabei, zu wachsen. Mit einer Kräuterschere oder einem scharfen Messer bewaffnet können Sie in Ihrem Kräutergarten also regelmäßig ernten. Meist verwendet man nur die Blätter für den Verzehr. Bei Rosmarin oder Pfefferminz beispielsweise werden jedoch ganze Zweige, bei Lavendel die Blüten verarbeitet.

Frisch und konserviert

Optimalerweise werden Kräuter direkt nach dem Ernten verwendet. Heim-ische Kräuter wie Schnittlauch oder Petersilie, aber auch Basilikum können auch eingefroren werden. Auch Trocknen macht Kräuter länger haltbar. Die Trocknung dauert allerdings etwa 2 Wochen. Danach sollten die Kräuter möglichst luftdicht verschlossen und von Sonnenlicht geschützt aufbewahrt werden. So haben Sie noch ca. ein halbes Jahr lang Freude daran.

Umfassender Einsatz

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Foto: Photgraphee.eu – fotolia.com

Kräuter sind nicht nur schön anzuschauen und riechen gut, sondern haben auch heilende Kräfte. Neben der heilenden Wirkung, die beispielsweise Pfefferminze hat, können Kräuter auch im kosmetischen Bereich eingesetzt werden. So wirkt Petersilie hautklärend und beschert einen zarten Teint.Mit Dampfbädern und Kompressionen kann das Kraut auch äußerlich zur Anwendung kommen. Am Abend als Augenkompresse angewandt, wird brennenden Augen entgegengewirkt.

Wollen Sie Ihren Tag nun aber gemütlich in Ihrem Wohnzimmer im Freien ausklingen lassen, sollten Sie auf Basilikum oder Rosmarin wohl eher verzichten. Denn: Basilikum regt die Hirntätigkeit an, Rosmarin wirkt effektiv gegen Müdigkeit. Von der Arbeit nach Hause kommen und alle Viere einfach von sich strecken – das geht auch im Wohnzimmer im Freien bestens.

Ein Artikel von Marion Flach

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