Foto: Tauernguide/Christoph Krahbichler

Übernachten mal anders

Aufwachen – sanft schaukelnd inmitten der Baumkronen: Im frei schwingenden „Baumbett“ des Hochseilparks Böhmerwald übernachten Besucher gut fünf Meter über dem Boden. Die Betreiber setzen damit auf einen Trend, der aktuell von vielen Abenteurern gehypt wird: Übernachtungen fernab vom üblichen Hotel-Alltag, die man garantiert nie mehr vergisst.
Ein Artikel von Natalie Zettl

Foto: Hochseilpark BöhmerwaldDas „Baumbett“ in Oberösterreich ist nur eine von vielen individuellen Möglichkeiten, die Nacht zu verbringen. In und um Europa gibt es zahlreiche Optionen, das klassische Hotelbett gegen etwas Gewagteres auszutauschen. Zu den Top Five gehören außer dem „Baumbett“, das definitiv eine Kletterpartie wert ist, die folgenden Übernachtungsmöglichkeiten:

Den Sternen ganz nah
Wer schon einmal unter freiem Himmel übernachtet hat, weiß, wie entschleunigend und wohltuend so ein Erlebnis sein kann. Kombiniert man das Ganze mit der Romantik eines Himmelbettes, erfährt man ein ganz neues Lebensgefühl: Beim UnterbergerWirt im Gasteinertal können in der warmen Jahreszeit Übernachtungen im Garten-Himmelbett gebucht werden. So genießen Gäste eine Auszeit von der schnelllebigen Welt, während Laptop und Handy sicher im Hotel-Safe ruhen. Am Abend wird der Garten durch zahlreiche Fackeln magisch beleuchtet, sodass eine romantische Atmosphäre entsteht – und statt Wecker am nächsten Morgen gibt es Vogelgesang, der einen sanft in den Tag geleitet.

Eisige Magie im Tiroler Iglu
Geheimtipp für die kalte Jahreszeit: Im Tiroler Ötztal erwartet Besucher das erste Igludorf des Landes. Von außen meint man auf den ersten Blick, lediglich vor ein paar Schneehügeln zu stehen – wagt man jedoch den Schritt ins Innere der Iglus, so zieht einen die eiskalte Wunderwelt unweigerlich in ihren Bann. Liebevoll gestaltete Details, wie zum Beispiel ein aus Eis modellierter Kamin, machen das Schneedorf einzigartig. Die sechzehn „Zimmer“ und das Hauptiglu, in dem die Mahlzeiten serviert werden, bestehen komplett aus Schnee und Eis und werden jeden Winter wieder neu aufgebaut. Übrigens – frieren muss im Igludorf niemand: Schaffelle, warme Schlafsäcke und heiße Getränke sorgen für die nötige Wärme.

Foto: f11photo - fotolia.comIn einer Blase in Island das Nordlicht bewundern
Kaum eine andere Himmelserscheinung wirkt so magisch wie das Polarlicht, auch Aurora Borealis genannt. Besonders nah dran ist man mit etwas Glück in einer Bubble, einer luftgefüllten Blase aus Plastik, die als luftiges Hotelzimmer mitten in der Natur fungiert. Der isländische Reiseanbieter Buubble Tours hat sich auf 23-stündige Touren spezialisiert, die sich ideal in einen bestehenden Urlaub einbetten lassen. Falls dann nachts die Aurora Borealis über den Himmel tanzt, genießen Gäste das Schauspiel in der Bubble quasi aus der ersten Reihe – gemütlich liegend auf dem weichen Bett, eingerollt in eine flauschige Decke. Doch die spektakuläre Übernachtung ist nicht das einzige Highlight: Von Reykjavík aus geht es unter anderem zum Heißwasser-Geysir im Tal Haukadalur und zur „Geheimen Lagune“, die mit ihrem warmen Wasser sogar bei winterlichen Temperaturen zum Outdoor-Baden einlädt.

Abenteuernacht direkt am Fels
Nichts für schwache Nerven ist die Portaledge-Übernachtung an einer Felswand im Gebiet des Großvene-digers: Nach einer kurzen Wanderung seilen sich die Gäste ein Stück entlang der steilen Felswand ab und installieren unter fachkundiger Anleitung die Übernachtungsliegen direkt am Abgrund. Angst vor dem Fallen braucht übrigens niemand zu haben: Wer hier in luftiger Höhe übernachtet, ist mit Seilen zuver-lässig gesichert. Am nächsten Morgen lässt sich von der Portaledge aus der Sonnenaufgang über den Gipfeln bewundern – ohne störende Nebengeräusche, eingebettet in die magische Stille der Natur. Interessierte Abenteurer können online über www.tauernguide.at mit den Veranstaltern Kontakt aufnehmen.

Foto: IKUNA NaturressortTräume von Winnetou im Tipi
Wer schon als Kind Indianergeschichten geliebt hat, sollte sich auf die Reise nach Natternbach in Oberösterreich machen: Wie eine Szene aus einem Westernfilm präsentiert sich die Tipi-Siedlung des Ikuna Naturresorts. Hier leben die Gäste während ihres Aufenthalts völlig im Einklang mit der Natur – beim Himbeerpflücken direkt vom Strauch, am gemütlich knisternden abendlichen Lagerfeuer oder beim entspannten Auf-wachen, eingewickelt in einen Quilt mit indianisch angehauchter Stickerei. Durch das erlebnisreiche Setting und die zahlreichen Möglichkeiten zum Aktivwerden kommen auch Kinder im Ikuna Naturresort voll auf ihre Kosten.

Allein mit dem Meer im kroatischen Leuchtturm
Für Individualisten, die es in den sonnigen Süden ans Meer zieht, lohnt sich ein Blick in Richtung Kroatien: Auf der Insel Pločica beherbergt der gleichnamige Leuchtturm maximal vierzehn Personen und verzaubert durch Robinson-Crusoe-Feeling.

Denn: Außer besagtem Leuchtturm gibt es auf der winzigen Insel nichts außer einsamen kleinen Stränden, die zum Schwimmen und Tauchen einladen. Lebensmittel müssen also vor dem Übersetzen eingekauft werden – bei speziellen Wünschen hilft aber gerne der Kapitän aus, der die Gäste von der größeren Nachbarinsel Korčula aus nach Pločica bringt. Insidertipp: Romantiker bevorzugen das südöstlichste Zimmer im ersten Stock. Von dort aus genießt man abends einen grandiosen Blick auf das mystische Lichterspiel der Leuchtfeuer auf den Nachbarinseln Hvar und Pelješac. Informationen zu Preisen und Terminen gibt es unter www.lighthouses-croatia.com

Fotos: www.thoma.at / Team 7 / Stadler Fotografie

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