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Trocken gelegt

Schwitzen ist eine gesunde und lebensnotwendige Funktion unseres Körpers. Nur manchmal übertreiben es die Schweißdrüsen – aus welchen Gründen auch immer. Um dem übermäßigen Schwitzen Einhalt zu gebieten, erfreut sich eine neue Methode zunehmender Beliebtheit.
Ein Artikel von Doris Thallinger

Es ist eine peinliche Sache. Wenn selbst das beste Deo versagt, sich tiefe Schweißränder am Kleid abzeichnen oder gar große, dunkle Flecken von einem übermäßigen Schweißausbruch zeugen. Dazu macht sich gern ein leichtes Düftchen breit – nicht sehr angenehm, weder für die lieben Mitmenschen, noch für einen selbst. Solche Situationen kennen wohl alle von uns. Wenn bei 33 Grad Celsius die Sonne unbarmherzig vom Himmel brennt oder wir gerade von einem schweißtreibenden Dauerlauf retour kommen, ist es vollkommen in Ordnung und ja auch lebensnotwendig, dass sich unser Körper durch das Schwitzen Abkühlung verschafft.

Ärgernis Hyperhidrose

Foto: kolesnikovserg - fotolia.com

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Manche Menschen schwitzen jedoch selbst, wenn die Temperaturen unter dem Nullpunkt liegen, sie keinerlei körperliche Anstrengung hinter sich haben und auch kein Gefühlsausbruch Schuld daran trägt, dass die Körpertemperatur plötzlich ansteigt. Dieses Phänomen nennt sich Hyperhidrose – übermäßiges Schwitzen.
Laufen die Schweißdrüsen ohne externe Gründe auf vollen Touren, kann dies unterschiedlichste Ursachen haben. In manchen Fällen sind es Krankheiten, die die vermehrte Absonderung von Schweiß nach sich ziehen, wie Hormon- und Stoffwechselerkrankungen, neurologische Indikationen, psychische Krankheiten oder das Schwitzen ist Folge einer ungesunden Lebensweise.

Foto: AdamRadosavljevic - istockphoto.com

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Grundlose Schweißattacken
Nur ist nicht in allen Fällen einer Hyperhidrose eine andere Krankheit verantwortlich für das übermäßige Schwitzen. Primäre Hyperhidrose nennt sich der Umstand, dass der Körper extrem schwitzt, und das völlig grundlos. Betroffene sind meist machtlos. Der Alltag wird zur Herausforderung, wenn sie versuchen, Schweißflecken und Gerüche zu kaschieren. Übermäßiges Schwitzen kann auch gesundheitliche Folgen haben. Nicht nur, dass wichtige Mineralien vermehrt ausgeschieden werden und Betroffene umso mehr auf ihre Flüssigkeitszufuhr zu achten haben, ist die nasse Haut Nähr-boden für Pilze und Bakterien, die zu Abszessen und Fisteln führen können.

Psychische Belastung
Schlimmer als eventuell auftretende Hautirritationen sind jedoch die Auswirkungen, die das übermäßige Schwitzen auf die Psyche und das soziale Leben der Betroffenen hat. „Man gewöhnt sich an, die Arme fest in die Seiten zu pressen, um die penetranten Flecken unter den Achseln irgendwie zu verbergen, sobald man spürt, dass sich das T-Shirt schon wieder vollsaugt und die nassen Stellen wachsen und wachsen“, berichtet eine Betroffene. Damit wird jedes High five zur peinlichen Herausforderung, sich von jemandem unter die Arme greifen zu lassen, ein Ding der Unmöglichkeit. Selbst Umarmungen werden gemieden, aus Angst, das Gegenüber ebenfalls zu durchnässen. „Irgendwann vermeidet man jede Situation, in der einem jemand zu nahe kommen und die Schweißflecken sehen oder fühlen könnte.“ Vom Geruch ganz abgesehen. Hyperhidrose ist nichts, wofür man etwas kann, aber auch nichts, worüber man gerne spricht.
In der Hoffnung auf Besserung ist man bereit, so einiges auszuprobieren. In leichten Fällen können Antitranspirante oder Salbei-Extrakte helfen, das Problem in den Griff zu bekommen. Teilweise schreckt man aber nicht einmal vor fragwürdigen „Anti-Sweat-Kapseln“ oder scharfen Salben zurück, die das Problem selten dauerhaft lösen, dafür aber jucken, brennen und die Haut extrem reizen. Davon abgesehen, dass darin enthaltene Aluminiumchloridsalze umstritten sind, ob des Risikos, langfristig Krebserkrankungen zu begünstigen.

Was wirklich hilft
„Wenn jemand pathologisch, also krankhaft, schwitzt, zum Beispiel unter der Achsel, dann ist es sinnvoll, eine dauerhafte, endgültige Lösung in Betracht zu ziehen“, erklärt Dr. Clemens Nawara, Facharzt für Chirurgie im SAN Medical Center Salzburg. Hier wird seit einiger Zeit eine relativ neue Methode angeboten, die dem Schwitzen in den Achseln Einhalt gebietet. Nicht-invasiv, also ohne Operation, arbeitet das MiraDry®-System mit Mikrowellen: Es leitet präzise kontrollierte, elektromagnetische Energie in den Bereich der Schweißdrüsen und beseitigt diese dauerhaft. „Der Großteil der Schweißdrüsen befindet sich an der Unterseite der Haut – diese werden durch die MiraDry®-Methode verödet und so um einen Großteil reduziert“, erklärt Nawara. „Die Schweißdrüsen sind dann zerstört und kommen auch nicht wieder.“ Lediglich Schweißdrüsen, die tiefer liegen, können nicht erfasst werden.

Foto: YakobchukOlena - fotolia.com

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Dauerhaft trocken
Die Behandlung wird ambulant durch-geführt und dauert in etwa eine Stunde. Nach einer ausführlichen Anamnese und der örtlichen Betäubung wird das MiraDry®-Handstück individuell an die Achselhöhle angepasst und rastert die Fläche der Schweißdrüsen ab. Durch die örtliche Betäubung funktioniert dies komplett schmerzfrei.
Auch danach ist mit keiner Ausfallzeit zu rechnen, Dr. Nawara empfiehlt jedoch, an den ersten drei Tagen ein leichtes Schmerzmittel einzunehmen, das auch die Schwellung der Achsel zurückgehen lässt. „Natürlich fühlt man in den ersten Tagen die Verbrennung unter der Haut, man spürt, dass die Haut spannt und zieht. Aber nach ca. einer Woche sollten sämtliche Nebenwirkungen überstanden sein.“ Der Effekt, der tatsächlich SOFORT eintritt: Mit dem Ende der Behandlung ist auch das Schwitzen besiegt. „Wir legen die Behandlungen mit MiraDry® gerne auf Donnerstag oder Freitag, damit der Patient sich am Wochenende gut ausruhen kann. Das Beste ist, Cool-packs aufzulegen, um die Haut zu kühlen“, empfiehlt Nawara.
„Aber auch, wenn man ein paar Tage leichte Schmerzen hat, ist das ein sehr geringer Preis dafür, ein für alle Mal Ruhe vor dem lästigen Schwitzen zu haben!“
Vier Wochen nach der Behandlung mit MiraDry® überprüft er bei seinen Patienten noch einmal das Ergebnis. „Im Großteil aller Fälle sind die Ergebnisse nach einer Behandlung absolut zufriedenstellend. Allerdings ist in der Medizin nie etwas hundertprozentig – deshalb bieten wir, sollten einzelne Schweißdrüsen überlebt haben, wenn gewünscht, eine zweite Behandlung an, die diese nochmals reduziert.“ Eine aktuelle Studie belegt eine durchschnittliche Schweißreduzierung nach der ersten Behandlung um 82 Prozent. „Es kommt natürlich immer darauf an, welches Ergebnis man sich wünscht: Soll das Schwitzen unter den Achseln auf ein minimales Maß reduziert werden, sodass man an einem heißen Tag zusätzlich ein Deo verwendet oder soll es komplett unterbunden werden?“

Foto: Dimid - fotolia.com

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Spritzen gegen Schwitzen
Eine sehr gründliche Methode, das Schwitzen zu unterbinden, ist das Injizieren von Botulinumtoxin A – kurz Botox – unter die betroffenen Hautstellen. Das Botox lähmt die Funktion der Schweißdrüsen – auch bei dieser Methode setzt die Wirkung schnell nach der Behandlung ein. „Der große Vorteil von Botox ist, dass es anatomisch keine Einschränkung gibt, also an allen Hautarealen, die von übermäßigem Schwitzen betroffen sind, eingesetzt werden kann, während MiraDry® rein für die Behandlung der Achseln vorgesehen ist“, so Dr. Rudolf Stadlhuber, ebenfalls Facharzt für Chirurgie im SAN Medical Center. „Der Nachteil ist jedoch, dass Botox nur für beschränkte Zeit wirkt.“ Wer übermäßig schwitzt und dem ein Ende machen möchte, muss damit rechnen, alle drei bis sechs Monate Botox spritzen zu lassen. Eine Angelegenheit, die mit der Zeit ins Geld geht, da hier das Material relativ teuer ist: So sind die Kosten der einmaligen und dauerhaften MiraDry® Behandlung in etwa so hoch wie die Kosten für die Botox-Behandlungen, die innerhalb eines einzigen Jahres nötig sind (geschätzt: 3 Behandlungen/Jahr). „Für die Achsel ist MiraDry® sicherlich die beste Methode, die derzeit am Markt ist. Für alle anderen Areale ist Botox eine gute Alternative“, sind sich Dr. Clemens Nawara und Dr. Rudolf Stadlhuber einig und bieten aus diesem Grund auch beide Methoden im SAN Medical Center an.
Übrigens: Einen weiteren großen Pluspunkt kann MiraDry® noch aufweisen: Durch die elektromagnetischen Wellen werden nicht nur Schweiß- und Duftdrüsen, sondern auch Achselhaare dauerhaft reduziert!

doris_rundEin Kommentar von Doris Thallinger
Geraten Sie auch schnell einmal ins Schwitzen? In manchen Situationen ist es ja auch völlig normal und wird nicht so sehr als störend empfunden. Und dennoch: Kaum hat man sich in Schale geworfen, vielleicht sogar fein gemacht für – wie sollte es zu der Zeit anders sein – den Festspielbesuch, spürt man die Feuchtigkeit. Auf Abendkleidern zeichnen sich erste Ränder ab, die Herren der Schöpfung wagen es auch zu späterer Stunde nicht, ihr Jackett abzulegen – haben sich auf den edlen Hemden doch dunkle Flecken gebildet. Ob man nun übermäßig schwitzt oder nicht – es gibt Situationen, in denen der Schweißfluss mehr als
unangenehm ist. Wie mir auch Dr. Stadlhuber vom SAN Medical Center bestätigt, ist die
Unterbindung des offensichtlichen Schwitzens ein bisschen zum Lifestyle-Thema geworden. Wer einmal die Erfahrung gemacht hat, sich auch nach einem langen, warmen Tag noch frisch und sauber zu fühlen und nicht ständig kontrollieren zu müssen, ob sich irgendwo verräterische Flecken bilden, wird wahrscheinlich nicht mehr darauf verzichten wollen. Meine Recherchen und die Gespräche mit den Experten des SAN Medical Center haben auch mich überzeugt: MiraDry® ist eine sehr gute Methode, sich das Leben leichter zu machen und die Lebensqualität zu steigern. Darum werde ich mich demnächst in die erfahrenen Hände Dr. Nawaras begeben und diese Behandlung selbst ausprobieren. Wie es mir dabei ergeht und wie zufrieden ich mit den Ergebnissen sein werde, können Sie auf www.diesalzburgerin.at mitverfolgen!

Foto: ValuaVitaly - istockphoto.com

Foto: ValuaVitaly – istockphoto.com

Für den Artikel in der aktuellen Ausgabe der Salzburgerin habe ich mich intensiv mit dem Thema „Schwitzen – was kann man dagegen (dauerhaft) unternehmen?“ auseinander gesetzt. Im Zuge dessen bin ich auf eine relativ junge und sehr erfolgsversprechende Behandlung gestoßen: MiraDry®.
Was ich darüber erfahren habe, hat mich überzeugt und so fühle ich mich bereit für ein neues Lebensgefühl. Ein Lebensgefühl ohne Angst, Schweißflecken unter den Armen zu haben und ohne der Notwendigkeit, immer und überall mit einem Deo bewaffnet sein zu müssen. Ja, ich will diese Anwendung nun selbst ausprobieren. Im SAN Medical Center habe ich dann kurzentschlossen die Voruntersuchung vornehmen lassen. Dabei wurde gecheckt, ob die Haut unter den Achseln gesund ist, keine Fisteln oder Hautgeschwüre o.ä. vorhanden ist. Mit Erfolg: Nichts spricht gegen eine MiraDry® Behandlung.
Und so steht nach einem ausführlichen Beratungsgespräch schnell fest: MiraDry® ist für mich die geeignete Methode, um lästige Schweißflecken, Deo-Ränder etc. der Vergangenheit angehören zu lassen. Dennoch habe ich mir einige Tage Zeit gelassen, um in Ruhe nachzudenken, die Vor- und Nachteile abzuwägen – schließlich kostet das Ganze ja auch eine Kleinigkeit.
Nach ausführlichen Überlegungen habe ich nun schließlich einen Termin bei Dr. Nawara im SAN Medical Center fixiert: Am 16. August ist es soweit, der Termin am Donnerstagabend bietet zudem den Vorteil, dass ich mich dann am nahen Wochenende ein wenig ausruhen und die Haut unter den Achseln idealerweise in einem unserer sauberen Seen kühlen kann.
Wie ich die Behandlung empfunden habe und wie es mir danach geht, werde ich Ihnen natürlich weiter berichten!

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