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Trends 2015 Die Küche lässt grüßen!

Die Küche von heute macht Lust. Aufs Experimentieren und vielleicht sogar darauf, sie zum eigenen kleinen Bistro zuhause zu wandeln. Vorherrschend ist wohl die Probierfreudigkeit am Herd. In Fragen von Design und Interieur sei der Mut zu Neuem aber den Profis überlassen. Die führenden Küchendesigner und Gerätehersteller stecken auch 2015 viel Engagement und Herzblut in die Kreation der perfekten Küche. Makellos und bis ins Detail durchdacht ist natürlich das Ergebnis – weil Küche heute Prestigeobjekt ist: Sie fordert klare Optik, beeindruckende Ästhetik und höchste Funktionalität. Auch deshalb, da die Küche nicht zuletzt der Spiegel eines gesunden Lebensstils ist.

Von der einfachen Kochstelle zum multifunktionalen Wohnraum gewachsen, sind die Ansprüche hoch. So sind die Planungsprofis auch in dieser „Kochsaison“ zuerst einmal darum bemüht, dass dieser Lebensbereich im Haus, der im Alltag mittlerweile wohl die entscheidendste Rolle eingenommen hat, im Design einem Stil treu bleibt. Geschmackssache, ob es nun der schicke Edellook, der Klassiker oder Landscape ist. Trendy ist der, dessen Küche „einfach cool“ ist. Und auf dem Silberteller präsentierbar sollen natürlich auch die Ausstattung und sämtliche Geräte sein. Ob es überhaupt mit dem Kochen hinhauen will, das ist dann wieder ganz etwas anderes … Wunsch eins an die kulinarische Kreativwerkstatt mit integriertem Kommunikationszentrum ist die möglichst räumliche Großzügigkeit. Die offene Gestaltung der Küche bleibt der Einrichtungstrend. Dass mit dieser Transparenz und jederzeit gegebenen Möglichkeit zum direkten neugierigen Blick in die Kochtöpfe zweifellos auch Nachteile entstehen, dem setzen die Planungsprofis immer wieder neue Errungenschaften entgegen. Sei es etwa der leistungsstarke Dunstabzug, der der oft genannten Kritik unerwünschter Küchengerüche im gesamten Wohnbereich entgegenkämpft. Oder ist es der geräuscharme Geschirrspüler, der nach gelungenem Mahl den restlichen Abend mit den Gästen nicht durch ständiges Geblubber und Gesäusel stört. Viele andere Planungsdetails sollen Rezept sein gegen ein allgemeines Küchenchaos – in welcher Form dieses jedoch letztendlich ausartet, ist dann aber doch eine Frage des Organisationstalentes des Kochs.

Sie hat den Look

So zeigen die heurigen Küchenvariationen einiges Bekanntes, manches neu in Szene gesetzt. Nach wie vor werden etwa hübsche Buffets, wie man sie von früher vielleicht noch aus den schmucken Frühstückspensionen kennt, gerne integriert. Ein extra Barbereich mit Hocker bietet sich als Alternative zum großzügigen Küchentisch, an dem man im Übrigen nicht nur dann gerne Platz nimmt, wenn die Glocke zur Mahlzeit läutet. Im Trend auch weiterhin die funktionelle Schrank-Regal-Kombination – geschlossene Schubladen und Türen tun hier gleichermaßen guten Dienst wie offene Ablagen.

Bleibt die ideale Küche für jeden die eigene individuelle Herausforderung, ein Vorbild für die Trendküche schlechthin gibt es sehr wohl: Auf der Internationalen Messe Living Kitchen 2015 in Köln – sie zählte 146.000 Besucher – inszenierte Hersteller SieMatic im Luxussegment der Möbler seine neueste Stilwelt und feierte eine gelungene Premiere seines neuen Planungsprinzips. „SieMatic Urban“, zusammen mit der Produktneuheit Küchen-Buffet SieMatic 29, wurde klar zum Messehighlight gekürt. Inszeniert wurden auch die weiteren SieMatic-Stilwelten, Pure und Classic, die jeweils einen anderen Käufergeschmack ansprechen. „’Urban’ richtet sich an den Städter, der gern verschiedene Stile miteinander kombiniert. ‚Pure’ interpretiert den modernen Stil, steht für zeitlose Eleganz, und ‚Classic’ reflektiert die Welt des klassischen Designs – letztere Stilwelt illustriert SieMatic mit spannenden Neuinterpretationen der erfolgreich etablierten BeauxArts“, heißt es seitens der SieMatic Möbelwerke.

So bekommen Sie alles gebacken

Manch interessanter Trendsetter im Küchenbereich findet sich natürlich auch im breit gefächerten E-Geräte-Sortiment wieder. Weil nahtlose Übergänge erwünscht sind, punkten die renommierten Firmen mit Einbaugeräten mit einheitlicher Blendenhöhe. Eine Selbstverständlichkeit, dass Backofen und Co im Design perfekt aufeinander abgestimmt sind, sich beliebig kombinieren lassen und jederzeit mit weiteren Geräten bedarfsgerecht und nach individuellen Wünschen ergänzbar sind. Multifunktionalität ist hier der Anspruch, Hightech – etwa in Form von einfach bedienbaren Touch-Displays – und höchste Energie-Effizienz verstehen sich von selbst. Das Erfreuliche daran: Entwicklungen, die bisher der Gastronomie vorbehalten waren, halten vermehrt Einzug in die privaten vier Küchenwände. Erschwingliche Preise für höchste Funktionalität und gute Qualität machen es möglich.

Inputs aus der Profiküche

So ist es etwa der Kombinations-Backofen, der in keiner neuen Privatküche mehr fehlen darf. Das Zusammenspiel von Dampf und Heißluft lässt jedes Gericht gelingen – ob Gemüse, Braten oder Dessert. Ideal der Dampfbackofen auch zum Regenerieren. Ausgedient die Mikrowelle, denn das schnelle, schonende Auftauen und Erwärmen übernimmt jetzt eines der flexiblen Backofen-Programme. Ebenfalls nach Vorbild der Profiküche wird auch das „Sous Vide“-Verfahren vermehrt zum Trend. Bei dieser Methode werden Fleisch, Fisch oder Gemüse in einem Plastikbeutel bei relativ niedrigen Temperaturen in einem Wasserbehälter mehrere Stunden gegart. Die dafür nötigen Kombigeräte aus Vakumierer und Wasserbehälter werden leistbarer. Als Must have gilt außerdem auch der Thermomix, die multifunktionelle Küchenmaschine, die der Hersteller Vorwerk immer weiterentwickelte. Neben den üblichen Funktionen wie Rühren, Mixen, Kneten und Zerkleinern punktet das Gerät dank integrierter Waage und Heizung auch mit Funktionen wie Wiegen, Erwärmen, Kochen und Dünsten. Perfekt für Suppen, Soßen, Sorbets, Eis und Desserts.

Harmonie im Essbereich

Um bestens gerüstet für die Küchensaison 2015 zu sein, bleibt nun noch, für die passenden Tischrequisiten zu sorgen. Anlass und Jahreszeit, die eigenen Vorlieben berücksichtigend, geben die Richtung vor: Ob lieblich rot, dschungelfiebrig-grün oder blau-maritim, wer mit Müslischüssel und Kaffeetasse, Tischläufer, Serviette, Kerzenhalter und Blumenvase der gewählten Farbe die Treue hält, liegt richtig. Nuancen sind übrigens erlaubt. Nie falsch aber auch die klassische Schwarz-weiß-Variante. Auch Kristall hat immer seine Berechtigung am Esstisch. Ob es nun der barock verschnörkelte Unterteller oder der fast schon majestätische Weinkelch ist. Wer in Dekofragen auf tierische Unterstützung setzt, sollte heuer Schmetterlinge- und Singvögel-Motive wählen. Zu finden sind die Frühlingsboten bereits überall – von Geschirr über Servietten bis Untersetzer oder natürlich auch als Dekofiguren. Wem witzige Accessoires belieben, der setzt auf Smileys und schlaue Sprüche am Abfluss-Stöpsel, Eierbecher im Sumo-Ringer-Style oder gar auf den Messerblock im „Star Wars“-Raumschiff-Design. Zweifellos eine Frage des persönlichen Geschmacks, grundsätzlich sei aber vor allzu viel Kitsch gewarnt. Deshalb nicht verleiten lassen, vor allem von dem per Katalogwerbung unaufhaltsam frei Haus gelieferten Überangebot an „superoriginellen Haushaltshelfern“. Bei weitem nicht jedes „praktische Teil“ macht wirklich Sinn! Wofür man sich auch entscheidet, ob das Ergebnis nun pompös und luxuriös oder schlicht und einfach ist: Die besten Partys finden garantiert auch in Zukunft in der Küche statt!

Andrea Kocher

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