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Tourismus als Chance für Region

Ein Artikel von Maria Riedler, Redaktion Pongau

„Die Tourismuswirtschaft ist eine der wichtigsten tragenden Säulen des Pongaus“, betont Petra Nocker-Schwarzenbacher, Obfrau der Tourismus- und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich. Dass ein Fachkräftemangel bestehe, das sei leider eine Tatsache. In den vergangenen Jahren hätten viele Stellen im Service und in der Küche noch relativ gut mit Arbeitskräften aus Deutschland besetzt werden können. Der deutsche Arbeitsmarkt habe sich mittlerweile stark erholt, daher schwäche sich diese Entwicklung ab. „Sicherer Arbeitsplatz, Wertschätzung und Abwechslung – das sind nur einige der Pluspunkte, die Arbeitsplätze im Tourismus mit sich bringen.“ Dass diese Berufe schlecht bezahlt und stressig seien, wolle sie so nicht stehen lassen: „Den Preis bestimmt in der heutigen Zeit der Mitarbeiter. Nur nach Kollektivvertrag zu entlohnen, könne sich angesichts des Mangels an Bewerbern kein Betrieb mehr leisten.“

So liege etwa im Vergleich zu Deutschland der Verdienst wesentlich höher. Ebenso sind die freie Kost und Logis, die die Arbeitgeber zur Verfügung stellen, ein großer Gehaltsbestandteil. „Berufe im Tourismus sind eine Chance. Bei uns finden auch Wiedereinsteiger neue Herausforderungen.“ Tatsache sei jedoch, dass sich die meisten Betriebe durch die letzte Saison durchgekämpft hätten: „Viele haben etwa aufgrund des Mangels an Köchen ihre Speisekarten verkleinert oder Ruhetage eingeführt.“ Welch wichtiger Faktor der Tourismus im Pongau ist, weiß auch Josef Felser von der Wirtschaftskammer im Pongau: „78,6 Prozent der landesweiten Übernachtungen entfallen auf die südlichen Bezirke. Von den etwa 35.000 Beschäftigten im Pongau sind in der Hauptsaison 21,8 Prozent (7.680 Mitarbeiter) im Bereich der Hotellerie und Gastronomie beschäftigt.“

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