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Stille Nacht zu Ostern

Ein Artikel von Christian Heugl

Am Ende der Osterwoche, bei fast schon sommerlichen Temperaturen, wurde das Stille-Nacht-Jubiläumsjahr 2018 mit einer großen Auftaktveranstaltung im Salzburger Mozarteum ganz offiziell eröffnet. Bei einer Podiumsdiskussion im Halleiner Stadtkino im Vorfeld zu den Landtagswahlen wurden viele Wochen später die anwesenden Politiker zu ihrer Meinung betreffend „Stille-Nacht“ gefragt. Christian Stöckl und Walter Steidl hoben den Friedensgedanken hervor, Sepp Schellhorn plädierte für eine spezielle Schneekugel und kann sich einen gemeinsamen Facebook-Liedauftritt mit Marlene Svazek vorstellen, Karl Schnell hingegen ein Tennengauer Stille-Nacht-Duett mit Anna Veith und Marcel Hirscher und Astrid Rössler hat Angst vor zu viel Lärm und regte eine „Stille-Nacht-freie Zone“ an. So unterschiedlich sind also die, nicht immer ganz ernst gemeinten, Ansichten.
Dabei macht eine behutsame, rechtzeitige Herangehensweise vielleicht wirklich Sinn. Denn der Grundgedanke des Liedes ist längst zu einem weltumspannenden Synonym für Frieden geworden, der das ganze Jahr über seine Berechtigung hat. So gesehen ist das Lied aus Salzburg zu einem Allgemeingut für alle Weltenbürger geworden. Aber den heimischen Touristikern geht es natürlich um eine genauere Verortung. Der Tennengau profitiert jedenfalls von dieser Positionierung.
In den Stille-Nacht-Bezirk in Hallein wird viel Geld investiert, der Löwenanteil fließt davon in das neugestaltete Museum im ehemaligen Wohnhaus von Franz Xaver Gruber gegenüber der Stadtpfarrkirche. Vor der offiziellen Eröffnung am 29. September 2018 gibt es am 7. Juni ab 10 Uhr einen Tag der offenen Tür. Die dahinter verborgene Friedensbotschaft ist aber das ganze Jahr über frei zugänglich.     

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