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SOS bei Fußproblemen

Viele beachten sie nur im Sommer. Nämlich dann, wenn sie in offenen Schuhen oder am Strand gut und gepflegt aussehen sollen. Dabei verdienen unsere Füße immer Aufmerksamkeit. So wichtig ist die richtige Fußpflege.
 Ein Artikel von Maria Riedler

Sie spielen eine tragende Rolle in unserem Leben und sind doch manchmal kaum beachtete Nebendarsteller. Im Blick haben wir unsere Füße selten, kein anderer Körperteil ist von unseren Augen weiter entfernt. Auch als Gesprächsthema taugen sie nicht, Hühneraugen und Hammerzehen sind eher peinlich. Füße sind nicht gesellschaftsfähig, nur hin und wieder gönnen wir ihnen eine Pediküre. Dabei laufen wir in unserem ganzen Leben mit ihnen viermal um die Erde. Selbst der bequemste Büromensch setzt etwa bis zu 10.000 Mal pro Tag einen Fuß vor den anderen.

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Foto: lester120-fotolia.com

„Vorbeugen ist besser als heilen“, das gilt auch für die Fußpflege. „Erfreulicherweise wissen das mittlerweile viele Menschen und gönnen ihren Füßen eine regelmäßige Pflege, mit der man verhindern kann, dass viele Fußprobleme überhaupt entstehen“, sagt Fußpflegerin Martina Altenberger aus Seekirchen. Regelmäßig brauchen unsere Füße ein Fußbad, betont sie und liefert gleich einen Tipp für zuhause mit: „Man kann Teebaumöl bzw. Marulaöl zugeben, das antioxidativ, rückfettend und feuchtigkeitsbindend wirkt – und sich zur Pflege trockener, rissiger Haut eignet. Das Wasser sollte nicht zu heiß sein und das Bad nicht länger als fünf Minuten dauern, damit die Haut nicht zu stark aufquillt. Füße gut abtrocknen. Zuviel Hornhaut wird mit einem Bimsstein entfernt. Anschließend die Nägel gerade schneiden, scharfe Kanten vorsichtig entfernen und die Füße anschließend gut eincremen.“

Nagelpilz

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Foto: lavizzara – fotolia.com

„Nagelpilz ist das häufigste Problem, auch weil er lange keine Beschwerden macht und somit oft viel zu spät entdeckt wird“, so Martina Altenberger. Einfangen kann man sich den Pilz vor allem dort, wo es warm und feucht ist, aber auch auf Teppichen von Hotels. „Häufig sind die Nägel bereits dick und brüchig, oft verfärbt und porös, wenn Kunden oder Kundinnen zu uns kommen.“ Nagelpilz wird immer zuerst vom Hautarzt abgeklärt. „Zumeist leiden Diabetiker, oder abwehrgeschwächte Menschen darunter. Es gibt viele Mittel dagegen; ich empfehle auch vorbeugend das Fußbad (wie oben
erwähnt) mit Hausmitteln.“ Hinzu kommen Mittel wie spezielle Lacke, Cremes oder verschreibungspflichtige Medikamente.

Wer den Pilz nicht bemerkt, trägt ihn durch die Gegend und steckt andere an – auch andere Familienmitglieder im Badezimmer. „Zumeist dauert es bis zu einem Jahr, bis sich die Nagelplatte wieder gesund erneuert hat.“

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Eingewachsene Nägel

Für eingewachsene Nägel gibt es vor allem einen Grund: „Sie werden zu kurz geschnitten, vor allem die Ecken werden zu weit runter oder zu rund geschnitten, so verändert sich das Nagelbett und der nachwachsende Nagel findet nicht den notwendigen Platz“, erklärt Altenberger. Ursache sind aber auch oft falsche Schuhe. Es kommt zu Schmerzen beim Gehen bis hin zu eitrigen Entzündungen. Eingewachsene Nagelteile können auch mit speziellen Spangen wieder auf den richtigen Weg gebracht werden.

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Hühneraugen

Wo die Haut an den Füßen oft zu viel Druck ausgesetzt ist, schützt sie sich durch eine Hornschicht. So können starke Verhornungen entstehen. Die Ursache für den starken Druck kann eine Fußfehlstellung sein. Bei vielen Menschen jedoch gehören Hühneraugen in die Kategorie selbst gemachte Leiden: Sie tragen zu enge Schuhe. „Bei Hühneraugen sollte man immer zur Fußpflege gehen“, empfiehlt Altenberger. Gerade wenn öfters Probleme mit den Füßen auftreten, dann sollte man regelmäßig wärmende Fußbäder und Paraffin-Packungen für weiche, zarte Füße machen.

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Schweißfüße

Fußsohlen weisen, wie die Innenhandflächen, die meisten Schweißdrüsen des Körpers auf. Das eigentliche Problem von Schweißfüßen ist aber nicht der Geruch, sondern die erhöhte Gefahr, an Fuß- und Nagelpilz sowie Ekzemen zu erkranken. „Der Inhaltsstoff Chlorophyll hilft gegen den Schweißfuß und ist in hochwertigen Produkten auch angegeben. Daneben sollten nicht-fettende, kühlende Produkte und kein Puder verwendet werden. Auf gute Qualität von Socken achten! Eventuell auch Fuß-bäder mit einem Schuss Essig durchführen.“

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Expertentipps

Oft sehe ich Kunden und Kundinnen, die durch falsches Nagelschneiden oder zu kleines Schuhwerk stark eingewachsene Nägel mit Folgeproblemen haben und auch zu spät zur professionellen Fußpflege kommen. Ich biete die Möglichkeit einer Nagelkorrekturspange, wobei hier je nach Beschwerden verschiedene Arten zum Einsatz kommen. Mit diesen Spangen werden Beschwerden rasch gelindert.

Andrea Egger, Masseurin und Fußpflegerin, Salzburg

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Foto: Andrea Egger

Neben der regelmäßigen Fußpflege empfehle ich auch Fußgymnastik. So lockern Sie Verspannungen und dehnen die Muskulatur. So kann man etwa öfters barfuß gehen. Auch mit Massagen können Sie Ihren Füßen Gutes tun. Dehnen Sie Ihre Zehen, drücken und kneten Sie die Fußballen sanft und streichen Sie Richtung Herz. Spreizen Sie Ihre Zehen weit auseinander, kreisen Sie mit ausgestreckten Beinen die Füße. Oder rollen Sie sie mit Hilfe eines kleinen Balls.

Martina Altenberger, Kosmetik- und Fußpflegestudio Altenberger, Seekirchen

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Foto: Martina Altenberger

Wir feilen die Fingernägel, polieren und lackieren sie, wir kümmern uns um die Nagelhaut und massieren auch die teuersten Cremes ein. Aber unsere Füße? Sie laufen meist so mit, obwohl sie wahre Schwerstarbeiter sind. Damit sie sich ohne gelbliche Hornhaut, Druckstellen, Fersenrisse oder Hühneraugen zeigen können, ist eine regelmäßige Fußpflege wichtig. Fußpflegerinnen geben Ihnen auch die richtigen Tipps zur Gesunderhaltung und Pflege Ihrer Füße zu Hause.

Hertha Winkler, Beauty Studio, Saalfelden

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Foto: Hertha Winkler

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