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Schlafen Sie schön

Wo verbringen wir die meiste Zeit unseres Lebens? Im Schlafzimmer. Richtig! Was spricht also dagegen, dass wir es auch zu einem wirklich angenehmen Ort gestalten?

Am Abend ins frisch bezogene Bett fallen, sich nur noch gemütlich in die Polster kuscheln und dann abtauchen ins Reich der Träume. Gut ein Drittel des Lebens schlafen wir. Dann tanken wir Kraft, die Immunabwehr wird gestärkt, Körper und Geist erholen sich, die Gedanken werden sortiert. Kurz: Schlaf dient der Regeneration. Schlafzimmer sind vor allem ein Ort der Ruhe und auf den optimalen Schlaf ausgerichtet. Das moderne Schlafzimmer bietet einen wichtigen Mehrwert: Hier findet man Klarheit und Abstand zu den Ablenkungen des Alltags.

Klar und zurückhaltend

Möbel im modernen Schlafzimmer wie Kleiderschrank und Betten haben klare Formen und kühle, schlichte Farben. Zurückhaltende, vielleicht sogar minimalistische Möbel vermitteln Ordnung und lenken nicht ab. Die Sinne können zur Ruhe kommen und werden nicht durch Farben, der expressiven Form des Bettes oder vom Kleiderschrank abgelenkt.

Für mehr Wohnlichkeit können moderne, schlichte Elemente durch individuelle Dekoration und Lichtelemente ergänzt werden. Einige drapierte Kissen, eine schöne Tagesdecke oder ein Teppich vor dem Bett setzen aussagekräftige, moderne Akzente.

Das Bett ist das wichtigste Möbelstück im Schlafzimmer, wir brauchen es als Rückzugsort, zum Erholen und Schlafen. Wussten Sie, dass etwa die Griechen und Römer das Bett gleichzeitig als Liege bei Tisch verwendeten? Bis ins 19. Jahrhundert waren Schlaf- und Wohnbereich nicht getrennt. Heute befindet sich das Bett meist abseits des Wohnbereichs im Schlafzimmer, in das wir uns zurückziehen, um zur Ruhe zu kommen und uns zu erholen. Beim Schlafen tanken wir Kraft und Energie, und gesunder Schlaf in einem bequemen Bett ist wiederum die Basis für unser körperliches Wohlbefinden.

Wo soll das Schlafzimmer sein?

Im Feng Shui ist das Schlafzimmer der wichtigste Raum einer Wohnstätte. Besonders wichtig ist es, diesen Raum völlig frei zu halten von störenden, schädlichen und krankmachenden Einflüssen. Das Schlafzimmer dient zum Ausruhen, der Körper soll sich nach einem langen Arbeitstag oder nach einer aktiven Freizeit wieder erholen.

Schlafen wird als „geringe Aktivität“ (Yin) betrachtet. Daher sollte sich der Schlafraum auch in einem Bereich mit wenig Aktivität befinden, weit weg von den Yang-Hauptaktivitäten im vorderen Teil der Wohnung oder des Hauses. Tagsüber sollte Sonnenlicht ins Zimmer gelangen, das bringt das Chi in den Raum, allerdings sollte das Bett nicht direkt von der Sonne angestrahlt werden. Das kann die Liegestatt überaktivieren und Probleme beim Einschlafen geben.

Empfehlenswert ist auch eine Ausrichtung zum Garten. Blüten geben Energie, gute Nährstoffe und Qi, die Bewohner sind gesünder, intuitiver und erfolgreicher.

Wohin mit dem Bett?

Am besten schläft man mit dem Kopf zur Tür und mit den Füßen weg von jeder Tür. Hinter und vor dem Bett sollte sich eine feste Wand befinden. Ist dies nicht möglich, sollte man zumindest ein hohes Kopfteil haben. Ein Bett darf sich nicht in der Türlinie befinden, da der hereinkommende Qi-Fluss angreifen und Gesundheitsprobleme, insbesondere Herzprobleme, auslösen würde. Um dem vorzubeugen, genügt es, eine mobile Trennwand oder einen dichten Paravent zwischen Türlinie und Bett aufzustellen, um den Qi-Fluss umzulenken. Das Bett sollte mind. 1,5 Meter vom Fenster entfernt stehen, weil durch dieses das Qi nach außen gezogen wird. Ist es zu nahe, wird die dort liegende Person ebenfalls „zum Fenster hinausgezogen“, was Nervosität erzeugt. Ebenso wenig sollte das Bett unter einem Dachfenster stehen.

Zu vermeiden sind auch elektromagnetische Strahlungen, etwa durch Kabel. Alle Steckdosen oder Schalter sollten mindestens einen Meter vom Kopf oder Körper entfernt sein.

Erholung fürs Herz

Ebenso positiv sind – wissenschaftlich bestätigt – Schlafzimmer aus Holz, wie etwa aus Zirbenholz. Hier gilt: „Das Herz erspart sich täglich eine Stunde Arbeit.“ – „Im Zirbenbett schläft es sich besser.“ Seit Jahrtausenden macht sich der Mensch die Edelbaumart Zirbe zu Nutze. Draußen in den Bergen schützt die „Königin der Alpen“, die Zirbe, vor Gefahren. Verarbeitet, bringt sie jene Charakterstärke in den Raum, die ihr über Jahrhunderte in der Natur abverlangt worden ist. Der Mythos, mit dem die Zirbe behaftet ist, hat seine guten Gründe. Es ist nicht nur die Gemütlichkeit, die der Holzbau allgemein ausstrahlt, sondern es sind die vielen zusätzlichen positiven Eigenschaften. Wissenschaftliche Studien haben die positiven Auswirkungen von Zirbenholz auf den menschlichen Organismus nachgewiesen. Mit Holz eingerichtete Räume senken die Herzfrequenz deutlich, die durchschnittliche Arbeitsersparnis für das Herz beträgt so pro Tag rund 3.500 Schläge, das entspricht einer ganzen Stunde.

Maria Riedler

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