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Quelle des Wohlbefindens – das Bad

Jeder weiß, was man in einem Bad alles braucht: Von der Badewanne, der Dusche, dem Waschbecken über entsprechende Armaturen bis zum Spiegel oder zum Schrank für Utensilien, von Fliesen bis zum Waschtisch, wobei auch eine spezielle Beleuchtung, Handtuchhalter oder Zahnputzbecher nicht fehlen dürfen. Aber all das ist bestenfalls die Ausstattung einer gewöhnlichen Nasszelle, aber noch keine wirkliche Quelle des Wohlbefindens. Dazu gehört mehr und Besseres.

Es muss ja nicht gleich ein raumfüllendes Jacuzzi-Becken sein oder eine Infrarotsauna zum Privatgebrauch – das eigene „Home-Spa“ ist nicht nur eine Platz- sondern auch eine Geldfrage. Für eine großzügige Investition kann man sich natürlich auch eine finnische Sauna leisten, ein Tauchbecken oder sogar ein Dampfbad, eventuell kombiniert mit einer Dusche – vorausgesetzt, man hat auch den Platz dafür. Und, ohne hier die reichliche Auswahl letzterer besprechen zu wollen, man kann ja auch ein bisserl bescheidener sein, wenn man keinen Garten, keine große Terrasse oder kein eigenes Badehaus hat. Auch mit kleinen Feinheiten und etwas gutem Geschmack ist es möglich, aus dem kleinsten Bad eine Wohlfühloase zu gestalten – wobei manche dieser Kleinigkeiten allerdings auch relativ viel kosten können, insbesondere, wenn man Designerstücke auswählt.

Fliesen und Bad-Möbel

Wenn es nicht gerade nur ein wasserabweisender Wandanstrich sein soll, dann wird man wohl Fliesen auf Wände und Boden legen. Und da ist die Palette schier unüberblickbar: Die Industrie-Fliese gibt es in unzähligen Farben und mit vielen Mustern – sie ist die preiswerteste Lösung. Auch Betonfliesen werden angeboten, wobei die Farbe durchaus variabel ist und nicht nur trist-grau sein muss. Bei Keramik-Fliesen wird´s schon ein bisserl anspruchsvoller – sowohl was das Design angeht wie auch den Hersteller, die Größe wie die Glasur.  Mosaiksteine, meistens aus Glas, die handverlegt auch sehr individuelle Muster und Gestaltungen ermöglichen, stellen eine weitere Variante dar. Darüber hinaus gibt´s auch noch jede Menge Stein-Fliesen und –Platten, sei es aus Schiefer, Granit oder Marmor – und die wiederum in unterschiedlicher Größe, Dicke und Qualität. Da kann man schnell einen Haufen Geld verlegen lassen! Sogar dann, wenn es kein Carrara-Marmor sein soll, sondern einer aus heimischer Produktion. Ganz ausgefallen sind etwa Lava-Fliesen bzw. –Kacheln. Jedenfalls kann im gut sortierten Handel etwas gefunden werden, was der ganz persönlichen Vorstellung und dem Portemonnaie entspricht. 

Für die Raumgestaltung stellt sich dann auch die Frage nach entsprechender Möblierung. Besonders elegant, variantenreich und nuanciert sind Designer-Möbel etwa von Philippe Starck, wenngleich vielleicht nicht jedermanns Geschmack. Badewannen werden in allen erdenklichen Größen und Formen, für eine oder mehrere Personen angeboten, aus mehr oder weniger edlen Materialien, aus Stein oder Metall, freistehend oder eingelassen in eine Badelandschaft, mit Sprudel- oder Massagedüsen … Ähnlich ist´s bei Waschbecken oder „Waschschalen“, die passend zur Badewanne eckig, rund, tief oder flach nicht nur den Raum schmücken. Ein Perlmuttbecken etwa könnte den optischen Vogel abschießen, aber auch exklusive „Waschkommoden“ können zum Blickfang werden. Wo letztlich die feinen Handtücher und Pflegeutensilien verstaut werden, wird sich in einem durchgestylten Badezimmer oder Home-Spa nach den individuellen Bedürfnissen und der Gesamtgestaltung richten, eventuell lässt man sich auch ein ganzes Wandpaneel anfertigen oder versteckt alles hinter einem Spiegel, der je nach Größe auch den Raum in seinen Dimensionen „verändern“ kann.

Armaturen und Dusch-„Kabinen“

Die klassische Dusche in der Badewanne ist letztlich eine meist durch Platznot bedingte Notlösung, eleganter und angenehmer sind eigene Duschkabinen, wobei zurzeit die gläsernen besonders gefragt scheinen. Nicht nur, dass sie optisch einen reizvollen und nicht einengenden Akzent setzen, sie erleichtern die harmonische Gestaltung durch ihre Transparenz und sind auch leichter zu reinigen als Fliesen und Fugen.

Welcher Duschkopf den Luxuskörper benetzen darf? Da ist die Auswahl ebenfalls recht üppig: Die Regendusche, aus der das wohltemperierte Wasser herabfällt, verstellbare Köpfe, bei denen man zwischen hartem Strahl und breitem Sprühen wählen kann, und dergleichen mehr – wie man´s eben lieber hat. Die gleichen Kriterien sind auf die Armaturen für Becken und Wanne zutreffend. Der Stil der Wassermischbatterien kann reduziert, geradlinig und kühl sein, aber auch verspielt und skulptural, verchromt, lackiert, emailliert, eloxiert oder sogar versilbert und vergoldet.

Das Bad dient also nicht nur dem Zweck der Körperpflege, es kann auch zur Oase des Wohlbefindens werden, wenn man solches gerne hat und ein bisschen mehr investiert. Man sollte dann aber auch nicht vergessen, dass – oft zu wenig beachtet – Be- und Entlüftung, Heizung und Klimatisierung wichtige Komponenten sind, die das Bad auch atmosphärisch braucht. Zudem ergänzen Accessoires wie Lampen, Handtücher, Zahnputzbecher, Seifenhalter und vielleicht sogar eine Ruheliege, Vasen und Bilder … den Gesamteindruck Ihres Bades.

René Herndl

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