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Pongauer Pilotprojekt für Integration

Pongauer Pilotprojekt für Integration
Ein Artikel von Maria Riedler

Es ist nicht lange her, dass in Bischofshofen junge Türken in „Ich bleibe Ghetto-Jacken“ ein Gastspiel israelischer Kicker stürmten. In Schulen und Jugendzentren haben Sozialarbeiter und Lehrer alle Hände voll zu tun, ethnische Streitereien zu schlichten. Im Pongau startet jetzt ein neues Pilotprojekt vom Landesschulrat und der Bildungsabteilung des Landes. Dieses Maßnahmenpaket soll zum einen die Förderung von Schulabschlüssen und zum anderen die Integration von Jugendlichen vorantreiben. Ein hoher Anteil von Jugendlichen ohne Schulabschluss in Salzburg hat Migrationshintergrund. Das konzipierte Förder-Maßnahmenpaket „wird nun schrittweise im Pongau umgesetzt“, so Landeshauptmann Haslauer. Ein Schwerpunkt soll die regionale Schulsozialarbeit sein, hier sollen Maßnahmen für Gruppen mit hohen Schulabbruchraten, sowie eine qualifizierte Eltern- und Familienberatung starten.

„Wir freuen uns, dass hier Geld in die Hand genommen wird, um wirkliche Lücken zu schließen“, so der für den Pongau zuständige Ansprechpartner des Landesschulrates, Andreas Egger. „Dabei soll ein engmaschiges Netz durch Kooperation mit bestehenden Vereinen und Einbeziehung der Behörden gezogen werden.“ Der Bürgermeister von Bischofshofen, Hansjörg Obinger: „Wir haben Sozialarbeit bislang immer ernst genommen. Bei manchen gesellschaftlichen Entwicklungen müssen wir dringend hinschauen und Verantwortung tragen.“

Dafür werden zusätzlich rund 85.000 Euro aufgebracht. „Schön, wenn für die schwierige Situation endlich mehr Geld in die Hand genommen wird“, so Korbinian Wieser, Streetworker im Pongau.

landeshauptmann_haslauerLandeshauptmann Wilfried Haslauer und Landesschulratspräsident Johannes Plötzeneder bei der Präsentation der regionalen Schwerpunkte für den Pongau.

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