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Plädoyer für das Kleine

Ein Artikel von Christian Heugl

In den kleinen Skigebieten des Tennengaues wird Großes geleistet. Von dort kommt der künftige Skinachwuchs von morgen.

Der Tennengau ist mit 668 km² zwar der kleinste der Salzburger Gaue, Großes wird hier trotzdem geleistet. Manchmal ist es allerdings auf den ersten Blick nicht erkennbar. Mit den Wintersportangeboten verhält es sich etwa so. Da gibt es im ganzen Tennengau wunderbare Skigebiete für ambitionierte Fahrer genauso wie für die ganze Familie. Bloß jene Superlativen, die medial am meisten Aufmerksamkeit erregen, wie am längsten, am höchsten, am meisten, fehlen im Werbevokabular der überschaubaren Gebiete zwischen Krispl und Rußbach. Wobei überschaubar ganz im Sinne des „Small-is-beautiful“-Philosophen Leopold Kohr ganz und gar nicht abwertend gemeint ist. Denn hier wird großartige Aufbauarbeit geleistet. In den vielen kleinen und kleinsten Skigebieten wird der Grundstein zu jener Skibegeisterung gelegt, von dem dann die ganze Skination lebt. Und zwar sowohl wirtschaftlich als auch emotional.

Es ist bestimmt kein Zufall, dass die größten österreichischen Skistars aus den kleinen Regionen kommen. Zwilling, Stangassinger, Veith und schließlich Marcel Hirscher, bald der erfolgreichste Rennfahrer aller Zeiten, haben ihre ersten Schwünge in den Lammertaler Skigebieten oder am Dürrnberg gezogen. Wenn es auch weiterhin Nachwuchs sowohl für den Rennkader, als auch für die Genussliga geben soll, dann müssen die kleinen Skigebiete eine wirtschaftliche Chance kriegen. Dann müssen sie frequentiert und unterstützt werden. Davon profitieren letztendlich alle Regionen und Bereiche im Wintersportland Salzburg.

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