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Operation Schönheit

Die Zahl der Menschen, die mit kosmetischen und operativen Methoden möglichst lange jung und schön aussehen wollen, steigt enorm an. Wir haben die wichtigsten Tipps zum Thema zusammengefass
 Ein Artikel von Maria Riedler

Die Erwartungen bei Schönheits-OP´s sind besonders hoch. Endet der Eingriff mit einer Verschlechterung, ist das für die Betroffenen eine Katastrophe.

Operative Eingriffe wie Busenkorrekturen, Gesichtsliftings oder Fettabsaugung sind keinesfalls harmlose Eingriffe, sondern große Operationen mit Vollnarkose. Dabei verlaufen immer mehr Eingriffe nicht so, wie es sich der Patient vorstellt. Denn jeder medizinische Eingriff birgt auch ein gewisses Risiko in sich. Auch etwas „Sanftes“ wie eine Botox-Spritze kann den falschen Muskel lahmlegen. Dann hängt möglicherweise das Augenlid und die Stirn ist trotzdem nicht glatt.

„Schönheit wird nun mal in unserer

Gesellschaft wertgeschätzt.“

Primar Univ.-Prof. Gottfried Wechselberger von der Abteilung für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Salzburg: „Leider gehen viele Frauen auch Billigange-
boten im Ausland – wie in Tschechien oder Ungarn – auf den Leim“, so Primar Wechselberger. „Hierzu gibt es sogar Anbieter, die mit Beauty-OP-Reisen und Schönheitssafaris im Ausland werben.“ Risiken und Komplikationen kann auch der erfahrenste Chirurg nicht ausschließen.

Am häufigsten gehen unbefriedigende Ergebnisse einer Schönheitsoperation aber auf ärztliche Mängel zurück, wenn Mediziner die gültigen Standards nicht berücksichtigen. Seit einigen Jahren schreibt – zumindest in Österreich – ein Gesetz vor, was genau eine Schönheitsbehandlung ist und wer operieren darf.

Realistische Erwartungen

Gesetzlich vorgeschrieben ist bei ästhetisch-plastischen Operationen auch, dass der Arzt den Patienten besonders aufklärt – auch über alternative Behandlungsmethoden – und ihm eine lange Bedenkzeit einräumt. Erst nach dem Gespräch kann ein Termin für den Eingriff vereinbart werden.

Das Informationsgespräch über Ergebnis, Risiken und Kosten der OP muss schriftlich dokumentiert werden, ab einem Kostenumfang von etwa 2.250 Euro muss ein schriftlicher Kostenplan erstellt werden.

„Eine Entscheidungshilfe für die Patienten kann auch die Erfahrung des Arztes mit der jeweiligen OP-Technik sein – ob er sie nur einmal im Monat oder dreimal am Tag anwendet.“

Ganz wichtig, so Primar Wechselberger: „Unbedingt vor einer geplanten Operation auf der Website der Österreichischen Gesellschaft für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie prüfen, ob dieser Arzt im Facharztverzeichnis – www.plastischechirurgie.org – aufgelistet ist.“

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