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Mit Massage fit durch den Winter

Was versteht man unter klassischer Massage und wie kann sie zu einem unbeschwerten Wintersporttag beitragen? Die SALZBURGERIN hat Innunsgemeister Hannes Enzinger gefragt.

Beschwingt die weißen Hänge hinunter wedeln und den sportlichen Wintertag ohne Muskelkater genießen – das ist für Hobbysportler nicht immer selbstverständlich. Zu oft muss der nächste Schitag im Tal verbracht werden, weil Körper und Beine nicht mehr mitmachen wollen. Um auch den nächsten Tag in der Bergwelt genießen zu können, ist eine Massage nicht nur wohltuend, sondern zugleich eines der ältesten Heilmittel der Welt.

Ob zur Vorbereitung, für zwischendurch, zur Regeneration oder vorbeugend gegen Verletzungen – am besten geeignet für einen sorgenfreien Schitag sind die klassischen Massagetechniken, welche vor allem auf die Muskeln wirken. Der Begriff Massage bedeutet so viel wie berühren, betasten und kneten und dient zur mechanischen Beeinflussung von Haut, Bindegewebe und Muskulatur durch Dehnungs-, Zug- und Druckreiz. Die einzelnen Faserbündel werden durch Knet- und Klopftechniken gegeneinander verschoben, wodurch die Verspannungen im Gewebe gelockert werden. Die Durchblutung wird gefördert, der Stoffwechsel angeregt und die Beweglichkeit erhöht. Eine Massage steigert die Leistung und Ausdauer, ein wichtiges Ziel ist die Aktivierung des Kreislaufs bzw. des Stoffwechselsystems, um Schadstoffe (Stoffwechselprodukte) schneller auszuscheiden. Dadurch wird eine raschere Regeneration erreicht. Muskelverhärtungen, -verspannungen und -schmerzen können gelindert werden. „Durch Massagen wird die Leistungsbereitschaft erhöht, der Regenerationsprozess wird verkürzt und die Ermüdung des Organismus tritt erst deutlich später ein, wodurch man schneller und vor allem wieder sicherer Schi fahren kann. Und regelmäßiges Massieren vor dem Sport mindert das Verletzungsrisiko“, bestätigt Hannes Enzinger, Innungsmeister der Fußpfleger, Kosmetiker und Masseure Salzburg, die Wirkung von Massagen.

Und wie oft sollte in der Winterzeit ein Masseur aufgesucht werden? Auf welche Körperregionen sollte besonders Wert gelegt werden? „Eine Massage eignet sich entweder als regelmäßiger Dauerbegleiter oder kann auch kurzfristig vor dem Wintersporttag in Anspruch genommen werden“, sagt Enzinger. Beansprucht würden beim Schifahren alle Muskeln, ideal wäre ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Bein-, Rumpf- und Oberkörpermuskulatur, so der Experte. Als sehr gute Anwendung nach der anstrengenden Skitour oder dem Skitag auf der Piste rät Hannes Enzinger zur Sonderform der Lymphdrainage, dabei kommt es durch die Aktivierung des Lymphgefäßsystems zu einer deutlich schnelleren Regeneration des gesamten Organismus. Massagen in den verschiedensten Formen und Techniken sind daher ein unverzichtbarer Begleiter im Sport, im Spitzensport genauso wie im Breitensport. Apropos! Eine Massage ist nicht nur in akuten Fällen sinnvoll, sondern wirkt das ganze Jahr über positiv auf Körper, Geist und Seele.

So kann Massage rund um den Wintersport

ausgeführt werden:

• Zur Vorbereitung als sanfte, lockere und wärmende

Massagetechnik.

• Zum Training locker beginnen und die Intensität

steigern bis zu intensiven und kräftigen Griffen.   

• Während der Aktivitätspausen als kurze und

lockere Massage.

• Als Erholungs- und Regenerationsmassage nach

körperlicher Aktivität als intensive Tiefenmassage,

um den Abtransport von Stoffwechselprodukten

zu unterstützen. Wärmende Öle oder Lotions

können die Regeneration fördern.

Apropos Immunsystem!

Besonders in Verbindung mit wärmenden Massageölen stärkt eine Massage im Winter das Immunsystem und die Abwehrkräfte. Und das ist besonders zur kalten Jahreszeit wichtig, da dem Körper vermehrt Bewegung, Wärme und Nährstoffe fehlen. So steigern Massagen im Winter nicht nur das Wohlbefinden und sind gute Begleiter für winterliche Aktivitäten im Freien, sondern aktivieren zudem die Abwehrzellen in der Haut, entspannen das Gewebe, verbessern die Durchblutung, regen den Kreislauf an und beugen so Erkältungen vor.

Eva Pittertschatscher

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