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Meine perfekte Oase!

Das Leben beginnt an dem Tag, an dem man einen Garten anlegt, so lautet eine chinesische Weisheit. Für viele gehört auch Wasser im Garten zur hohen Lebensqualität. Biotop, Gartenteich, Schwimmteich oder doch ein Pool? Die SALZBURGERIN mit den besten Tipps für Sie!

Gärten sind lebende Räume. Damit sie sich in ihrer ganzen Pracht entfalten können, brauchen sie langfristig vorausschauende Konzeption und Planung. Wie beliebt der eigene Garten bei uns ist, das zeigt unter anderem die enorme Steigerung an Ausgaben für deren Gestaltung. Der Landschaftsarchitekt Dieter Kienast: „Der Garten ist der letzte Luxus unserer Tage, denn er fordert das, was in unserer Gesellschaft am seltensten und kostbarsten geworden ist: Zeit, Zuwendung und Raum.“

Gärten sind ein starker Ausdruck von Persönlichkeit und lassen den Umgang der Eigentümer mit Natur, Pflanzen sowie Komposition und Gestaltung von Lebensräumen erkennen.

Je nach Alter oder persönlichen Interessen sind die Ansprüche an einen Garten verschieden und können sich im Laufe der Zeit auch wieder wandeln. Bei der Planung sollten sich unbedingt alle Familienmitglieder, die den Garten nutzen wollen, an einen Tisch setzen und ihre Meinungen, Wünsche und Bedürfnisse offen aussprechen. Im Garten heißt es, ein ausgewogenes Verhältnis von Licht und Schatten zu schaffen, von kantigen und runden Formen, Düften und Geräuschen, hohen und niedrigen Pflanzen, immergrünen und laubabwerfenden Gehölzen.

Am Anfang der Planung steht die Verteilung der Flächen und der geschickte Einsatz von hohen und niedrigen Elementen – auch je nach Sonnenstand. Zu den hohen Elementen im Garten zählen etwa Sträucher, Gräser, Bäume, Hecken, Steinfiguren, Obelisken, Rosenbögen, Mauern, Treppen, Holzdecks, Terrassen. Niedrige Gartenelemente sind Platten, Rasenflächen, Bodendecker, Polsterstauden, ruhige Wasserflächen, Mulden und abgesenkte Sitzplätze.

Weniger ist mehr!

Geschwungene Beete verleihen dem Garten eine natürliche Note. Kurven, die mal eng zusammenlaufen und wieder auseinander gehen, lassen schmale Gartenräume großzügiger erscheinen. Ideal für Rabatten an der Grundstücksgrenze ist ein tribünenartiger Aufbau, niedrige Elemente sind im Vordergrund, die hohen dahinter. Für Rabatten mitten im Rasen oder einer Pflasterfläche, sogenannte Inselbeete, empfiehlt sich ein anderer Aufbau. Damit man die Pflanzen von allen Seiten bewundern kann, kommen hohe in die Mitte, die kleinen dann kreisförmig um diese herum. „Hohe Elemente lassen sich aber auch sehr schön einzeln als Blickfang einsetzen, wenn etwa ein berankter Obelisk aus einem Beet mit Polsterstauden emporragt. Überfrachten Sie Ihren Garten nicht mit Zierrat, sondern platzieren Sie Pflanzgefäße und Dekorationsobjekte zurückhaltend“, so Landschaftsarchitekt Lohde. „So kann beispielsweise an einer Wegachse ein dezenter Endpunkt wie eine alte Marmorvase platziert werden. Oder vor einer dunklen Hecke ein helles Element.“

Einfach erfrischend: Wasser im Garten belebt den Freiraum und hat eine beruhigende Wirkung. Ein Wasserelement, etwa ein Becken oder ein Sprudelstein, verleiht Ihrem Garten den letzten Schliff.

Pool oder Teich?

Wer träumt nicht davon? Vom eigenen Swimmingpool oder vom eigenen Schwimmteich. Beides ist meistens nicht gerade billig, und die Entscheidung für Pool oder Teich fällt daher nicht leicht. Wer einen Gartenteich anlegen will, wird von der Vielfalt der Möglichkeiten überrascht sein. Nach wie vor gibt es natürlich die klassischen Biotope, die sich lediglich „selbst“ reinigen: Das Biotop ist von Pflanzen umgeben, diese sorgen für die natürliche Säuberung des Wassers. Das kostet freilich Schwimmfläche, die man sich mit der Natur „teilen“ muss und die bei der Größenplanung von Pflanzengürtel mitzubedenken ist.

Neben persönlichen Vorlieben beeinflussen auch der Stil des Gartens und seine vorrangige Nutzung die Entscheidung.

Naturliebhaber werden sich eher für einen Gartenteich mit geschwungenem Ufer und einer großen Vielfalt an Pflanzen entscheiden, in der auch heimische Tiere einen Lebensraum finden. Früher gab es neben dem klassischen Swimmingpool nicht besonders viele Alternativen. Mittlerweile hat sich in diesem Bereich viel getan. Naturpools und Schwimmteiche sind zurzeit besonders gefragt. Die Vorteile eines Schwimmteichs liegen im umweltschonenden Betrieb. Die Reinigung des Wassers mit chemischen Stoffen fällt weg. Allerdings gilt es bei der Errichtung eines privaten Schwimmteichs zu bedenken, dass die Errichtungskosten höher sind als bei der „einfachen Pool-Lösung“. Dafür machen Libellen, Frösche und schöne Wasserpflanzen aus der nützlichen Abkühlung einen idyllischen und wertvollen Lebensraum.

Biotope wären ein optischer Blickfang, der nicht für Badezwecke bestimmt ist. Sie sind für Natur- und Fischliebhaber geeignet und sind auch für kleine Gärten zu empfehlen.

Richtiger Standort

Schwimmteiche sind ebenso eine sehr naturverbundene Lösung für alle Naturliebhaber. Entscheidend dafür, dass private Schwimmteiche zu Erholungszonen werden, sind aber nicht nur Preis und Aussehen, sondern auch der richtige Standort. Dieser ist teilweise beschattet, liegt aber nicht direkt unter einem Baum. Schwimmteiche haben idealerweise individuelle Größen und Tiefen und sind nur für größere Gärten geeignet. Die unterschiedlichen Tiefenzonen sind Voraussetzung für das ökologische Gleichgewicht. Ausreichende Bepflanzung und Ausdehnung der Sumpf- und Pflanzzone sind genauso wichtig wie Schling- und Unterwasserpflanzen, die dem Teich Nährstoffe entziehen und dadurch den Algenbefall reduzieren.

Wenn ein Schwimmteich mit üppiger Bepflanzung und entsprechender Tierwelt gewünscht wird, ist ein Naturpool definitiv das falsche Produkt. Hier arbeitet man mit einer hoch technisierten Filterung, die es unmöglich macht, einen solchen natürlichen Lebensraum zu gewährleisten. Auch das Erwärmen des Wassers ist ein wichtiges Kriterium. Bei einem klassischen Schwimmteich ist die Temperatur nicht steuerbar. Selbst die Wassertiefe ist reglementiert. Beim Schwimmteich fängt die Tiefe etwa ab 2,5 Metern an, beim Naturpool liegt der Maximalwert bei 1,5 Metern. Ab 150m² kann diese Variante ohne Pumpen, Filter und chemische Zusätze auskommen. Generell sollte aber auch hier auf ein Filtersystem gesetzt werden. In punkto Größe ist eine großzügige Planung von Vorteil. Vergleicht man die Schwimmfläche eines Pools und eines Teiches, so braucht man für den Teich doppelt so viel Fläche.

Der Pool im Teich wäre eine sehr pflegeleichte Variante des Schwimmteichs. Er braucht individuelle Größen und Tiefen und ist mit individueller Bepflanzung für Schwimmer und Nichtschwimmer und auch für kleinere Gärten geeignet. Ein Naturpool kommt ohne Chemie aus. Er besteht aus einem bepflanzten Regenerations- und einem Badebereich. Die Pflanzen sollte man so wählen, dass sie den jeweiligen Witterungsbedingungen standhalten. Außerdem muss man auf Algenbildung achten, eine regelmäßige Entfernung ist empfehlenswert. Aufgrund des großen Schwimmbereichs ist der Einbau eines zusätzlichen Filtersystems unbedingt notwendig.

Klassischer Swimmingpool

Hier unterscheidet man prinzipiell zwischen zwei Typen: dem Folienbecken und den vorgefertigten Wannenmodellen. Bei Pools mit Folienauskleidung sind der Form und Größe fast keine Grenzen gesetzt. Die Folie kann auf jeden tragfähigen Untergrund, Beton-, Fliesen-, Metall- oder Kunststoffbecken verlegt werden. Die vorgefertigten Modelle unterscheiden sich lediglich in Material und Größe, eine individuelle Gestaltung ist hier allerdings nur begrenzt möglich. Generell sollte man die Form und die Proportion der Architektur des Hauses anpassen. Beliebte Materialien sind glasfaserverstärktes Polyester, Kunststofffolien, Edelstahl- oder Stahlwandbecken. Die Reinigung des Wassers erfolgt durch Chemie. Elektrolyseanlagen sind eine Reinigungs-Alternative. Diese sorgen für eine minimale Versorgung des Badewassers mit Salz, dadurch kann der pH-Wert regelmäßig auf einen hygienisch bedenkenlosen Wert heruntergesetzt werden.

Meistens werden Pools auch mit befestigten Flächen im direkten Anschluss, wie etwa einer Terrasse oder einem Holzdeck, ergänzt.

Letztlich ist alles eine Geschmacksfrage. Doch egal, für welches Modell man sich entscheidet: Erfrischung ist garantiert.

Maria Riedler

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