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Mehr Blütenpracht

Ein Artikel von Andrea Kocher, Redaktion Lungau

Bei Biene Maja auf der Klatschmohnwiese ist bekanntlich immer viel los. So viele verschiedene Blumen wachsen hier, der Lebensraum ist begehrt bei allerlei Pflanzen sowie fliegenden und krabbelnden Wiesenbewohnern. Diese Blumenwiese ist wohl fiktiv, aber dennoch bildhaftes Beispiel für Lebensräume, wie sie in der Realität immer weniger werden. Um diesen Umstand zu ändern, wurde vor nunmehr vier Jahren die Initiative „Der Lungau blüht auf“ gegründet.
Es sollen wieder mehr Blumenwiesen blühen! Selbst im noch naturbelassenen Lungau müssen Tier- und Pflanzenarten geschützt, deren Vielfalt sowie Nahrungsangebot gesichert werden. Dabei ist zum einen die Landwirtschaft gefragt. Der natürliche Bewuchs von Wiesenrandstreifen, Feldrainen und Böschungen sollte bestmöglich belassen, und nicht gar mehrmalig gemäht werden. Vor allem können auch die Kommunen einen Beitrag leisten, meint Werner Kommik, der zur Revitalisierung der „grünen Wüsten“ aufruft. „Parks, Wegränder und Böschungen müssen doch nicht zwingend ‚sauber gemäht’ werden. Sie sollen vielmehr wieder zum Erblühen gebracht werden“, so der Gründer der Initiative, der bereits eine positive Entwicklung sieht: „Im Lungau kommt es seit einigen Jahren wieder zu einem Umdenken. Die Gärten blühen und die Blumenwiesen im Talbereich sind eine Besonderheit und einmalig in Europa!“
Aktiv eingreifen kann und soll vor allem jeder Hobbygärtner und Privatgartengestalter. Getrimmte Rasenflächen und dauerhaftes Nachstutzen sind auch im Hausgarten passé, beliebt ist die Vielfalt an Blumen. Wer noch auf Lebewesen-vernichtende Saugmäher verzichtet und spezielles Wildblumen-Saatgut verwendet, hat alles richtig gemacht. Vögeln, Schmetterlingen und anderen Wiesentieren wird so ein adäquater Lebensraum geboten. Und schön anzusehen ist doch jede dieser Lungauer „Klatschmohnwiesen“!

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