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Manche sagen, ich sei hübsch…

Sie singt für Österreich und ist dabei ganz bescheiden geblieben: Zoë Straub, 19. Die Sängerin und Schauspielerin („Vorstadtweiber“) ist die Tochter von Papermoon-Gründer Christof Straub und somit mit viel Musik aufgewachsen. Am 12. Februar 2016 gewann sie mit dem Lied Loin d’ici die österreichische Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest 2016 und die Herzen der Österreicher. Andrea Eder hat die sympathische Blondine zum persönlichen Talk getroffen.

Du hast erreicht, wovon andere in deinem Alter träumen. Aber wir alle träumen, also verrätst du uns deine größten Wünsche?

Aktuell ist mein größter Wunsch, in Stockholm ins Finale zu kommen. Wie jeder Mensch wünsche ich mir natürlich ein schönes Leben in Frieden und Harmonie für mich, meine Freunde und meine Familie. Ich wünsche mir, dass ich mich auch in Zukunft von nichts aufhalten lasse. Ich wünsche mir außerdem, dass ich noch sehr viele kreative Abenteuer erleben darf. Sowohl in der Musik als auch im Schauspiel.

Wenn du ein Ranking machen würdest – was steht in deinem Leben an Platz 1, Platz 2 und Platz 3?

Platz 1: Mein Freund, weil ich ihn liebe.

Platz 2: Meine Familie und Freunde, weil ich sie liebe.

Platz 3: Die Musik und das Schauspiel, weil ich sie liebe.

All you need is love…

Beschreibe dich doch bitte selbst.

nnerlich: Ich bin ein positiver Mensch, der das Leben liebt und für die Liebe und die Kreativität lebt. Ich bin manchmal ein wenig schüchtern, kann aber auch extrovertiert und selbstbewusst sein, wenn ich mich wohl fühle. Ich bin bescheiden und weiß mein Glück zu schätzen, wenn es mir wie aktuell zufliegt. Ich bin leider auch ein wenig chaotisch (Ich halte den Weltrekord im Handy-Verlieren und -Vernichten).

Äußerlich: Ich bin blond und 1,70 m groß. Manche sagen, ich sei hübsch. Ich selbst bin oft davon gar nicht überzeugt. Ich finde meine Nase zu knollig und mag meine Oberschenkel nicht so sehr… deshalb habe ich begonnen, Workout zu machen.

Wenn du singst, strahlst du – woher kommt das?

Ich liebe, was ich tue. Auf der Bühne brenne ich und ich denke, das strahle ich dann auch aus. Es ist für mich einfach das pure Glück, auf der Bühne zu stehen und meine Lieder vor Publikum zu singen.

Das Musikgeschäft ist bestimmt nicht nur rosig. Wenn du einen jungen Musiker triffst, der noch nicht so weit wie du gekommen ist, was würdest du ihm raten und wovon würdest du ihm abraten?

Ich würde ihm raten, niemals aufzugeben. Ich würde raten, immer am Boden zu bleiben, auch wenn sich Erfolg einstellt, denn eine große Gefahr des Künstlerdaseins ist es, den Boden unter den Füßen zu verlieren, wenn man große Liebe und Bewunderung des Publikums bekommt. Man ist ja dennoch nur ein normaler Mensch, der einen etwas anderen Job ausübt, der obendrein noch Spaß macht.

 

Wie stark ist der Einfluss deiner Eltern auf deine Musik? Gibt’s auch mal Krach?

Der Einfluss meiner Eltern auf meine musikalische Entwicklung war immer groß. Ich habe schon sehr früh mit ihnen die Liebe zu Melodien und Harmonien geteilt. Heute ist es so, dass ich mit meinem Vater gemeinsam die Songs schreibe, und er meine Musik produziert. Wir haben enorm viel Spaß daran, gemeinsam den Entstehungsprozess eines neuen Liedes zu begleiten und fühlen uns durch die Musik noch mehr verbunden, als wir es durch unsere Vater-Tochter-Beziehung ohnehin schon sind.

 

Apropos Eltern: Wer sind deine Vorbilder?

Ich habe tatsächlich keine Vorbilder. Ich finde Romy Schneider war eine tolle Frau und ich bewundere viele Sängerinnen, aber ich würde nicht sagen, dass eine davon mein Vorbild ist. Ich lasse mich von jedem und allem inspirieren.

 

Erlaube mir die Frage: Kinder und Familie – sind das Themen für dich?

Wäre das bei deinem „Jobprofil“ überhaupt machbar?

Ich würde mir das eines Tages sehr wünschen, habe aber dafür noch viel Zeit.

Was ist deine liebste Kindheitserinnerung?

Ich muss fünf gewesen sein. Mein Vater hatte mir versprochen, mit mir den Zoo zu besuchen, aber es hatte begonnen zu regnen. Ich war sehr traurig, also hat er mit mir einen Zoo aus bemaltem Papier und Karton gebastelt. Das fand ich so großartig: Weil wir nicht in den Zoo gehen konnten, haben wir unseren eigenen Zoo zu Hause gebaut.

 

Bist du Single? Und wenn nein, verrätst du uns etwas über Mr. Right?

Ich habe einen  Freund: Kaspar. Er ist halber Schwede, das wird in Stockholm sicher helfen… Mit ihm bin ich sehr glücklich.

 

Welche Attribute sind dir bei einem Mann wichtig?

Ehrlichkeit, Loyalität, miteinander Spaß haben, Humor, innere Ruhe

 

Welcher männliche Star könnte dir gefährlich werden?

Aaron Taylor-Johnson

  

Wenn du könntest, was würdest du an dir ändern?

Mehr Geduld. Ich wünschte außerdem, ich könnte meine furchtbare Angst vor dem Fliegen überwinden.

 

Und umgekehrt: Was liebst du an dir? 

Meine positive Einstellung zum Leben.

 

Die wirtschaftliche und politische Lage ist angespannt – bist du politisch interessiert?

Interessiert, ja. Ich respektiere auch, wenn Künstler politische Statements abgeben.

Für mich persönlich sehe ich es jedoch nicht als meine Aufgabe, politische Texte zu schreiben oder politische Statements abzugeben.

 

Bitte beschreibe mir, wo du gerne in zehn Jahren stehen würdest.

Privat: Verheiratet und glücklich mit Kaspar in einer eigenen Wohnung.

Beruflich: Ich möchte bis dahin viele Alben veröffentlicht haben, mit meiner Band durch ganz Europa getoured sein und in vielen tollen Filmen mitgespielt haben.

Mögen alle deine Wünsche in Erfüllung gehen! Das Team von „DIE SALZBURGERIN“ wünscht dir viel Erfolg in Stockholm!

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