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Mach doch mal das Licht an

Die richtige Beleuchtung trägt wesentlich zum Wohlfühlen und für ein angenehmes Ambiente bei. Die SALZBURGERIN hat sich für Sie umgeschaut.

Ob der wohnliche Charakter, das romantische Ambiente oder eine Umgebung, in der es sich gut arbeiten lässt … – die richtige Beleuchtung trägt wesentlich zum Wohlempfinden im Haushalt bei. Lichtstärke, Lichtstreuung sowie Lichtfarbe können unsere Psyche positiv wie  auch negativ beeinflussen.

Prinzipiell unterscheidet man zwischen der Allgemeinbeleuchtung mit Licht für den gesamten Raum und der Platzbeleuchtung mit Licht für bestimmte Raumbereiche, wie etwa an der Garderobe, für den Spiegel oder das Leselicht am Sessel. Unterscheidungsmerkmal ist die jeweils zu leistende Seh-Aufgabe. Offensichtlich ist, dass eine einzelne Leuchte nicht ausreicht, zwei bis drei Leuchten – in größeren Räumen auch mehr – sind die richtige Lösung. Wichtig: Bei eingeschalteter Platzbeleuchtung darf die Umgebung nicht im Dunkeln liegen. Außerdem gilt generell: Das Licht darf nicht blenden – weder direkt noch durch reflektierende Oberflächen im Raum. Das sind die wichtigsten Gütemerkmale für gutes Licht.

Nicht in jedem Raum geht einem sprichwörtlich ein Licht auf. Dabei spielt die richtige Beleuchtung eine beachtliche Rolle für ein angenehmes, wohnliches Ambiente in den eigenen vier Wänden. Es macht durchaus Sinn und kann enorme Kosten sparen, wenn schon bei der Planung oder Renovierung einer Wohnung bzw. eines Hauses ein Experte hinzugezogen wird. Nutzen Sie die Chance, mit einem Experten über Ihre Vorstellungen einer gelungenen Beleuchtung zu sprechen. Denn die Sache mit dem Licht gerät gern in den Hintergrund. Dabei erspart eine gründliche Planung spätere Enttäuschungen und kostspielige Nachbesserungen. Denn nur so sind die Steckdosen und Stromanschlüsse genau dort, wo sie später gebraucht
werden.

Wie geht man bei der Lichtplanung vor?

Für Behaglichkeit sorgt ein ausgewogenes Verhältnis zwischen kontrastarmer und kontrastreicher Beleuchtung. Das funktioniert am besten durch eine Mischung aus drei verschiedenen Lichtquellen: Hintergrundbeleuchtung, Akzentlicht und Arbeits-Beleuchtung. Jeder Wohnbereich wird anders genutzt und innerhalb jedes Raumes gibt es unterschiedliche „Wohnzonen“.  Für ein optimales Lichtkonzept sollte man sich zunächst also genau überlegen, wo im Raum gegessen, gelesen, ferngesehen oder gearbeitet wird, wo Bilder hängen, Bücherregale oder Kleiderschränke stehen … Dann beginnt man, sozusagen als Grundierung, mit dem „Allgemeinlicht“, das zur Orientierung im Raum dient.

Wohndesigner raten etwa im Wohnzimmer zu indirektem Licht, wie Deckenfluter, Wandleuchten oder Ähnliches, die Licht gleichmäßig streuen. Indirektes Licht durch verdeckte Lichtleisten können etwa den Raum angenehm erhellen, ohne zu blenden, und erzeugen eine angenehme Atmosphäre, die sich gut mit punktuellem Licht von Lese- oder Tischleuchten kombinieren lässt.

Lesen, fernsehen, relaxen, feiern – kein Raum wird so vielseitig genutzt wie das Wohnzimmer. Das ideale Beleuchtungskonzept: warmes, helles Grundlicht, kombiniert mit punktuellen Lichtquellen. Ein bis in die Ecken ausgeleuchteter Raum wirkt ungemütlich. Die Lösung könnte hier warmes Streulicht sein. Hier lassen sich etwa verdeckte Lichtschienen oder Wandleuchten mit punktuellem Licht von Steh-, Tisch- oder tief gehängten Pendelleuchten kombinieren. Lichtplaner raten zu drei bis fünf Lichtquellen auf 20 qm.

Licht als gestalterischer Akzent

Mit den richtigen Lichtakzenten kann eine behagliche, freundliche sowie stimmungsvolle Wohnumgebung erzeugt werden. Beispielsweise regen bunte Leuchten im Kinderzimmer die Kreativität der Kleinen an. In vielen Haushalten sind dunkle und wenig erfreuliche Nischen zu finden. Mit Stehleuchten können auch diese Bereiche charmant gestaltet werden. Eine andere Option bieten Strahler, die individuell ausrichtbar sind. Gerade in einer Lounge und größeren Wohnzimmern ist eine breit gestreute Lichtwirkung ratsam.

Das Lese- oder Arbeitslicht muss heller und zielgerichteter sein als die allgemeine Raumbeleuchtung oder das Stimmungslicht von kleinen Steh- oder Tischleuchten, mit dem sich Akzente setzen lassen.

Mehrere Lichtquellen im Raum zu verteilen, ist immer gut, weil Sie dann je nach Bedarf variieren können. Es macht einen Raum „interessanter“, wenn Sie mit Licht und Schatten spielen, statt alles gleichmäßig in Licht zu tauchen. Spots beleuchten dabei direkt, Deckenfluter indirekt. So können Sie etwa „Lichtinseln“ bauen, indem Sie den Bereich rund um die Couch etwas stärker erleuchten als den übrigen Raum, oder Sie wählen Windlichter, die ungewöhnliche Muster an die Wände werfen. Achten Sie aber immer darauf, dass Lichtspiegelungen in Oberflächen oder die Lampen selbst Sie nicht blenden. Starke Helligkeitsunterschiede ermüden die Augen – bei Bildschirmarbeit wie auch beim Fernsehen.

Wohlfühlraum Küche

Auch wenn sie immer mehr zum Aufenthalts- und Wohlfühlraum wird: Die Küche ist in erster Linie ein Arbeitszimmer. Und da will man schon erkennen können, was die Hände so tun (wollen). Ideal ist eine Allgemeinbeleuchtung mit einer Stärke von 500 Lux. Dafür kombiniert man am besten verschiedene Leuchten, wie in der Decke versenkte Downlights mit Leuchtschienen unter den Oberschränken oder Wandleuchten. Essplatz oder Theke werden extra beleuchtet, z. B. mit Pendelleuchten.

Bei der Wahl der Küchenleuchten ist es am besten, auf glatte oder abwaschbare Oberflächen zu achten.

Im Essbereich machen Leuchten wie etwa eine Pendelleuchte ein wunderbares Licht. Aber auch im Esszimmer ist es mit der Beleuchtung von nur einer „Wohnzone“ nicht getan. Wand- und eventuell zusätzlich gut verteilte Steh- und Tischleuchten verhindern, dass der Rest des Raumes im Dunkeln versinkt. Egal, wie groß der Esstisch ist: Er sollte komplett beleuchtet werden. Dafür kann eine Pendelleuchte ausreichen, wer mag, hängt mehrere Exemplare nebeneinander oder im Kreis auf – das wirkt weniger statisch. Wenn Sie etwa einen Ausziehtisch und oft Gäste haben, empfiehlt sich beispielsweise eine Stromschiene an der Decke, in der man die Leuchten nach Bedarf verschieben kann.

Entspannte Atmosphäre

Schlaf- und Wohnzimmer dienen häufig als Rückzugsort, wo man sich entspannen möchte. Deckenleuchten in den verschiedensten Varianten sorgen für eine gleichmäßige Lichtverteilung. Stangen- und Schienensysteme wirken modern. Es gibt hier auch Leuchten mit Ornamenten, die für ein attraktives Licht- und Schattenspiel in Form von Mustern sorgen, die auf Wänden und Objekten zu sehen sind. Mit der Wahl der passenden Nachttischlampen kann ungestört ein Buch gelesen werden, während der Partner die Nachtruhe genießt. Bei Tischlampen empfiehlt es sich, über den Kauf von dimmbaren Leuchten nachzudenken. Spiegelleuchten, Bilderleuchten oder Schrank-Einbauleuchten sorgen auch im Schlafzimmer für Sehkomfort und Atmosphäre. Angenehm wirkt dort diffuses, weiches Licht.

Im Badezimmer ist eine Kombination von Wand-, Decken- und Pendelleuchten sowie Spots vorteilhaft. Mindestausstattung sind eine Deckenleuchte und zwei, links und rechts vom Spiegel montierte, nach vorne blendfrei abgeschirmte Wandleuchten. Sie müssen für den Einsatz in Feuchträumen zugelassen sein.

Das Licht im Flur sollte funktionell wie auch einladend wirken. Für enge Flure bieten sich minimalistische Leuchten an. In großzügig gestalteten Eingangsbereichen kann auch die Leuchte etwas größer sein. Das Licht sollte weder zu diffus noch zu grell sein. Gerade für die Beleuchtung von Spiegeln oder der Garderobe sind individuelle Beleuchtungssysteme schön – etwa durch Deckenleuchten, die verstellbar sind. Auch das zusätzliche Hervorheben von einzelnen Elementen, wie Bildern, Vitrinen oder anderen Dekorationsstücken, durch Wandleuchten wirkt elegant. 

Maria Riedler

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