goldegg

Lebensnerv Kultur

Ein Artikel von Maria Riedler

Seit nunmehr 35 Jahren gibt es den Kulturverein in Goldegg. Heinz Kaiser, der künstlerische Leiter: „Meine Aufgabe ist es, mich um die kulturelle Grundversorgung zu kümmern. Provokation ist nicht unser Ansinnen, auch wenn wir gerne herausfordern. Wir freuen uns, wenn unser Publikum uns die Treue hält.“ 1982 wurde der Kulturverein im Schloss Goldegg gegründet, nachdem das Schloss für die Protestanten-Landesausstellung renoviert worden war. Den einmaligen Veranstaltungsort mit großartigen Räumlichkeiten wie Rittersaal oder Kemenate füllen seither Konzerte, Ausstellungen, Workshops und Tagungen. Die „Goldegger Dialoge“ gehören zu den bekanntesten Veranstaltungen, von Anbeginn an übrigens unter dem Motto „Gesundheit ist lernbar“.

Kaiser, der Kunstgeschichte studiert hat, gibt mit seinem Team – seit der Vereinsgründung ist Cyriak Schwaighofer als Obmann mit dabei – ein jährliches Motto für die hochqualitativen Veranstaltungen aus. Im Jubiläumsjahr heuer lautet es übrigens „Heimaten“. Wobei man dabei bewusst den Plural gewählt habe, so Kaiser, denn, „der Begriff Heimat unterliegt enormen kulturellen Verwerfungen. Was ist Heimat?“

Stolz ist man beim Kulturverein auf die breite Unterstützung und Wertschätzung durch Bevölkerung und Gemeinde. „So manche jungen Talente, die ihre ersten Auftritte bei uns hatten, sind mittlerweile sehr bekannte Künstler, wie nur beispielsweise Paul Gulda, Benjamin Schmid, Josef Hader oder Alfred Dorfer. Aber auch viele lokale Kulturschaffende wie etwa Marie-Christine Klettner, treten regelmäßig bei uns auf.“

Die erfolgreiche Kulturarbeit in Goldegg wird vielleicht nur durch eine kleine Nachwuchssorge getrübt: „Wie geht es nach uns weiter? Aber wir sind guter Dinge, diese Frage zu lösen.“

118 total views, 1 views today

Alle Beiträge aus Gesellschaft & Kultur


Facebook Icon