stimmen_bayern

Kletterer willkommen

Ein Artikel von Kathrin Thoma-Bregar
Foto: Nationalparkverwaltung Berchtesgaden

Foto: Nationalparkverwaltung Berchtesgaden

Nach zwei Jahren intensiver Zusammenarbeit ist es endlich unterzeichnet, das erste Kletterkonzept für den Nationalpark Berchtesgaden. Er ist der einzige deutsche Alpennationalpark, Natur- und Umweltschutz haben hier oberste Priorität. Trotzdem soll der Mensch nicht ausgesperrt werden. Zumal der Klettersport in den Berchtesgadener Alpen eine lange Tradition hat. Die freiwillige Vereinbarung, die neben Nationalparkverwaltung, Deutschem Alpenverein, Bundespolizei, Bergwacht, Berg- und Skiführern auch individuelle Kletterer wie Thomas Huber unterschrieben haben, ist der Versuch, eine naturverträgliche Ausübung des Klettersports sicherzustellen.

Dafür wurden fünf Zonen explizit für Kletterer ausgewiesen: Reiteralm / Mühlsturzhörner / Hohes Gerstfeld, Blaueis, Watzmann, Jenner / nördliches Hagengebirge und Hoher Göll, Hohes Brett. Um jede Zone kümmern sich Gebietsbetreuer. Sie sind Ansprechpartner für Kletterer und Schnittstelle zur Nationalparkverwaltung. Das Anlegen von neuen Touren ist in diesen Gebieten möglich, muss aber mit den Betreuern abgesprochen werden. Neuerschließungen außerhalb der Kletterzonen sollen vermieden werden.

„Sich auf konkrete Grenzverläufe im Gelände zu verständigen und damit ganz bewusst auf bestimmte Bereiche zu verzichten, war die größte Herausforderung. Leidenschaftlich diskutiert wurde auch über den Einsatz von Bohrhaken“, berichtet die zuständige Nationalpark-Mitarbeiterin Elke Zeitler. Das neue Kletterkonzept gilt zunächst für zehn Jahre. Ab dem Frühjahr wird sich zeigen, ob es von den Kletterern angenommen wird. Jetzt ist erstmal Winter im Nationalpark. Infos unter www.nationalpark-berchtesgaden.bayern.de

411 total views, 2 views today

Alle Beiträge aus Freizeit & Sport


Facebook Icon