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Jugend auf die Wahlen vorbereiten

Ein Artikel von Susanne Radke

Die Jugendlichen unserer Zeit gelten als „digital natives“ oft als falsch informiert und wenig interessiert am tagespolitischen Geschehen. Laut einer aktuellen Studie des Instituts für Jugendkulturforschung sind die mit Abstand wichtigsten Informationsquellen für Jugendliche in Österreich neben dem Fernsehen mittlerweile Soziale Netzwerke, wobei sie diese aber gleichzeitig als wenig glaubwürdig ansehen. Im „Wahllokal 18“ in Saalfelden war akzente Salzburg zusammen mit dem Starjournalisten Karim El-Gawhary  einen ganzen Tag lang bemüht, Pinzgauer SchülerInnen möglichst praxisnah über aktuelle Themen und Lösungsstrategien der Salzburger Parteien zu informieren. Ein wichtiges Basis-Anliegen war auch, den Jugendlichen aufzuzeigen, wie Wahlen tatsächlich ablaufen, inklusive der Briefwahl. „Unser Ziel ist es, das politische Urteilsvermögen und das Interesse an politischen Prozessen zu stärken – nur wer sich mit Themen auseinandersetzt, kann auch eine Meinung dazu haben“, erklärt Moderatorin Theresa Edtstadler. Dass gerade beim Schwerpunktthema Migration/Integration oft viel Unwissenheit und Vorurteile vorhanden sind, stellten auch Karim El-Gawhary und syrische akzente-Mitarbeiter fest.
Eine Umfrage bzw. simulierte Wahl zu Beginn und Ende der Veranstaltung zeigte aber deutlich auf, dass sich Meinungen in diesem Bereich ändern können und die unschlüssigen „Weißwähler“ bei gezielter Information deutlich abnehmen. Bei Workshops, Referaten und Podiumsgesprächen war viel Raum für Diskussionen und die anwesenden Experten und Politiker gerieten bei den Fragen manchmal gehörig ins Schwitzen. Dass kritische Auseinandersetzung aber der einzig richtige Weg ist, um ein mündiger Wähler zu werden, da war man sich über alle Parteigrenzen hinweg absolut einig…

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