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Ist Ihr Job vor den Maschinen sicher?

Eine Kolumne der Fachhochschule Salzburg
Martin Ortner, Studiengang MultiMediaTechnology

Martin_OrtnerSie arbeiten ohne Pause und sind nie krank: Nach den Fließbändern der Industrie erobern intelligente Maschinen nun zunehmend auch andere Wirtschaftszweige. Roboter und Computerprogramme bereiten Speisen zu, schreiben Artikel und geben Ratschläge über die Servicehotline. Auch selbstfahrende Autos sind längst keine Zukunftsmusik mehr. Erst kürzlich wurde in Salzburg ein autonom fahrender Bus getestet. Angesichts dieser Entwicklung machen sich viele Arbeitnehmer zunehmend Sorge, von Maschinen verdrängt zu werden.

Eine Untersuchung des Weltwirtschaftsforums liefert eine düstere Prognose: Die Automatisierung, heißt es, kostet unsere Gesellschaft zahlreiche Arbeitsplätze. Die meisten Jobs sollen im Büro- und Verwaltungsbereich verschwinden, weniger in den Fabriken, die bereits weitgehend automatisiert sind. Routineaufgaben, wie z.B. Abrechnungen oder Terminbuchungen könnten bald smarte Maschinen statt Menschen erledigen.

Foto: kirill_makarov - fotolia.com

Foto: kirill_makarov – fotolia.com

Werden in Zukunft also nur noch Roboter und Softwareprogramme Arbeit haben? Experten halten dagegen: Dank der Automatisierung werden künftig Arbeiten möglich, die es heute noch gar nicht gibt. Menschen und Maschinen werden vielmehr zusammenarbeiten und gemeinsam komplexe Aufgaben lösen. Damit entstehen neue Stellen. Vor allem in Bereichen, wo Kreativität und Wissen gefragt sind.

Außerdem: Die technische Möglichkeit, einen Arbeitsplatz mit einer Maschine zu besetzen, muss nicht zwangsläufig auch bedeuten, dass es so kommen wird. Kassierer im Supermarkt könnten längst durch Selbstbedienungskassen ersetzt werden, doch vielen Verbrauchern ist der menschliche Umgang lieber. Was die Zukunft bringt, ist offen. Eines aber ist sicher – ohne Menschen wird es nicht gehen.

Ist Ihr Arbeitsplatz durch die Automatisierung gefährdet? Mit dem Online-Tool der ARD können Sie testen, welche Tätigkeiten Ihres Berufes heute schon eine Maschine erledigen kann:
http://job-futuromat.ard.de/

Beispiele

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Foto: and.one – fotolia.com

Bäcker/in
100 % der Tätigkeiten in diesem Beruf könnten schon heute Maschinen übernehmen.
Eine handgemachte Semmel wird aber wahrscheinlich immer Käufer finden. Vielen schmeckt sie einfach besser als das Industrieprodukt.

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Foto: industrieblick – fotolia.com

Lehrer/in
0 % der Tätigkeiten in diesem Beruf könnten schon heute Maschinen übernehmen.
Eine gute Lehrer-Schüler-Beziehung ist Basis für den Lernerfolg. Ein Roboter kann hier nicht punkten.

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Foto: Gina Sanders – fotolia.com

Steuerberater/in
45 % der Tätigkeiten in diesem Beruf könnten schon heute Maschinen übernehmen.
Individuell beraten kann eine Maschine aber nicht – hier hat der Mensch die Nase vorn.

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