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„Ich liebe Schnee und Kaiserschmarren!“

Am 18. April 2016 wurde die Miss Integration 2016 im Casino Klessheim gekürt. Phiona Namande aus Uganda darf nun ein Jahr lang diesen Titel tragen. Auch bei den Veranstaltungen des Vereins „Sport spricht alle Sprachen“ ist sie dabei.
Ein Artikel von Marion Flach

Die Wahl zur Miss Integration war bereits die zweite Misswahl, der sich Phiona Namande stellte. Dabei habe es durchaus Parallelen zur Wahl der Miss Uganda gegeben. „Auch bei der Miss Integration gab es vorab ein Training. Es gab ein professionelles Catwalk-Training und das Posen haben wir auch geübt“, erzählt Phiona. Allerdings hätten die Vorbereitungen zur Wahl in Uganda etwas länger gedauert. Vor allem neue Leute zu treffen, ist der große Wunsch der hübschen Afrikanerin. Sie hofft, durch den Titel und die  damit verbundenen Termine Kontakte zu knüpfen.

Fußballfieber

Leute treffen und Kontakte knüpfen: Dazu hat Phiona vor allem bei der Casinos Austria Integrationsfußball WM viel Gelegenheit. Die Turniere werden in Kooperation mit den Casinos Austria vom Verein „Sport spricht alle Sprachen“ veranstaltet. Im Zuge der Auslosung findet die Miss-Wahl immer als Kick-Off Event statt. Die Miss Integration ist dann mit ihrem Siegerkleid, Schärpe und Krone bei allen Hauptturnieren in Wien, Linz, Baden, Innsbruck und Salzburg dabei. Das Finale findet am 11. September in Salzburg statt – nicht nur für eingefleischte Fußballfans eine tolle Veranstaltung! „Das Turnier in Wien war aufregend. Ich habe so viele Leute aus unterschiedlichsten Ländern getroffen. Aus Nigeria, Gambia, aus Asien. Alle waren sehr nett und es hat Spaß gemacht“, schildert Phiona ihre Eindrücke vom Turnier in Wien, das am 5. Mai in der Donau City stattgefunden hat.

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Neues bringt Veränderungen

Menschen aus unterschiedlichsten Ländern treten bei der Casinos Austria Integrationsfußball WM     an. Ziel dieser freundschaftlichen Kleinfeldfußballturnierserie ist es, den Integrationsgedanken in Österreich zu fördern.  Auch die Wahl der Miss Integration soll dies zum  Ausdruck bringen. Auf die Frage, was Integration  für sie bedeutet, wird Phiona nachdenklich: „Integration bedeutet, sich an eine neue Umgebung anzupassen. Du musst dich an die Regeln des neuen Landes halten. Viele Dinge ändern sich dadurch. Sich anzupassen, ist manchmal schwierig. Aber wenn man an einem neuen Ort lebt, ist man auch irgendwie dazu verpflichtet, neue Dinge zu lernen.“

Österreich beschreibt Phiona als friedlich, organisiert, ruhig und sauber. Es sei alles anders als in Afrika. „Ich vermisse vor allem meine Familie, das Essen und die frischen Früchte. Hauptsächlich Bananen, die fehlen mir wirklich. In Uganda gibt es viel mehr verschiedene frische Früchte als hier.“ Die österreichische Küche hat sie teils schon lieben gelernt. „Ich liebe Kaiserschmarren“, erzählt sie. Knödel mag sie aber nicht.

„Ich möchte vor allem neue Leute kennenlernen.“

Weißes Glück

Was Phiona an Österreich mag, ist unter anderem das Klima und der Schnee. „Das afrikanische Klima ist mir viel zu heiß. Ich mag es, wenn es kalt ist. Schnee ist eine ganz neue Erfahrung für mich. Ich liebe es, zu rodeln.“ Schifahren hat die diesjährige Miss Integration allerdings noch nicht ausprobiert. „Ich habe Angst, mir die Knochen zu brechen“, lacht sie. Bei der nächsten Afrikanischen Rodelmeisterschaft, die ebenfalls vom Verein „Sport spricht alle Sprachen“ ausgetragen wird, ist die schöne Uganderin sicher dabei. Dann allerdings als Sportlerin und nicht als Miss.


Fotos: www.kaindl-hoenig.com, FMT Temmel

Info

Phiona Namande, geboren 1989 in Uganda, kam vor 1,5 Jahren nach Österreich. Nachdem sie die Internationale Tourismusschule (ITH) in Klessheim abgeschlossen hat, studiert sie nun Tourismusmanagement an der Uni Salzburg. Das Interview mit der (noch) etwas schüchternen Miss Integration wurde auf Englisch geführt.

Für Phionas titeltaugliches Make-up und Haare sorgte Janine Rainer von Intercoiffeur Eder. Die wunderschönen Perlen wurden uns von De Ungaria zur Verfügung gestellt.

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