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Hurra – ein Baby

Der Schwangerschaftstest ist positiv, und ihre Gynäkologin oder ihr Gynäkologe hat die gute Nachricht bestätigt? Wir gratulieren und haben mit bekannten Experten die besten Tipps für diese spannende Zeit für Sie zusammengestellt!

Da ist es wieder – das sanfte Flattern im Bauch. Tatsächlich, dort entsteht ein kleiner, neuer Mensch. Neun Monate reift das noch winzige Wesen in sicherer Umgebung heran und macht zahlreiche Entwicklungsstadien durch – aber auch für die werdenden Eltern bedeutet diese Phase eine Zeit der Veränderungen. Nicht nur für die werdende Mutter, sondern auch für den werdenden Vater. Der wichtigste Rat an alle werdenden Eltern zuerst: Lassen Sie sich nicht verrückt machen! Die Nachricht, dass neues Leben unterwegs ist, ist ganz wunderbar – nicht umsonst heißt es, in „guter Hoffnung“ zu sein.

Trotzdem gibt es ein paar Dinge, die gerade die Frau während ihrer Schwangerschaft beachten sollte. Dazu gehören vor allem die Vorsorgetermine, die sie unbedingt einhalten sollte.

Was heißt hier Risikoschwangerschaft?

Spätgebärende, Last-Minute-Mütter – lauter Ausdrücke von gestern. Der Wandel ging rasend schnell: Noch in der vorherigen Generation mussten sich Frauen ab Mitte 20 fragen lassen, wann es denn nun endlich etwas wird mit dem Baby. Heute beginnt für viele Frauen die beste Zeit zum Kinderkriegen mit etwa 30 Jahren – und sie hört mit 40 noch nicht auf.

Noch nie waren die Möglichkeiten so groß wie heute, Fehlbildungen und Chromosomen-Abweichungen des ungeborenen Kindes früh zu erkennen. Daran, dass das heranwachsende Baby im Bauch eventuell nicht gesund oder behindert sein könnte, möchte man eigentlich nicht denken. „Die überwiegende Mehrheit der Babys kommt auch gesund zur Welt“, so der Salzburger Gynäkologe, Univ.- Prof. Dr. Horst Steiner. Im Rahmen der Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen werden Schwangere genau untersucht. Spezielle Untersuchungen, die organische Fehlbildungen oder Chromosomen-Störungen ausschließen, werden von der Pränatal-Diagnostik heutzutage sehr gut entdeckt, darauf weist Steiner hin, der mit Kollegen „praenamed“ gründete. Deren Mitglieder verfügen über langjährige Erfahrung in den Herausforderungen der modernen Pränatal-Diagnostik und Therapie. „Immerhin ist bereits jede vierte Schwangere über 35 Jahre.“ Werdenden Müttern, die schon während der Schwangerschaft Gewissheit haben möchten, dass ihr Baby keine genetischen Störungen, wie etwa das Down Syndrom aufweist, bietet die Pränatal-Diagnostik verschiedene Untersuchungsmöglichkeiten. Der Pränatal-Experte, Horst Steiner: „Alleine die nicht-invasiven Tests – also nur durch Ultraschall und Blutuntersuchungen – können eine 98-prozentige Erkennungsrate für Trisomien erreichen. Die Pränatal-Diagnostik gibt somit Sicherheit und ermöglicht die eventuell notwendige Vorbereitung auf eine optimale Geburt.“

So essen Sie den Umständen entsprechend

Während der Schwangerschaft brauchen Sie viel gesunde Energie. Zusätzliche Energie fürs Baby – also Kalorien aus Kohlenhydraten oder Fett – brauchen Schwangere aber erst ab dem vierten Monat. Und selbst dann benötigen sie nur etwa zehn Prozent (rund 250 Kalorien) mehr als zuvor. Das sind etwa ein kleines Käsebrot plus ein Apfel. Grundsätzlich gilt für die Ernährung in Schwangerschaft und Stillzeit dasselbe wie für die Ernährung allgemein: Sie sollte vor allem abwechslungsreich und ausgewogen sein. Die meisten Stoffe bekommen wir durch eine abwechslungsreiche Ernährung in ausreichender Menge. Ausnahmen: Die Versorgung mit Eisen (wichtig für die Bildung des roten Blutfarbstoffes, der später auch das ungeborene Kind mit Sauerstoff versorgt) ist vor allem bei Frauen oft nicht ausreichend, in der Schwangerschaft nehmen die Werte dann sogar noch ab. Deshalb ist es sinnvoll, sich untersuchen zu lassen, und, falls nötig, natürliche Eisenpräparate oder Tabletten zu nehmen. Jod ist wichtig für die Schilddrüsenfunktion und die Entwicklung der Intelligenz beim Ungeborenen. Eine jodhaltige Ernährung (Seefisch, Jodsalz) beugt vor. Bei Jodmangel sollte man in Absprache mit dem Arzt Tabletten nehmen. Folsäure ist wichtig zur Vorbeugung eines „offenen Rückens“ und Herzfehlern beim Ungeborenen, es sollte daher bereits vor Beginn der Schwangerschaft eingenommen werden.

Übelkeit, Sodbrennen, Heißhunger – was tun?

• Essen Sie mehrere kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilt.

• Verzichten Sie auf stark gewürzte, saure und fette Speisen.

• Vermeiden Sie 30 bis 60 Minuten nach der Nahrungsaufnahme eine liegende Position.

• Greifen Sie bei Heißhunger-Attacken zu stärke- und ballaststoffreichen Lebensmitteln, wie Vollkorngetreide, Kartoffeln, Gemüse und Hülsenfrüchten.

• Wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn Sie stark an Sodbrennen leiden.

Geburtsvorbereitungskurs

Die meisten Schwangeren erleben das zweite Schwangerschaftsdrittel als ruhige Zeit. Die Beschwerden der ersten Monate sind vorbei, die Unbequemlichkeiten der letzten Wochen liegen noch in weiter Ferne. Jetzt ist also eine gute Zeit, sich auf das Kommende vorzubereiten: Geburtsvorbereitungskurse gibt es als wöchentliche Treffen oder als Intensivkurs am Wochenende – für Frauen allein oder mit Partner. Meist leiten erfahrene Hebammen die Kurse. Sie erklären, was während der Geburt im Körper vor sich geht, wie die Frau am besten mit den Wehen umgeht und wie die Hebammen und Ärzte auf Notfälle reagieren.

Manche Eltern fühlen sich auch wohler, wenn sie einen Säuglingspflegekurs besuchen können, bei dem sie alles für das Wohl des kleinen Erdenbürgers erfahren: wie sie das Neugeborene wickeln, was sie beim Baden beachten sollten und wie der Alltag mit Baby sich aller Voraussicht nach gestalten wird.

Fit durch die Schwangerschaft

Bewegung und Sport in der Schwangerschaft sind nicht nur erlaubt, sondern sogar ausgesprochen empfehlenswert. So weiß man, dass trainierte Frauen die Entbindung leichter verkraften und sich rascher von der Geburt erholen. Sport stärkt das Herz-Kreislaufsystem, man fühlt sich fitter und belastungsfähiger, ermüdet nicht so rasch. Das ist sehr hilfreich, schließlich kostet eine Schwangerschaft viel Energie. Dazu wird die Sauerstoffversorgung von Mutter und Kind verbessert. Eine gut trainierte Frau verkraftet die Anstrengungen der Geburt besser. Sie kommt danach wieder schneller in Form und erlangt ihre frühere Figur rascher wieder zurück. Sport beugt Schwangerschaftsstreifen, Thrombosen und Krampfadern vor. Grundsätzlich sollten Schwangere allzu großen sportlichen Ehrgeiz vermeiden. Am besten eignen sich Sportarten, die in den täglichen Zeitplan gut eingebaut werden können und die Spaß machen. Die Belastung sollte moderat sein, Anstrengung ist erlaubt, Erschöpfung sollte vermieden werden.

Noch einmal Urlaub zu zweit?

Wer noch einmal die Zweisamkeit genießen möchte, bevor aus dem Paar endgültig eine Familie wird, sollte spätestens jetzt einen Urlaub buchen. Da im zweiten Schwangerschaftsdrittel die meisten Frauen nicht mehr mit Morgenübelkeit und Müdigkeit zu kämpfen haben, ist jetzt der ideale Zeitpunkt, um noch einmal Kraft für die kommenden Anstrengungen zu tanken.

Maria Riedler

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