Hautsache!

Die Haut ist unser größtes Organ – und auch eines unserer wichtigsten. Sie ist Schutzhülle und Sinnesorgan und verleiht uns unser ganz individuelles Aussehen. Damit sie auch im Winter strahlend schön ist, sollte die Pflege stimmen. Wir haben die besten Tipps dafür!
 Ein Artikel von Marion Flach
Foto: GreenArtPhotography - fotolia.com

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Die Haut ist die Visitenkarte unseres Lebens. Kein anderes Organ des menschlichen Körpers erlaubt so vielfältige Einblicke in unsere Stimmungslagen, unseren Lebensstil und unsere Gesundheit“, schreibt Johannes Wimmer in seinem Buch „Alles über die Haut“. Damit diese „Visitenkarte“ auch im Winter nur die beste Seite von uns zeigt, benötigt die Haut spezielle Pflege. Denn in der kalten Jahreszeit ist die Haut grundsätzlich anderen Umwelteinflüssen ausgesetzt, als dies etwa im Sommer der Fall ist. So sei die Gesichtshaut im Winter auch dadurch besonders belastet, weil sie nicht durch Kleidung vor der Kälte geschützt wird, weiß Heidi Steger vom Kosmetikinstitut Hobé. „So muss man einfach bedenken, dass die Poren verengt sind und die Durchblutung schlechter ist. Außerdem lässt die Elastizität der Haut stark nach und das Abdunsten der Feuchtigkeit ist viel stärker“, erklärt die Expertin. Das Wechselbad aus kühler Luft im Freien und warmer, trockener Heizungsluft in den Räumen tut sein Übriges.

TIPP

Wintertipps für strahlende Haut

Sorgen Sie für feuchte Raumluft: Dazu können Sie beispielsweise einfach eine Schale mit etwas Wasser auf die Heizung stellen. Trinken Sie ausreichend Wasser, Früchte- oder Kräutertees. Die Befeuchtung von innen lässt Sie strahlen! Bewegung und Sport an der frischen Luft halten Sie nicht nur fit, sondern sind auch für die Haut wahre Erholung: Die Durchblutung wird gefördert und lässt Ihren Teint frisch wirken! Greifen Sie zu Obst und Gemüse und verzichten Sie auf Alkohol und Nikotin. Versuchen Sie, sich Ruhepausen zu gönnen. Entspannung statt Stress zeigt sich auch im Gesicht!

Schutzhülle

Um all dem entgegenzuwirken oder Hautschäden gar vorzubeugen, ist es ratsam, auf gehaltvollere Produkte zu setzen. „Die Cremes und Pflegeprodukte sollten natürlich hauttypgerecht ausgewählt werden. Generell ist es aber wichtig, auf Feuchtigkeit und Schutz zu setzen“, erklärt Steger. „Die Haut macht selbst schon sehr viel. Mit guter Kosmetik unterstützt man gewisse Vorgänge. Das ist das eigentliche Ziel guter Kosmetikprodukte.“ Unsere Haut ist Umwelteinflüssen ausgesetzt. Zudem zeigen sich aber auch biochemische Faktoren und hormonelle Veränderungen sofort. Deshalb sollte man immer auch auf ausreichenden Sonnenschutz setzen: „Gerade im Winter verbringen wir oft weniger Zeit im Freien. Da ist die Haut weniger pigmentiert und dadurch besonders sensibel und nicht an das Sonnenlicht gewöhnt“, weiß die Expertin.

Foto: Africa Studio - fotolia

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Wohltuende Geschmeidigkeit

Um die Haut im Winter optimal zu pflegen, sollte der Lipidanteil in den Pflegeprodukten höher sein. Außerdem sollte auf Wirkstoffe gesetzt werden, die den Hautschutz verstärken. „Gletscherwasser beispielsweise ist ein toller Wirkstoff. Die Hautfeuchtigkeit wird aufgebaut. Außerdem wird das Abdunsten verhindert. Die Haut wird in der Tiefe befeuchtet, revitalisiert und ihre Struktur wieder aufgebaut“, erklärt Heidi Steger, die bereits auf 3 Jahrzehnte Erfahrung in der Kosmetik zurückgreifen kann. Zudem seien auch Öle wie Argan-, Traubenkern- oder Aprikosenkernöl im Winter sehr gute Wirkstoffe. Phytostammzellen helfen außerdem bei hormonellen Veränderungen, das Hautbild jugendlich und stark zu halten. Sanddorn unterstützt die Regeneration, da der Wirkstoff die Zelltätigkeit aktiviert. Außerdem schützt der enthaltene Vitaminkomplex vor Umwelteinflüssen und verhindert Feuchtigkeitsverlust.

Rundum strahlend

Obwohl es Bestandteile und Wirkstoffe gibt, die im Winter grundsätzlich gut sind, ist es wichtig, hauttypgerecht zu pflegen. „Es ist aber schwierig, selbst auszutesten, was die geeignete Pflege ist“, sagt Steger, „eine Hautanalyse ist sehr hilfreich, um die Bedürfnisse der Haut zu kennen. Ein Profi hat außerdem ein anderes Wissen über die Haut und kann beratend zur Seite stehen.“ Um rundum schön und mit einem Haut-Wohlgefühl durch den Winter zu gehen, rät Steger, kontinuierlich zu pflegen. Außerdem ist es auch durchaus ratsam, Make-up zu tragen, da das einen zusätzlichen Schutz vor Kälte und vor Feuchtigkeitsverlust bietet.

Foto: Le Salon Sabine Prötsch, www.fotohumer.com
Claudia Lehfeld-Zenz, Le Salon, Salzburg

Im Winter auf die richtige Pflege zu setzen, ist ungemein wichtig. Bei einer Temperatur von unter 8 Grad stellen die Talgdrüsen ihre Arbeit ein. Deshalb ist es wichtig, dem Feuchtigkeitsverlust entgegenzuwirken, die Haut vor Austrocknung, erweiterten Äderchen oder gar Erfrierungen zu schützen. Pflanzliche Lipidkomplexe wie Lecithin, Sheabutter, Omega-Fettsäuren, Panthenol oder Urea Pura schützen, stärken und halten die Haut geschmeidig. Zudem empfehle ich, Spezialpflege zu verwenden, die jeweils dem Hauttyp entsprechend gewählt wird. Mein absoluter Favorit im Winter ist die Pure Altitude SOS Repair Creme, die den Teint wieder strahlen lässt!

Foto: Eveline Schwab
Eveline Schwab, Erlebniswelt Schönheit, Seekirchen

Peelings sind gerade im Herbst und Winter für die Haut eine gute Unterstützung. Allerdings sollten sie nur bei gesunder Haut verwendet werden. Meiden Sie im Anschluss direkte Sonne! Durch Peelings werden abgestorbene Hautschüppchen abgetragen. Die Haut wirkt dann frischer und Kosmetika können besser aufgenommen werden. Im Winter ist es zudem sehr wichtig, reichhaltige Cremen zu verwenden. Auch Seren sind sehr gut. Tragen Sie danach aber unbedingt eine Creme auf! Verzichten Sie zum Abschluss auf reine Feuchtigkeitsprodukte, da diese bei Kälte gefrieren können, die Haut dann empfindlicher machen und Rötungen entstehen lassen.

Foto: Bianca Uretschnig
Bianca Uretschnig, Bieauty, Wals-Siezenheim

Man sollte dauerhaft darauf achten, dass die Haut zu essen (Creme) und zu trinken (Serum) bekommt. Das Serum spielt in der Pflege eine wichtige Rolle, denn je feinmolekularer und wässriger ein Produkt ist, desto tiefer wirkt es. Denn unsere Hautprobleme oder Missempfindungen spielen sich immer erst dann oberflächlich ab, wenn die Tiefe nicht gut genug versorgt wurde. Außerdem ist es erwünscht, unserer Haut mit Beginn der Heizungszeit ein paar mehr Lipide (Fette) als im Sommer zu geben. Aber Achtung: Wir sprechen hier nicht von einer reinen Fettpflege! Diese würde nur die Oberfläche versiegeln!

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