traunstein

Hauptsache fair

Ein Artikel von Kathrin Thoma-Bregar

Traunstein ist ab sofort „Fairtrade-Stadt“ und damit eine von 450 deutschlandweit. Das Siegel „Fairtrade“ forciert bessere Preise für Kleinbauernfamilien sowie menschenwürdige Arbeitsbedingungen in Entwicklungs- und Schwellenländern. Das Thema fairer Handel liegt ähnlich wie Bio voll im Trend. Bei Verbrauchern und Konsumenten ist das Bewusstsein für gerechte, soziale und umwelt-schonende Herstellungs- und Handelsstrukturen gestiegen.

Der Traunsteiner Stadtrat hatte bereits vor zwei Jahren beschlossen, sich um das Siegel „Fairtrade-Stadt“ zu bewerben. Anfang Februar wurde die Auszeichnung nun endlich offiziell überreicht. Dafür musste die Kreisstadt einige Bedingungen erfüllen. Neben dem Ratsbeschluss wurde unter der Leitung von Stadtrat Thomas Stadler (Bündnis90/Die Grünen) eine lokale Steuerungsgruppe gegründet, die fortan die Aktivitäten vor Ort koordiniert. Insgesamt sieben Einzelhandelsgeschäfte und zwei gastronomische Betriebe schlossen sich der Initiative bereits an, außerdem beteiligen sich zwölf Schulen und Kindertagesstätten sowie drei Kirchengemeinden. Auch die Stadtverwaltung und die Stadtmarketing Traunstein GmbH sind mit dabei. Bei allen öffentlichen Sitzungen sowie im Büro des Oberbürgermeisters wird fair gehandelter Kaffee und ein weiteres Produkt ausgeschenkt.

Dass Fairtrade Wirkung zeigt, wurde in zahlreichen Studien belegt. Nicht nur einzelne Arbeiter und Bauern können profitieren, sondern ganze Regionen. So fördern die Investitionen der Fairtrade-Organisationen die Infrastruktur, wie etwa den Ausbau von Straßen oder die Entwicklung des ländlichen Raums. Zusätzliche Gelder werden häufig für Projekte im Bereich Bildung und Gesundheitsversorgung verwendet.

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