Hatschi!

Nicht nur körperliche, auch psychische Belastungen machen unserem täglichen Helfer, dem Immunsystem, zu schaffen. Es gibt jedoch Mittel und Wege, dieses zu unterstützen.
 Ein Artikel von Christine Gnahn

Gesund bleiben mit Fasten und Kneipp

„Um das Immunsystem zu stärken, ist zunächst einmal wichtig, zu wissen, was potenziell belastend auf dieses wirkt“, so der Salzburger Arzt Dr. Sepp Fegerl, „das ist häufig das Essen. Gut 70 Prozent der Prozesse des Immunsystems finden im Magen-Darm-Trakt statt, der wiederum durch eine falsche Ernährung belastet wird.“ Als bewährte Methode, um das eigene Immunsystem zu stärken, plädiert Fegerl daher für das Fasten und somit den Verzicht auf bestimmte Lebensmittel für mehrere Tage. „Insbesondere empfehle ich hier die Mayr-Kur, wie sie beispielsweise am Vollererhof durchgeführt wird.“ Sehr wirksam seien zudem Maßnahmen à la Kneipp, bekannt wohl vor allem durch ihre Wechselbäder. Tatsächlich handelt es sich bei Kneipp jedoch nicht lediglich um Wasseranwendungen, sondern um ein komplexes Prinzip, das auch die Bewegung, Ernährung und Anwendung durch Heilkräuter integriert.

Heilmittel aus der Natur

Nicht nur Kneipp und das Fasten, auch andere altbewährte Hausmittel, die seit Jahrzehnten oder gar Jahrhunderten bekannt sind, finden heute noch Anwendung. Zwiebelwickel bei Beschwerden in Hals oder Ohren sowie die heiße Milch mit Honig bei Halsschmerzen sind zwar erst dann zu Rate zu ziehen, wenn die Erkältung bereits zugeschlagen hat – doch auch präventiv gibt es zahlreiche Nahrungsmittel, die das Immunsystem stärken. Neben Vitamin C-Spendern wie Zitrusfrüchten, Brokkoli und
Paprika spielen auch kaltgeschleuderter Honig mit stärkenden Enzymen sowie die sogenannten Bitterstoffe eine wichtige Rolle. Letztere befinden sich in Zitronen, Rucola, Rosenkohl und zahlreichen anderen Lebensmitteln, die, wie der Name schon sagt, bitter schmecken.

Hinzu kommen Pflanzen und Wurzeln wie Thymian, Ingwer, Zimt, Kümmel, Oregano und Cayennepfeffer, die in Form von Tee genossen oder mit-gekocht werden können und wahre „Booster“ für das Immunsystem darstellen. Regelmäßige Bewegung, das Reduzieren von Stress im Alltag und eine abwechslungsreiche Ernährung sind für ein starkes Immunsystem ebenfalls entscheidend. In dieses zu investieren, lohnt sich, so Fegerl: „Wenn die natürlichen Abwehrkräfte gut funktionieren, dann können sich diese gegen alle möglichen Bedrohungen von innen und außen verteidigen. Ein starkes Immunsystem ist damit die Basis für ein langes und gesundes Leben.“

„70 Prozent der körperlichen Abwehrprozesse

spielen sich im Magen-Darm-Trakt ab.“

Dr. Sepp Fegerl

Gesund bleiben mit Fasten und Kneipp

„Um das Immunsystem zu stärken, ist zunächst einmal wichtig, zu wissen, was potenziell belastend auf dieses wirkt“, so der Salzburger Arzt Dr. Sepp Fegerl, „das ist häufig das Essen. Gut 70 Prozent der Prozesse des Immunsystems finden im Magen-Darm-Trakt statt, der wiederum durch eine falsche Ernährung belastet wird.“ Als bewährte Methode, um das eigene Immunsystem zu stärken, plädiert Fegerl daher für das Fasten und somit den Verzicht auf bestimmte Lebensmittel für mehrere Tage. „Insbesondere empfehle ich hier die Mayr-Kur, wie sie beispielsweise am Vollererhof durchgeführt wird.“ Sehr wirksam seien zudem Maßnahmen à la Kneipp, bekannt wohl vor allem durch ihre Wechselbäder. Tatsächlich handelt es sich bei Kneipp jedoch nicht lediglich um Wasseranwendungen, sondern um ein komplexes Prinzip, das auch die Bewegung, Ernährung und Anwendung durch Heilkräuter integriert.

Heilmittel aus der Natur

Nicht nur Kneipp und das Fasten, auch andere altbewährte Hausmittel, die seit Jahrzehnten oder gar Jahrhunderten bekannt sind, finden heute noch Anwendung. Zwiebelwickel bei Beschwerden in Hals oder Ohren sowie die heiße Milch mit Honig bei Halsschmerzen sind zwar erst dann zu Rate zu ziehen, wenn die Erkältung bereits zugeschlagen hat – doch auch präventiv gibt es zahlreiche Nahrungsmittel, die das Immunsystem stärken. Neben Vitamin C-Spendern wie Zitrusfrüchten, Brokkoli und
Paprika spielen auch kaltgeschleuderter Honig mit stärkenden Enzymen sowie die sogenannten Bitterstoffe eine wichtige Rolle. Letztere befinden sich in Zitronen, Rucola, Rosenkohl und zahlreichen anderen Lebensmitteln, die, wie der Name schon sagt, bitter schmecken.

Hinzu kommen Pflanzen und Wurzeln wie Thymian, Ingwer, Zimt, Kümmel, Oregano und Cayennepfeffer, die in Form von Tee genossen oder mit-gekocht werden können und wahre „Booster“ für das Immunsystem darstellen. Regelmäßige Bewegung, das Reduzieren von Stress im Alltag und eine abwechslungsreiche Ernährung sind für ein starkes Immunsystem ebenfalls entscheidend. In dieses zu investieren, lohnt sich, so Fegerl: „Wenn die natürlichen Abwehrkräfte gut funktionieren, dann können sich diese gegen alle möglichen Bedrohungen von innen und außen verteidigen. Ein starkes Immunsystem ist damit die Basis für ein langes und gesundes Leben.“

Weitere Tipps für ein starkes Immunsystem
  • Die Lärmdosis reduzieren: Weniger Radio, TV etc.
  • Einmal die Woche in die Sauna gehen: dient der Abhärtung
  • Mit dem Rauchen aufhören
  • Die Dusche à la Kneipp immer abwechselnd auf kalt und warm stellen
  • Viel schlafen: Acht Stunden sind ideal, am besten in einem 18 Grad warmen Raum
  • Auf Kaffee und Alkohol verzichten

Haben Sie gewusst?

Das Immunsystem hat gleich mehrere „Stationen“ im Körper. In der Hauptsache besteht es aus den weißen Blutkörperchen, die im Knochenmark gebildet werden. Doch auch im lymphatischen System, der Milz, den Mandeln und im Blinddarm befinden sich Zentren des Immunsystems. Damit sind die letzteren drei Organe gar nicht so rudimentär und überflüssig, wie einst gedacht.

Mandeln …

… beinhalten schützende Antioxidantien

 

 

Honig … 

… enthält Vitamin C, Flavonoide und Enzyme, unterstützt das Immunsystem sehr effektiv

 


Kresse …

… vertreibt Bakterien via Senföle und Vitamin C

 

Zitrusfrüchte …

… stecken voller Vitamin C, stärken das Immunsystem

 

Sauerkraut …

… liefert Mikroorganismen, die effektiv gegen Krankheitserreger wirken

 

Beeren …

… reich an Antioxidantien, gut gegen Keime und Co.

Fotos: Mandeln & Beeren: margo555, Sauerkraut: Simone Andress, Zitronen: by-studio, Kresse: Petra Schüller, Honig: Dionisvera – jeweils fotolia.com

Expertentipps

Foto: Essentiae, Franziska Gostner

Um sein Immunsystem zu stärken, empfehle ich, ganzheitlich vorzugehen. Man sollte etwa Stress vermeiden, sich Freiräume schaffen für Dinge, die einen entspannen und sich ausreichend bewegen. Ein wichtiges Thema für die Gesundheit ist natürlich auch die Ernährung. Mit Probiotika, wie sie z.B. in manchen Joghurts enthalten sind, kann man das Immunsystem unterstützen, das im Darm arbeitet. Mit Vitalpilzen aus der chinesischen Medizin lässt sich durch die enthaltenen antibakteriellen Wirkstoffe ganz gezielt auf die Psyche und das Immunsystem einwirken. Auch wichtig sind Eiweißquellen sowie Vitamine und Antioxidantien, die in Gemüse, Hülsenfrüchten und Obst stecken. Die wichtigste Ernährungsregel für einen gesunden Körper lautet aber: Ausgewogenheit.

Franziska Gostner, ESSENTIAE Ernährungstraining, Salzburg

Foto: Gustav Müller, Schröck, Laufen

 

Ich empfehle vier Vorsorgemaßnahmen, um nicht regelmäßig erkältet zu sein. Erstens ist der Darm ein wichtiger Ansatzpunkt, für den ich eine milde Entgiftung über Zeolith-Gestein und Probiotika – also Darmbakterienpräparate – empfehle. Zweitens ist das Vitamin D3 entscheidend: Besonders von September bis Mai bekommen wir zu wenig vom Sonnenvitamin ab und sollten zusätzlich 2.500 bis 4.000 Einheiten zu uns nehmen. Klingt erst einmal viel, aber in den Tropfen der Firma Pure sind in einem Tropfen 1.000 Einheiten enthalten – meinen Kindern gebe ich die aufs Butterbrot. Der dritte wichtige Punkt ist das Spurenelement Zink, das man als Nahrungsergänzungsmittel zu sich nimmt. Viertens sollten die Mund- und Nasenschleimhäute stets feucht gehalten werden: Viel trinken und prophylaktische Sprays sind hier entscheidend.

Gustav Müller, Apotheke Oberndorf

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