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Hallein auf neuen Wegen

Christian Heugl, Redaktion Tennengau

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Hallein putzt sich heraus. Pflasterstein um Pflasterstein bahnt sich der neue, helle Straßenbelag seinen Weg durch die Stadt. Aufbruchsstimmung ist aber auch hinter den Fassaden spürbar. Viele junge, kreative Kräfte sind dort am Werken und Umgestalten. Das schmale, mittelalterliche Haus am Bürgerspitalplatz neben der Bäckerei Rosenmayer, in der es ja bekanntlich das beste Tomaten-Ciabatta von ganz Salzburg gibt, wartet noch auf die Renovierung. Auf der Fassade stehen schon Probeanstriche zur Auswahl: der helle, freundliche in der Mitte würde doch ganz gut passen. Aber was wichtiger ist: Aus dem Hausinneren der Freiräume drängen schon jetzt kräftige Lebenszeichen nach außen. Ein paar Halleiner Musiker proben gut hörbar für ihren nächsten Auftritt. Genauso wie das die jungen Talente im neu errichteten Musikum gegenüber machen. Immer wieder lädt das Haus zu kostenlosen Vorspiel-abenden ein und überrascht die Zuhörer mit verschiedensten Stilrichtungen und Interpreten. tennengau_2_sbg4

Magische Momente gibt es viele in Hallein. Wie etwa an jenem verregneten Sommerabend, als die phantasievolle Kulturköchin Margarethe Hlawa-Grundner zu einer Lesung in ihr unaussprechlich gutes Cafè Kurkuma lud. „Lesung mit Musik“ klingt ja auf den ersten Blick nicht so fetzig. Eine ehemalige Lateinprofessorin, ein Halleiner Stadtoriginal mit Baskenmütze und ein Musiker, der zugleich der Wirt ist, sitzen auf einem improvisierten Podium. Sie entführen zu einem zauberhaft bunten Streifzug durch „ihr“ Hallein. Es fließt alles ineinander an diesem nasskühlen Sommerabend: das Drinnen und Draußen, das Junge und Alte, das Gemütliche und das Nachdenkliche.

Hallein ist ein Schatzkästlein mit vielen Schubladen – nur hingehen und öffnen muss man sie selber.
Greifen Sie zu!

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