Gesund beginnt im Mund

Gepflegte Zähne steigern die Lebensqualität und machen erfolgreich und sexy. Die besten Tipps für Ihre Mundhygiene.
 Ein Artikel von Maria Riedler
Foto: Drobot Dean - fotolia.com

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Wundes Zahnfleisch, Mundgeruch, Parodontitis – das ist nicht nur unangenehm, schmerzhaft und peinlich, sondern kann auch Einfluss auf die gesamte Gesundheit nehmen. So hängen Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Rheuma nicht selten mit einer schlechten Zahnsituation zusammen. Laut WHO leiden 70 Prozent aller Erwachsenen an Zahnfleischerkrankungen. Dabei ließen sich beinahe 100 Prozent aller bakteriellen Zahnprobleme durch Vorbeugung verhindern. Neue Techniken sorgen bei der zahnärztlichen Mundhygiene inzwischen für eine besonders schonende Behandlung, die die Zähne nicht irritiert. Wurden Bakterien früher im wahrsten Sinne abgeschabt, zerstört man sie heute mit LED-Technik und ganz sanfter Vibration über eine oszillierende Schwingung. Ein Wasserstrahl spült sie dann fort. Anschließend werden die Zähne mit einem Pulverstrahl poliert, damit Karies auf der rutschigen Oberfläche weniger leicht anhaften kann. Zum Schluss hilft eine Kalzium-Fluor-Maske, die Zahnsubstanz zu remineralisieren und aufzubauen. Diese sanfte Methode vertragen auch schmerzempfindliche Patienten. Weiterer Vorteil: So werden zusätzlich Verfärbungen beseitigt, das Lächeln ist wieder viel strahlender.

Wir haben die besten Tipps von der Leiterin des Prophylaxe Referates der Zahnärztekammer Salzburg, der Zahnärztin Dr. Astrid Keidel-Liepold, für Sie gesammelt.

TIPP

Tipp:

Wer Zahnseide falsch verwendet, kann Zahn und Zahnfleisch verletzen. Lassen Sie sich das richtige Zähneputzen samt der richtigen Anwendung von Zahnseide in der Ordination Ihrer Zahnärztin/Ihres Zahnarztes zeigen.

Foto: Christos Georghiou – fotolia.com

Wann und wie oft putzen? „Nach dem Essen – Zähneputzen nicht vergessen?“

Wenn Sie Obst oder andere säurehaltige Lebensmittel gegessen oder Saft getrunken haben, sollten Sie entweder gleich (innerhalb von 10 Minuten) nach dem Essen zur Zahnbürste greifen oder mindestens zwei Stunden warten. Der Grund: Die Säure macht den Zahnschmelz für kurze Zeit weicher – dadurch kann ein Teil der schützenden Schmelzschicht abgeschrubbt werden.

Das ist Gift für gesunde Zähne. Ansonsten: Zahnschonende Kaugummis, diese können gute Dienste leisten, indem sie die Speichelproduktion ankurbeln. Durch das Kauen wird der Speichelfluss angeregt und bewirkt, dass die von den Bakterien gebildeten Säuren unwirksam gemacht werden. Aber auch das Ausspülen des Mundes mit Wasser nach dem Essen hilft, die Bakterien in Zaum zu halten.

Als Minimum gilt: Einmal morgens nach dem Frühstück und einmal abends vor dem Schlafen-
gehen die Zähne gründlich reinigen.

Auch die richtige Zahnpaste ist wichtig, sie sollte Fluorid enthalten, um die Reparaturmechanismen des Zahnschmelzes nach Säureangriffen zu unterstützen.

Auf die richtige Putztechnik achten

Beim Reinigen der Zähne sollen nicht nur Speisereste, sondern auch bakterieller Zahnbelag (Plaque) entfernt werden. Die Plaque wird von den im Mund vorhandenen Bakterien innerhalb von wenigen Stunden gebildet und ist kaum sichtbar. Zusammen mit den Bakterien ist der Zahnbelag sowohl für Karies als auch für Parodontitis verantwortlich. Um die Plaque zu entfernen, reicht die Zahnbürste allein oft nicht aus, da mit dem Bürstenkopf nicht immer alle Stellen erreicht werden.

Eine Schwachstelle, an der sich leicht Karies bildet, sind die Zahnzwischenräume. Damit auch diese ausreichend gereinigt werden, empfehlen Experten die Verwendung von Zahnseide. Die Reinigung der Zahnzwischenräume verringert sowohl die Anfälligkeit für Karies als auch Erkrankungen des Zahnhalteapparates (Parodontalerkrankungen).

Je härter die Zahnbürste, umso besser?

Zu einer guten Mundhygiene zählen nicht nur das tägliche Zähneputzen und die richtige Putztechnik – auch eine geeignete Zahnbürste ist von Bedeutung. Beim Kauf einer Zahnbürste spielt die „Härte“ der Borsten eine wichtige Rolle. Diese wird üblicherweise in weich, mittel oder hart unterteilt. Bei gesundem Zahnfleisch empfehlen Expertinnen und Experten eine Bürste mit weichen Borsten. Die ideale Zahnbürste hat einen kleinen Bürstenkopf, um auch schwer zugängliche Zahnwinkel und Zahnzwischenräume zu erreichen.

Um Zähne und Zahnfleisch gesund zu erhalten, sollte in regelmäßigen Abständen eine professionelle Mundhygiene in einer zahnärztlichen Ordination erfolgen.

TIPP

Tipp:

Um die Zahnbürste vor Keimablagerungen zu schützen, ist es wichtig, sie nach jedem Gebrauch gründlich mit klarem Wasser abzuspülen und mit dem Kopf nach oben in den Zahnputzbecher zu stellen. Monatlich wechseln!

Foto: Marina Lohrbach -fotolia.com

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