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Sommer, Sonne, Gartenzauber

Wärmende Sonnenstrahlen verwöhnen die Haut und machen gute Laune: Der Sommer ist endlich angekommen – und lockt Genießer zu (fast) jeder Tageszeit nach draußen.
Ein Artikel von Natalie Zettl

Wer über einen Balkon, eine Terrasse oder sogar einen Garten verfügt, kann den Zauber des Sommers ausgiebig genießen. Ob gemütlicher Nachmittag in der Hängematte, (Candlelight-)Dinner auf der Terrasse oder sogar magische Nacht im Freiluftbett – der Sommer steht für Genuss unter freiem Himmel.

Balkon ganz praktisch
Je kleiner der Balkon, desto herausfordernder die Gestaltung: Besitzer kleiner Balkone müssen sich entscheiden, wofür sie die Draußen-Quadratmeter nutzen möchten. Soll es eine Essecke sein oder lieber ein Bereich, in dem man sich gemütlich sonnen kann? Schließlich machen Loungemöbel wenig Sinn, wenn man darauf regelmäßig mühsam sein Mittagessen verspeisen muss. Ein paar Tricks für einen gemütlichen Balkon gibt es aber durchaus zu beachten: Möbel, die nicht ständig benötigt werden, sind am flexibelsten in der Klapp-Variante. Perfektionisten können Klappstühle, -tische und -liegen sogar aufhängen: tragfähige Haken an der Wand machen es möglich. Generell lohnt es sich außerdem, die Ausrichtung des Balkons zur Basis für die Gestaltung zu machen. Während ein Südbalkon durchaus von einem Sonnenschirm profitieren kann, werden Sie diesen auf einem Nordbalkon wahrscheinlich kaum benötigen.

Terrassen-Zauber
Als „Zimmer im Grünen“ ist die Terrasse eine Hybride zwischen Wohnraum und Garten. Um sich dort wohl zu fühlen, sollte sie als „gemütliche Ecke“ gestaltet sein. Will heißen: Hinter den Sitzgelegenheiten sollte, wenn möglich, eine Wand sein, damit man sich geschützt fühlt und möglichst gut relaxen kann. Wichtig: Schatten ist in der warmen Jahreszeit kostbar. Sonnensegel oder Sonnenschirm sind daher lohnende Investitionen – und schützen auch vor allzu neugierigen Blicken der Nachbarn. Zudem ein Tipp zum Thema Sitzgelegenheiten: In hochwertige Terrassenmöbel zu investieren, macht durchaus Sinn – sie sind zwar teurer, halten im Vergleich aber länger und sehen trotz Witterungseinflüssen gepflegter aus.
Bequemer wird die Sitzecke durch Outdoorkissen: sie halten Regen und Sonne stand und laden zum Verweilen ein. Ein großes Thema im Sommer ist Essen im Freien. Doch Essecken wollen gut geplant sein. Wer genug Platz hat, kann sich eine spezielle Essgruppe für draußen besorgen – so lässt sich das Dinner auf der Terrasse unkompliziert genießen.

Fotos: KatarzynaBialasiewicz – istockphoto.com; erhart menzel outdoor-living;TeamDAF – istockphoto.com;
erhart menzel outdoor-living

Garten zum Genießen
Um den Garten möglichst gut nutzen zu können, empfiehlt sich eine praktische und gleichzeitig ästhetische Gartengestaltung. Im Idealfall hat Ihr Garten ein Motto, es handelt sich also zum Beispiel um einen Bauerngarten, einen naturnahen Garten oder einen Steingarten. Ja nachdem sollten Sie bei Pflanzen und Deko vorgehen: In einen Bauerngarten passt ein buntes Sammelsurium aus Blüh- und Nutzpflanzen, während ein naturnaher Garten normalerweise durch Wildblumen besticht (Pluspunkt: Die Bienen werden es Ihnen danken!). Eine besondere Herausforderung sind kleine Gärten: Sie wirken schnell überladen, müssen jedoch sorgfältig gepflegt werden, um nicht lieblos zu wirken. Wenn die Qualität der Erde nicht ausreicht für Pflanzen, tun es auch einige Blumen in Kübeln. Aktueller Trend ist das sogenannte vertikale Gärtnern – eine lohnende Alternative zum klassischen Beet. Beispielsweise werden an einem hölzernen Gestell mehrere Töpfe übereinander angebracht, in denen dann Pflanzen gezogen werden. Übrigens – ein Tipp für das Pflanzenwachstum im Garten: Ein nährstoffreicher Boden braucht Stickstoff, Kalium und Phosphor. Weist er diese Stoffe nicht auf, sollten sie zugeführt werden. Auch die richtige Dünger-Art kann einen Unterschied machen: Beispielsweise werden mit ökologisch unbedenklichem Schafwoll-Dünger auch anspruchsvolle Pflanzen prächtig groß. Für Gärten mit genügend Platz ist der Bau eines Schwimm- oder Gartenteichs eine Überlegung wert. Teiche bestechen durch eine zeitlose Eleganz – und natürlich: Wasser hilft, die sommerliche Hitze besser auszuhalten. Warum also nicht? Wem das Unterfangen Teich eine Nummer zu groß ist, dem sei ein Gartenbrunnen empfohlen: Zier- oder Steinbrunnen erfreuen Augen und (heiße) Füße gleichzeitig. Ein Thema für viele Gartenliebhaber ist der Sichtschutz: Während einen eine Mauer oder ein hoher Zaun effektiv vor neugierigen Blicken von außen schützt, kann er auch den eigenen Garten optisch erdrücken. Alternativen reichen von der klassischen Hecke bis hin zur dekorativen Weidenmatte. Als Grundregel gilt: Alles, was die Rasenfläche optisch ausdehnt – zum Beispiel Sichtschutzelemente in Naturfarben – bringt den erwünschten Effekt. 

Trend für laue Sommernächte: draußen schlafen
Abenteuer für Mutige: Warum nicht einmal das Bett nach draußen verlegen? Gerade in lauen Sommernächten bietet es sich an, den warmen Zimmern zu entfliehen und im Freien zu schlafen. Dafür muss man nicht unbedingt tatsächlich ein Bett ins Freie stellen – eine Camping-Matratze und ein paar Polster tun es auch. Wichtig für einen gesunden Schlaf: ein Schutz vor Moskitos, am einfachsten gegeben durch ein Moskitonetz, das über dem Nachtlager aufgehängt wird und die Plagegeister fernhält.

Fotos: Woody living; Jürgen Fälchle – stock.adobe.com, Woody living; nwbob – istockphoto.com
Experten-Tipps
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Foto: noch eine Agentur / Alexandra Großbointner

Heutzutage erscheint es uns sehr wichtig, im Garten zu den Wurzeln und der Natürlichkeit zurückzukehren, die einen im hektischen Alltag erdet und das Stresslevel senkt. Stichwort Biotop: Lebensraum für Amphibien, Flüssigkeitsquelle für Insekten, Bademöglichkeit für Vögel und mit melodischem Geplätscher Balsam für die (Menschen-)Seele. Als Sichtschutz können Sträucher (im besten Fall Insektennährgehölze) einem fertigen Sichtschutzelement vorgezogen werden.
Andreas Liedl und Anna Bell, Liebell e.U., Straßwalchen

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Foto: Karl Sailer GmbH & Co KG

In den meisten Gärten ist jetzt der perfekte Zeitpunkt zum Vertikutieren gekommen. Faustregel: Nach dem dritten Rasenschnitt sollte die Fläche sorgfältig vertikutiert und anschließend gedüngt werden. Wir empfehlen organischen Naturdünger, da chemische Dünger oft sehr aggressiv sind und durch Überlappungen zu verbrannten Gräsern führen können. Speziell für Besitzer eines Schwimm- oder Naturteichs: Sollten Sie die Pumpenanlage jetzt noch nicht in Betrieb genommen haben – es ist höchste Zeit!
Karl Sailer, Karl Sailer GmbH & Co KG Gartenarchitektur & Naturpoolbau, Pöndorf

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Foto: www.kaindl-hoenig.com

Es wird bunter in den Gärten – und das liegt nicht nur an der Blumenvielfalt, sondern ist auch bei den Möbeln zu sehen, die zunehmend kreativ gestaltet werden. In Sachen Polstermöbel setzen wir auf die Marke Roda: Die Polster sind wasserdurchlässig und nach einem Regen innerhalb einer halben Stunde wieder trocken. Außerdem sind sie sehr langlebig und bleiben den ganzen Sommer draußen. Besonders dekorativ und praktisch sind zudem Seitenarm-Sonnenschirme, die bunte Strukturen haben – abgestimmt auf die Tuchfarbe.
Robert Erhart und Katharina Erhart-Menzel, erhart menzel outdoor-living, Mondsee

Zwei kreative Ideen für vertikales Gärtnern

Vertikales Gärtnern – der neue Trend für kleine Gärten und Balkone. Wir präsentieren Ihnen zwei interessante Möglichkeiten, wie Sie Ihren Garten in die Höhe bauen können.

Foto: smuay - stock.adobe.com

Foto: smuay – stock.adobe.com

Schachbrett-Pflanzen
Der Gartenzaun mit doppeltem Zweck: Sowohl Gartenmauern als auch Holzzäune eignen sich bestens als Stütze für den vertikalen Garten. Was Sie dazu benötigen: Blumenkästen aus Holz, Schrauben und – wenn möglich, einen Akkuschrauber. Unser Tipp: Bringen Sie die Kästen im Schachbrettmuster an Zaun oder Mauer an – so schaffen Sie einen unübersehbaren Eyecatcher. Sind die Blumenkästen zuverlässig montiert, können sie mit Blumen, Hängepflanzen oder – je nach Standort – sogar mit Salat, Radieschen und Co. bepflanzt werden.

Foto: claireliz - stock.adobe.com

Foto: claireliz – stock.adobe.com

 

Trittbrett-Blumen
Auch eine alte Trittleiter aus Holz eignet sich bestens als vertikaler Garten: Für den extra trendigen Look wird die Holzleiter vorher abgeschliffen und mit buntem Farblack ganz nach eigenem Design bemalt. Dann können reich bepflanzte Balkonkästen, Blumenkübel und verschiedene Deko-Elemente auf den Stufen aufgestellt werden. Übrigens: Besitzt die Leiter auf der Rückseite oder an den Seiten Querstreben, so haben Sie eine ideale Aufhängung für Blumenampeln gefunden. Und schon ist der blühende vertikale Garten fertig!

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