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Für immer ein Prince

Songs mit Ohrwurm-Charakter, knallige Bühnenshows und ein engbekleideter schlanker Herr mit Hang zur Diva. Prince ist eine lebende Legende. Doch was macht der Musiker eigentlich heute?
Download von www.picturedesk.com am 18.03.2016 (10:34). Prince, Musiker / S‰nger, USA, Rock, | Prince, musician, singer, USA, Rock - 20110317_PD1530

Foto: APA Picturedesk

Ein Lied von purpurnem Regen, das in Wahrheit von Herzschmerz und Träumen handelt, das ist der Startschuss. Von da an geht es steil bergauf für den feschen Halb-italiener aus den USA. Nicht nur wird der Song „Purple Rain“ mit Lob und Auszeichnungen nur so überschüttet (zwei Grammys inklusive!), die ganze Welt richtet ihr Augenmerk nun auf den Adonis. Ein kleiner Rückblick in die Biographie eines Musikgenies.

Der Anfang einer Weltkarriere

Alles beginnt mit einem Klavier, das der Vater bei seinem Auszug zurücklässt. Prince Rogers Nelson, benannt nach der Band seines Erzeugers, zieht es magisch zu den schwarzweißen Tasten. Bald schon beherrscht das Kind das Instrument, als hätte es nie etwas anderes getan – Synthesizer, Gitarre, E-Bass, Keyboard und Schlagzeug folgen wenige Jahre später. So überrascht es nicht, dass Prince schon mit 15 und gemeinsam mit seinem Cousin zweiten Grades seine erste Band gründet: „Phoenix“.

Der Durchbruch

Es folgen weitere Bandgründungen und Jahre, in denen Prince in seiner Musik und Persönlichkeit heranreift. Der eigenwillige Stil, gepaart mit der Unbekümmertheit, Musik-richtungen wild miteinander zu vermischen, ist es, der sein Publikum immer wieder auf ein Neues fasziniert. 1977 und im Alter von 19 Jahren unterschreibt Prince seinen ersten Schallplattenvertrag beim Großkonzern Warner Bros Records. Nach einer Durststrecke mit vergleichsweise erfolglosen Alben wie „For You“ und „Dirty Mind“ ist es 1984 endlich so weit: Sein Album „Purple Rain“ belegt 24 Wochen lang ununterbrochen den Platz eins der US-Albumcharts.

Eine leibhaftige „Diva“

Seinen Erfolg verdankt Prince nicht nur seiner Musik, sondern auch seinem extravaganten Auftreten. In den 70er Jahren, als das Wort „metrosexuell“ noch nicht einmal erfunden ist, stöckelt der Star bereits auf gefährlich hohen Damen-Stilettos über die Bühne, gleitet mit seinem schmalen Körper in hautenge Kostüme und präsentiert sich in sexy Damenunterwäsche.

Ganz klar: Dieser Star polarisiert. Die Mischung aus verrückt-verruchten Auftritten und heißem Sound voller bislang unbekannter Stilmixe machen Prince schon bald zur sagenumwobenen Stilikone.

Der Klangrebell

Zwei Jahrzehnte bleibt Prince bei Warner Bros – bis er die Nase voll hat. Er will sich nicht wie andere Stars von ihrem Plattenlabel zur Unkenntlichkeit verheizen lassen und zieht die Reißleine. 1999 kehrt er dem Großkonzern den Rücken und widmet sich verstärkt seinem persönlichen Sound, der irgendwo zwischen Funk, Soul, Pop, Rock und Blues ganz eigene bunte Wellen schlägt. „Niemand darf dir diktieren, wie du zu sein hast“, sagt der Künstler einmal. Stattdessen weicht der Star auf Indie-Labels und alternative Publikationsformen aus. 2004 tritt er bei der Grammy-Verleihung Seite an Seite mit Beyoncé auf – und beweist, dass er nichts verlernt hat.

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Foto: EdStock – istockphoto.com

Alte Liebe rostet nicht

Was ist mit dem heute 57-Jährigen passiert? Begeistert er weiterhin ein ekstatisch tanzendes Publikum oder hat er das Mikrofon mittlerweile an die jüngere Front abgegeben? Nein, wer sich mit Prince in Wirkung und Wesen beschäftigt hat, der weiß: Für diesen Mann kann es nichts anderes als die Musik geben. „Plectrumelectrum“ und „Art Official Age“ heißen die jüngsten Alben des Künstlers, der wohl auch dank seines Schönheitschirurgen nicht zu altern scheint. Australien und Neuseeland beehrte Prince diesen Februar mit seiner brandneuen „Piano & A Micro-phone“-Tour. Uns bleibt zu hoffen, dass er diese bald schon auf europäische Gefilde ausweitet.

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