Fremdgehen – ein Fremdgeh-Gen?

kolumne andrea hammerer

Ich muss gestehen: Nach 20 Jahren Arbeit in den Betten der SalzburgerInnen, glaub ich an diese Theorie. Das mag Sie erschüttern, tja, willkommen im Club der Desillusionierten. Jede meiner hoffnungsfrohen ‚Geliebten oder Nebenfrauen‘, die auf die Trennung des lieblos gebundenen, unglücklichen, sexuell unterversorgten Ehemannes einer anderen wartete, musste zugeben, nicht die Erste gewesen zu sein und erkennen, dass sie nicht die Einzige und Letzte sein wird. ER geht aus Gewohnheit fremd, er weiß, wie leicht das geht. Früher war das schwierig mit einem Viertelanschluss zu Hause, heute geht der Trend zum Zweithandy, es ist ein Leichtes, Anruflisten zu manipulieren, das Display von WhatsApp-Nachrichten zu ‚reinigen‘ etc. Nur: Die Nachfrage macht nicht das Angebot, es ist eine Charaktereigenschaft. Meine liebe Salzburgerin, du bist kein Engel, du bist, sofern du dieses Gen besitzt, einfach bewundernswert oder erschreckend einfallsreich. Du hast aber auch das Glück, dass der Lover einer verheirateten Frau alles tun wird, um dich zu schützen, damit das Vergnügen von Dauer ist. Die meisten Affären fliegen auf, wenn die Geliebte seine Lügen satt hat, sich naiverweise mehr erwartet und die Ehefrau in ihrer Ruhe stört. Es lohnt sich, darüber nachzudenken, welcher Art ein Verhältnis ist, um nicht allzu sehr enttäuscht zu werden. Wenn Sie nicht der/die Erste sind, die in eine nach außen hin intakte Ehe eindringt, dann lassen Sie sich kein schlechtes Gewissen einreden oder Hoffnung machen, ihn/sie zu bekehren, um glücklich und treu gemeinsam alt zu werden. Ihr Spiel-Partner hat ein Gen zu viel! Machen Sie den Gentest!

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