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Energiegeladen durch den Frühling

Die ersten warmen Sonnenstrahlen küssen unsere Haut, die Vögel zwitschern um die Wette und das Licht nimmt an Intensität zu. Alles in der Natur ist auf Wachsen und Sprießen eingestellt. Warum fühlen wir uns dann im Frühling oft müde und schlapp?
Ein Artikel von Susanne Rosenberger

spruch-fruehlingFrühjahrsmüdigkeit ist ein häufig auftretendes Phänomen in unseren Breiten, wo Temperatur und Lichtverhältnisse mit den Jahreszeiten stark schwanken. Auch wenn die genauen Ursachen wissenschaftlich nicht vollständig geklärt sind, lässt sich Frühjahrsmüdigkeit doch mit äußeren klimatischen Einflüssen erklären. Im Winter schüttet der Körper hohe Dosen an Melatonin (Schlafhormon) aus, während der „Gute-Laune-Botenstoff“ Serotonin niedrig gehalten wird. Die Zunahme von Sonneneinstrahlung und Tageslicht im Frühling wirbelt diese beiden Hormone ordentlich durcheinander. In weiterer Folge kommt es zu den typischen Symptomen von Frühjahrsmüdigkeit: Wir fühlen uns abgeschlagen, kraftlos, müde und gereizt. Auch Kreislaufschwäche, Schwindel, Wetterfühligkeit, Schlaflosigkeit, Kopf- und Gliederschmerzen machen sich zu dieser Jahreszeit bei vielen bemerkbar.
Das unbeständige Klima mit starken Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht und Wetterumschwüngen belastet unseren Kreislauf zusätzlich. Nehmen die Temperaturen im Frühling zu, stellen sich die Blutgefäße weit und der Blutdruck sackt ab. Wetterfühlige Menschen mit niedrigem Blutdruck spüren das Phänomen Frühjahrsmüdigkeit am stärksten.

Raus aus der Müdigkeits-Falle
Auch wenn man gegen die Großwetterlage nichts tun kann, lindern Luft, Sonne, Bewegung, morgendliche Wechselduschen und gesunde Ernährung die typischen Beschwerden einer Frühjahrsmüdigkeit. Bei ersten Anzeichen der Erschöpfung empfehlen Experten daher Licht und Bewegung als hilfreiche Mittel gegen Müdigkeit. Ein Spaziergang an der frischen Luft versorgt die Zellen mit Sauerstoff, regt den Kreislauf an und steigert die Produktion von Serotonin und Vitamin D durch das Tageslicht. Damit die UV-Strahlung positiv Einfluss nimmt auf unseren Hormonhaushalt, müssen die Sonnenstrahlen direkt auf die Netzhaut des Auges treffen – verzichten Sie daher bewusst auf die Sonnenbrille.
Eine vitaminreiche, gesunde Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse, Vollkornprodukten, Kartoffeln und Hülsenfrüchten regt den Stoffwechsel im Frühling wieder an. Nachdem sich viele Menschen in der kalten Jahreszeit eher fettreich und vitaminarm ernähren, ist nun die optimale Zeit, die leeren Speicher wieder aufzufüllen. Mehrere kleine, über den Tag verteilte Mahlzeiten ersparen dem Körper anstrengende Verdauungsarbeit, die zusätzlich Energie kostet. Setzen Sie daher im Frühling auf leichte, vitaminreiche Kost und kleinere Portionen.

Foto: Subbotina Anna - stock.adobe.com
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Kraftpakete aus der Natur

Fotos: by-studio; Natis - stock.adobe.com

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Manch einer verspürt vielleicht den Drang nach einer Entschlackungs-Kur im Frühjahr, um die Schlacken und Schadstoffe, die sich über den Winter im Körper angesammelt haben, wieder loszuwerden. Hier hilft es, häufiger zum Wasserglas zu greifen, die Darmflora mit einem Aufbaupräparat zu unterstützen oder sich der heilsamen, belebenden Wirkung frischer Wildkräuter zu bedienen.
Wildkräuter wie Bärlauch, Brennnessel oder Löwenzahn übernehmen den Frühjahrsputz in unserem Körper. Trinkt man eine Woche lang dreimal täglich eine Tasse Brennnesseltee, wird der Organismus entschlackt und entgiftet – so verflüchtigt sich die Frühjahrsmüdigkeit ganz schnell. Die Brennnessel enthält nämlich viel Vitamin C, Eisen sowie Kalzium. Das Kraut wirkt ideal bei Erkrankungen der Harnwege und kann als Frischpresssaft gegen Eisenmangel helfen.
Auch Bärlauch ist wegen seiner entschlackenden, reinigenden Wirkung ein beliebtes Kraut gegen Frühjahrsmüdigkeit. Als Pesto verarbeitet, nimmt der Körper die Inhaltsstoffe ideal auf. Aber auch Suppen, Salate und Öle zählen zur Rezeptvielfalt des Bärlauchs.
Der Löwenzahn – frisch oder getrocknet – zählt zu den Bitterstoffen und fördert die Verdauung, außerdem regt er die Leber, Bauchspeicheldrüse und Darmfunktion an.
Beim Sammeln von Wildkräutern achten Sie immer darauf, sie fernab der Straße zu pflücken und Regentage zu meiden, da sie an einem Sonnentag erst ihr gutes Aroma entfalten.
Greift man im Frühling wieder vermehrt zu hellen, frischen Farben in der Kleidung und trifft sich mit lieben Freunden auf der Sonnenterrasse eines Cafés, verbreitet sich unweigerlich gute Stimmung. Wer sich hingegen über längere Zeitspannen ungewöhnlich stark erschöpft fühlt, sollte unbedingt einen Arzt konsultieren. Im Unterschied zur Frühjahrsmüdigkeit, die nicht länger als zwei bis vier Wochen andauert, kann es auch andere gesundheitliche Gründe für einen langfristigen Energieabfall geben, etwa eine Entzündung, ein Hormondefizit, eine starke Belastung mit Giftstoffen bzw. Elektrosmog oder eine Störung des Stoffwechsels.

Foto: Halfpoint - stock.adobe.com
Foto: Halfpoint – stock.adobe.com

Zauberkünstler Mitochondrien
Schwerwiegende Funktionsstörungen im Energie-Stoffwechsel – etwa durch Nährstoffmangel, Schadstoffe in der Umwelt, Antibiotika, Stress – greifen die sogenannten Mitochondrien an. Das sind winzig kleine Bestandteile unserer Körperzellen, die rund um die Uhr das hochenergetische Molekül ATP bilden. In diesen Kraftwerken der Zellen wird jene Energie erzeugt, die wir für ein dynamisches Leben benötigen. Geht es den Mitochondrien gut, fühlen wir uns leistungsfähig und fit und erledigen die täglichen Aufgaben mit Leichtigkeit. Fühlen wir uns hingegen schlapp und müde, kann es helfen, diese kleinen Helferlein durch eine Mitochondrien-Therapie zu stärken: mit Sauerstoff, Bewegung, Entspannung, vitamin- und mineralstoffreicher Ernährung (v.a. B-Vitamine) und Vermeidung von schlechten Kohlenhydraten.

Energie als Gesundheitswährung
Die australische Biochemikerin Dr. Libby Weaver beurteilt in ihrem Bestseller „Energiegeladen statt dauermüde“ Energie als Gradmesser für unser Wohlbefinden und somit als eigentliche „Gesundheitswährung“. Werden Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Schlappheit und Erschöpfung zum Dauerzustand, sollte man sich fragen, wie man sein Energieniveau in Balance halten kann.
Erholsamer Schlaf, gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung tragen positiv zu unserem Energieguthaben bei. Hingegen führen Faktoren wie Stress, schlechter Schlaf, Geldsorgen, belastende Alltagsprobleme, ein langweiliger Job oder das Fehlen eines Lebensziels zu einem Mangel an Energie.

AdobeStock_51794458„Frühlings-Salat“

Zutaten: 200 g junger, knackiger Spinat, 2 Hand voll junge Bärlauchblätter, 1 Bund Radieschen, 100 g Champignons, 2 Tomaten, 1 Bund Schnittlauch (fein geschnitten), Salz, Pfeffer, Olivenöl, Apfel- oder Weinessig, Kresse und Gänseblümchen als Dekoration

Zubereitung: Den Spinat putzen und zusammen mit den Bärlauchblättern waschen. Gut abtropfen lassen und größere Blätter zerpflücken. Auf Tellern verteilen.
Radieschen und Champignons waschen und in feine Scheiben schneiden. Die Tomaten waschen und achteln.
Schnittlauch und Vinaigrette über dem Salat verteilen und mit frisch gemahlenem Pfeffer, Kresse und Gänseblümchen bestreuen.

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